DER KNAUSERER
die 1. Online-Zeitung
fuer Sparsame
=============================================
Ausgabe 03/2010
DER JUBILÄUMSKNAUSERER! DER JUBILÄUMSKNAUSERER! DER JUBILÄUMSKNAUSERER!!!
Knauserer-Homepage: http://www.derknauserer.at
Link: http://www.derknauserer.at/kn/knauserer%2003_2010.txt
- Inhaltsverzeichnis
-
- 10 Jahre Knauserer - ein persönlicher Rück- und Ausblick
- Projekt 2010: ein Monat ohne Plastik - ein Ding der Unmöglichkeit?
- Michi spinnt
- Christels Welt: Aufräumen, das unleidige Thema, gelöst im Sinne
des Knauseres mit der üblich prallen Lebensfreude
- Alternative Medizin - ist das was für Knauserer? - Teil 3
Schüssler-Salze und Körbler Strichcodes
- Mit kleinen Tipps viel sparen
- 10 Jahre Knauserer - ein persönlicher Rück- und Ausblick
Ich kann es selber kaum glauben: Am 01.03.2000 wurde der Knauserer das
allererste Mal verschickt an genau 2(!) Personen, die Newsletter war
gerade mal 9 kB lang.
Obwohl nun 10 Jahre des Werdens, Seins, Diskutieren ins Land gezogen sind,
kommt mir der Titel des Leitartikels nach wie vor programmatisch vor:
Glueckliche Geizhaelse - das Ziel des Knauserers
Glücklich durch Sparsamkeit - irgendwo ist es das heute auch noch.
Wenn ich mir die erste Ausgabe ansehe, dann fällt mir eines spontan auf:
Am Anfang spielte für mich sicher der Schnäppchengedanke eine Rolle. Wo
bekommt man was günstiger. Von diesem Punkt bin ich restlos abgekommen.
Denn mehr und mehr hat der Qualitätsgedanke Einzug gehalten in mein
Denken.
Die Knauserergemeinde wuchs stetig auf 27 Leser am 31.12.2000. Klingt
jetzt nach Peanuts, aber wenn ihr versteht, dass der Knauserer für mich
persönlich ein wichtiges Gedankenaustauschwerkzeug ist und sich bereits
im ersten Jahr eine Handvoll enthusiastischer Sparefrohs gefunden hatten,
war das bereits für mich Anreiz genung weiterzumachen.
Für mich die Highlights aus dem ersten Jahr, die mir bis heute in Erinnerung
geblieben sind:
- Knauserer 04/2000: zum Thema Reisen - verweise ich heute noch drauf
- Knauserer 08/2000: das Interview mit Ronny Wytek, der damals noch das
ultrasparsame Leben propagiert hat, mittlerweile aber mit einem sehr
engagierten Team mit dem Ökodorf (http://www.oekodorf.at) ein mehr als
vorbildliches Projekt im Bereich einfach-leben vorantreibt. Ich bin bis
heute froh, aus der Ferne diesen Prozess miterleben zu dürfen.
Das Jahr 2001 stand für mich ganz im Zeichen wundervoller neuer Bekanntschaften,
die zum Teil geniale Artikel beigesteuert haben: Udo Schuldt,
der den umweltfreundlichen Geizhals leider nicht mehr weitergeführt hat,
Günther Hannich mit seinen Geldcrash-Szenarien, die sehr kontrovers diskutiert
wurden, Christiane Eichler, die wertvollste Weggefährtin der
ersten Jahre, Stephan Mischnik mit seiner selbergebauten RegenwasserkloSp
ülung. Für mich eine Offenbarung, dass auch anderswo Leute mit ähnlichen
Gedanken wie ich rumwerken.
2002 habe ich in guter Erinnerung, weil ich eine Idee von damals heuer
wieder aktiviere. Damals hieß es die Neujahrsvorsätze, diesmal haben wir
es "1 Monat ohne ???" getauft. Was damals mit knapp 500 Lesern nicht klappen
konnte, ist heuer im bestens betreuten Forum mit kleiner Facebook-Werbung
möglich: eine gemeinsame Aktion mit mitreißenden Diskussionen.
