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Neue OZ: Kommentar zum Verkauf des Schweinegrippe-Impfstoffs
Osnabrück (ots) - Wie sauer Bier
Kein Schwein will mich haben... - mit dieser Liedzeile machte sich
im Herbst ein Schweizer Sänger über die Schweinegrippeimpfung lustig.
Und weil sie bis heute so niemand wirklich haben will, preisen die
Bundesländer ihre überschüssigen Impfdosen nun wie sauer Bier an.
Bisher bestand der dringende Verdacht, dass sich bei der
Impfkampagne im letzten Herbst vor allem die Pharmaindustrie
gesundgestoßen hat. Nun wollen offenbar die Länder ihre Kassen vor
der Schwindsucht bewahren.
Dabei ist ihnen offenbar kein Weg zu weit: Bei ihrem verzweifelten
Versuch, die 303,2 Millionen Euro Kosten zu reduzieren, nehmen sie
nun sogar Pakistan ins Visier. Warum der Einsatz des Impfstoffes in
Pakistan sinnvoller sein soll als bei uns, bleibt unergründlich.
Wie so vieles andere auch rund um die Schweinegrippe: So blieb die
Zahl der Todesfälle mit insgesamt 239 Menschen weit unter der
Opferzahl der normalen saisonalen Grippe von 8000 bis 11000 Menschen.
Das Robert-Koch-Institut kann sich inzwischen sogar vorstellen, dass
der Schweinegrippe-Erreger Tausenden Menschen das Leben gerettet hat.
Denn wo die Schweinegrippe grassiert, gehen offenbar die Infektionen
mit dem gefährlicheren H3N2-Virus markant zurück und damit auch die
Gesamtzahl der Grippe-Todesfälle.
Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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