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Saarbrücker Zeitung: Deutscher Städtetag hält Kommunen bei noch mehr
Job-Angeboten für überfordert - Kritik an Westerwelle
Saarbrücken (ots) - Die Kommunen halten es für kaum realisierbar,
jedem Hartz-IV-Empfänger einen Job anzubieten. Zu entsprechenden
Forderungen von FDP-Chef Guido Westerwelle sagte der
Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, der
"Saarbrücker Zeitung" (Dienstag-Ausgabe): "In den Jobcentern bieten
Arbeitsagenturen und Kommunen schon heute in großem Umfang öffentlich
geförderte Beschäftigung an, die vielfach auch gerne angenommen wird.
Dieses Volumen lässt sich vielleicht noch etwas erhöhen, aber nicht
beliebig ausweiten."
Jedes Jahr würden rund 700 000 Ein-Euro-Jobs begonnen, mit
durchschnittlich sechs Monaten Beschäftigungsdauer. Etwa 350 000
Arbeitslose seien so laufend in gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten
tätig, erläuterte Articus.
In der Debatte müssten drei Punkte beachtet werden: Gemeinnützige
Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen dürfe reguläre Arbeitsplätze
nicht gefährden. Sie müsse für die öffentliche Hand bezahlbar
bleiben. Und man dürfe sich von diesen Jobs nicht zuviel versprechen,
da sie meistens nicht in reguläre Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt
führten, sagte Articus.
Originaltext: Saarbrücker Zeitung
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