Macht einfach mit! Dieses Monat verzichten wir auf Plastik (siehe Artikel 2)
Im Jahre 2003 habe ich gleich stark mit einer Sonderausgabe "Permakultur"
begonnen, ein Vorhaben, das bis heute bei mir noch in den Kinderschuhen
steckt. Nicht alles was man sich vornimmt, wird auch wirklich was. Aber
beim Knauserer gilt immer: Scheitern erlaubt! Nur die richtigen Schlüsse
muss man ziehen.
Nach 2001, wo ich die internationale Küche auf sparsame Rezepte untersucht
habe, startete ich 2003 eine Zeitreise. Eine Aktion, die überraschend
gut angekommen ist und immer wieder zitiert wird.
Im Jahre 2004 war der HÖhepunkt sicher der Relaunch der Homepage. Bis
dahin wurde ich oft für das Design gescholten (in pink und schwarz wer
sich erinnert - ganz grausam). Seitdem ist die Homepage orange, das
Design immer noch nicht das wahre, aber der Umbau inkl. der Automatisierung
mit PHP und MysQL hat mir doch einiges an Arbeit erspart. Ich konnte
mich aufs "NEtzwerken" konzentrieren und seit 2004 geht es mit den Anmeldungen
stetig bergauf.
2005 nahmen wir die Unprodukte aufs Korn. Und es spülte mir 2 ganz aktive
Gallionsfiguren (möchte ich schon sagen) an Land: Die unermüdliche
Christiane mit dem legendären einfachleben.de.vu-Forum und unseren Teilaussteiger
Eike, der uns seitdem immer wieder mit erfrischenden und anregenden
Artikeln über seine Gedanken und vor allem zu seinem Teilausstieg
versorgt.
Ebenfalls ging der erste Adventkalender ins Rennen, eine Aktion, die
ich seitdem auch in schlimmster Zeitknappheit wegen der Popularität
online gestellt habe.
Aus dem Jahre 2006 sind mir beim Durchscrollen die vielen Artikel zu
Kindern aufgefallen. Ein Thema, das mich in diesem Jahr (die Tochter
kam 2005 zur Welt, der Sohn 2003) sehr unter Beschlag hatte.
2007 war dann wieder sehr aufregend: das Recyclingprojekt war das
erste große Projekt des Knauserers, das fast zur Gänze durch Leserideen
getragen wurde. Die Ereignisse überschlugen sich, als Christiane
über Nacht ihr Forum offline gehen ließ und sich mit Carsten, Frank
und Marion 3 Freiwillige fanden, die das Forum nicht sterben lassen
wollten. Mit geballtem EDV-Wissen von Carsten, juristischen Spitzfindigkeiten
von Marion und der erfrischenden direkten Art von Frank
blieb das Forum am Leben, das in Deutschland bis heute keine Konkurrenz
zu scheuen braucht. Ein großer Dank an die drei!!
Die Idee das Forum den Knauserer "anzulehnen" und doch eigenständig
agieren zu lassen, hat sich sehr bewährt. Und die Diskussionen sind
bis heute 1A. Was mich natürlich zu HILDE aus OÖ bringt, die ich im
Deffilee der A-Promis des Knauserers keineswegs unerwähnt lassen möchte.
(wenn ich groß bin, wäre ich gerne wie Hilde!).
Für mich ein ganz wichtiges Jahr war 2008. Seit damals versuche ich
die tausenden an Spartipps, die vielen Artikel, die meinem Naturell
gemäß oft sehr praktisch angelegt sind in eine "Philosphie" einzubauen.
Erich Fromm, Wolfgang Schmidbauer, Leopold Kohr, Bertrand
Russell, Henry Thoreau - alles Denker, die viele gute Gedanken in
ihren Werken verarbeitet haben. 2008 war auch das Jahr des bisher
erfolgreichsten Knausererprojekts: das 1-EUR-Geburtstagsgeschenk.
Über 250 Ideen gelangten rechtzeitig zu meinem Geburtstag in meiner
Mailbox an! Es war wundervoll!
Ende 2008 gesellte sich dann noch Christel zum Knauserer, die durch
ihre erfrischenden Texte kreative Lösungen für alltägliche Dinge
anbietet.
Das letzte Jahr stand für mich persönlich im Zeichen des Projekts
"Alte Künste neu entdeckt!", das für mich eine zukunftsweisende
Idee ist - wieder mehr selber machen, selber können.
