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Petition: Das Leben endet frueh fuer Muetter in Sierra Leone

Petition

Das Leben endet früh für Mütterin Sierra Leone

In dem westafrikanischen Land Sierra Leone ist das Risiko für Frauen, an Komplikationen während Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, weitaus höher als in fast allen anderen Ländern der Welt. Schätzungen zufolge stirbt jede achte Frau bei der Geburt eines Kindes. Tausende von Frauen sterben, weil sie keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben.

Nach einer Studie von UNICEF aus dem Jahr 2008 gibt es in 6 der 13 Bezirke des Landes keinerlei Notfallversorgung für Schwangere. In den übrigen Bezirken sind von den insgesamt 38 Krankenhäusern, die Schwangerschafts- und Geburtshilfe anbieten, nur 14 in der Lage, umfassende Notfallversorgung zu leisten wie Bluttransfusionen oder Kaiserschnitt.

Sierra Leone verfügt nur über sehr beschränkte finanzielle Ressourcen für die Lösung seiner zahlreichen Probleme. Das Land leidet noch immer an den Folgen des zehnjährigen Bürgerkrieges (1991-2001) und der größte Teil der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Krankenhäuser und Gesundheitsberatungsstellen leiden unter Personalmangel, verfügen nur über unzulängliche technische Ausrüstungen, und es fehlt ihnen an Medikamenten. Die Infrastruktur ist kaum entwickelt, zudem sind die Entfernungen häufig sehr groß.

Hohe Kosten haben tödliche Folgen
Seit 2001 sieht die offizielle Regierungspolitik kostenlose medizinische Betreuung für Schwangere und für Kinder unter fünf Jahren vor. Doch zur Realisierung des Plans fehlte bisher das Geld. Die Kosten für Patienten in Sierra Leone gehören laut Angaben von UNICEF zu den höchsten in Afrika. Die hohen Kosten tragen unmittelbar zur Müttersterblichkeit bei. Gebühren für medizinische Behandlung müssen im Voraus bezahlt werden, selbst wenn das Leben der Frau auf dem Spiel steht. Die meisten Familien haben wenig oder gar keine finanziellen Rücklagen. Die Einkünfte von Bauern unterliegen jahreszeitlichen Schwankungen. In der Stadt fehlt es den Armen vielfach an familiären und sozialen Netzwerken, von denen sie Hilfe erhalten könnten. Für Frauen ohne Familie ist es besonders schwierig, die Kosten für eine teure Notfallbehandlung aufzubringen.

Mangelnde Aufklärung wird zum Gesundheitsrisiko
Durch mangelnde gesundheitliche Aufklärung erkennen viele Frauen in Sierra Leone Gefahrensignale in der Schwangerschaft nicht rechtzeitig. Sie stehen zudem unter starkem gesellschaftlichem Druck, viele Kinder zu bekommen - im Durchschnitt sechs bis acht. Die Möglichkeit für Frauen, selbst zu entscheiden, wie viele Kinder sie in welchen Abständen gebären möchten, ist auch aus diesem Grund gering. Verhütungsmittel werden nur selten benutzt, teils aus kulturellen Gründen, teils weil sie kaum erhältlich sind. Durch Genitalverstümmelung bedingte Komplikationen sind ein weiterer Grund für die hohe Müttersterblichkeit. Auf dem Land werden etwa 94% aller Mädchen beschnitten. Im Allgemeinen haben Frauen in armen Familien praktisch kein Wissen über ihre Rechte und kaum Einfluss auf Entscheidungen, die sie selbst betreffen. Das hat zur Folge, dass nur wenige in der Lage sind, sich für ihr Recht auf Gesundheit einzusetzen, selbst wenn ihr Leben in Gefahr ist.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht auf Englisch als PDF.

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Beteiligen Sie sich an unserer Online-Petition.
Müttersterblichkeit in Sierra Leone beenden!Sehr geehrter Herr Präsident,

mit Bestürzung haben wir von dem hohen Risiko erfahren, dem Frauen in Sierra Leone während Schwangerschaft und Geburt ausgesetzt sind. In Sierra Leone sterben mehr Frauen an Geburtskomplikationen als in fast jedem anderen Land der Welt. Wir fordern Sie daher höflich auf, alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um Gesundheit und Wohlergehen schwangerer Frauen zu garantieren. Die Gesundheitsversorgung für Schwangere sollte verbessert werden, indem Ihre Regierung

  • mehr Geld innerhalb des Budgets für Gesundheit bereitstellt,
  • den Missbrauch von Ressourcen abstellt,
  • eine bessere Ausrüstung für Krankenhäuser und angemessene Bezahlung des Personals sicherstellt und
  • Frauen über ihr Recht auf selbstbestimmte Sexualität, Schwangerschaft und Geburt informiert.

Es ist Ihre Pflicht als Präsident, dafür Sorge zu tragen, dass das Recht auf Leben und das Recht auf Gesundheit aller Frauen in Sierra Leone respektiert und geschützt wird. Ihre Regierung muss sicherstellen, dass lebenswichtige Gesundheitsleistungen, wie die gynäkologische und reproduktive Gesundheitsversorgung, nicht wegen hoher Kosten für die Frauen Ihres Landes unzugänglich sind.

Hochachtungsvoll,

Online Petition unterzeichnen unter:
http://www.amnesty.de/petition/2009/11/muettersterblichkeit-sierra-leone-beenden?destination=suche%3Fwords-advanced%3Dpetition%26country%3D159%26topic%3D218%26node_type%3D%26from_month%3D0%26from_year%3D%26to_month%3D0%26to_year%3D%26page_limit%3D10%26go_x%3D20%26go_y%3D7%26go%3DSortieren%26form_id%3Dai_search_form

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12.11.09    Absender/-in: Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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