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Kinder brauchen mehr - mehr Geld und mehr Bildung / Kolpingwerk
Deutschland zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Köln (ots) - "Mit der heutigen Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts zur Berechnung der
Grundsicherungsleistungen für Kinder und Jugendliche sind dem
Gesetzgeber und der Bundesregierung ein weiteres Mal die Grenzen
aufgezeigt worden. Das Urteil offenbart die Angreifbarkeit der
sogenannten Hartz-IV-Gesetze, deren Ausgestaltung von vielen Bürgern
als ungerecht wahrgenommen wird", bemerkt Herbert Barthelmes vom
Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland.
"Die betroffenen Familien sind schon bei der jüngsten
Kindergelderhöhung unter dem Strich leer ausgegangen, weil das
Kindergeld komplett auf die Grundsicherung angerechnet wird. Dazu
kommt noch, dass die spezifische Bedarfslage ihrer Kinder jahrelang
unberücksichtigt geblieben ist." Angesichts der Diskussion um die
angemessene Höhe der Grundsicherungsregelsätze für Kinder und
Jugendliche dürfe aber nicht in Vergessenheit geraten, dass die
materielle Unterstützung nur ein Baustein für die Teilhabe von armen
Familien sei.
"Um den Kindern aus diesen Familien einen Weg aus dem Teufelskreis
von Armut und Transferabhängigkeit zu eröffnen, müssen wir vor allem
auf Bildung setzen", betont Barthelmes. Wer sich nur auf höhere
Transferzahlungen verlasse, betreibe eine fürsorgliche
Vernachlässigung von jungen Menschen. "Die Armut von Kindern und
Jugendlichen ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der
wir vielschichtig begegnen müssen", fasst Barthelmes zusammen. "Auch
daran erinnert uns das heutige Urteil."
Originaltext: Kolpingwerk Deutschland gGmbH
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