Ich habe jetzt immer wieder Personen genannt, aber auf dem 10jährigen
Weg habe ich so viele wundervolle Mail-Kontakte, auch persönliche
Kontakte knüpfen dürfen. Die Liste wäre schier endlos. Nur einige
Beispiele: Barbara, die am anderen Ende der Welt Wasser spart, Martin,
der mit seiner spitzfindigen Art Diskussionen aufgepeppt hat, Mirko,
der mich 2004 als erster für ein Interview vergattert hat, Christa,
die mich postalisch mit Materialien versorgt hat, Sabine von Recyclingbasteln,
Angelika, die mir fast jeden Tag seit 5 Jahren interessante
Artikel mailt, Katja unser Nordlicht, Reto, der schweizer Visionär,
Birgit, die mir immer hinreißend kurze ;-) Mails schreibt und mit
mir eine Mini-Saatguttauschbörse unterhält, Peter mein Yogi, Viktor,
der nicht nur wunderbare Bücher schreibt, sondern auch Mails, die
den Tag erhellen ....
Die Liste könnte ich noch stundenlang fortsetzen und trotzdem freue
ich mich über jeden, der mir ein Mail schreibt und neue Gedanken
einbringt. Am meisten freue ich mich über jene, die den Knauserer als
Anleitung nehmen, um so eine Arbeitslosigkeit, eine Minipension etc.
besser auszuhalten.
Was die Zukunft bringt? Ich mache weiter - so viel kann ich mit
Sicherheit sagen. Die Homepage werde ich jetzt mal entrümpeln und
zwar dramatisch. Vielleicht auch ein bißchen am Design arbeiten...
In den nächsten 10 Jahren würde ich dann schon gerne mal DAS Buch
zur Seite schreiben. Das Inhaltsverzeichnis steht und es riecht
nach Kompendium (kurz fassen war noch nie so mein Ding).
Ansonsten wäre ich wirklich hochzufrieden, wenn ich auch in 10
Jahren wieder Revuepassieren könnte und behaupten dürfte, wieder
interessante, engagierte Menschen kennengelernt zu haben, die sich
erfrischend vom Rest der Menschen, die sich über Konsum, Zukunft,
Schulden, Lebensqualität so entsetzlich wenig Gedanken machen.
* Projekt 2010: ein Monat ohne Plastik - ein Ding der Unmöglichkeit?
Zuerst möchte ich mal umreißen, worum es mir in diesem Monat geht, denn
unser Leben ist zugemüllt mit Plastikteilen: eine Verpackung hier, ein
Schüsselchen da, eine Flasche hier, ein Kübel da.
Dass Plastik ein Müllproblem nach sich zieht, ist eigentlich hinlänglich
bekannt.
Wissen wir aber überhaupt, ob Plastik nicht doch schädlich für uns ist?
Erst kürzlich sind Dokumentationen ausgestrahlt worden, die vor allem
Plastik und Plastikverpackungen die Schuld an der schleichenden Vergiftung
des Menschen geben. Einen Beitrag des ORF habe ich hier gefunden:
http://www.youtube.com/watch?v=AVyDkV-Xx88&feature=related
Am 25.2 startet in Deutschland bundesweit der österreichische Dokumentarfilm
"Plastic Planet", der hierzulande bereits hohe Wellen geschlagen
hat und den Segnungen des Plastikzeitalters an den Kragen geht.
"Kunststoffe können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern
und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen.
Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum reagiert die Industrie
nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in
Wüsten und Meeren?"
Forscher fanden in 95 % von Probanden eine hohe Anzahl bedenklicher
Chemikalen im Blut, die über Essen, Luft und die Haut in unseren Körper
gelangen. Stoffe wie Phtalate oder Bisphenos A können das Nervensystem
schädigen, sind oft Auslöser für psychiatrische Krankheiten und stehen
in Verdacht das Verhalten von Kindern zu beeinflusen und die Fortpflanzungsf
ähigkeit dramatisch herabzusetzen.
Angesichts dieser ungeklärten Fragen und der Aktualität ruft der Knauserer
für den März ein Plastikfreies Monat aus. Frei nach dem Motto, das Sabine
im Forum formuliert hat:
"Plastikfrei leben" ist wieder mal ein schöner Anreiz, sich Gedanken über
sein Verhalten zu machen und es so gut es geht zu korrigieren. Auf alle
Fälle kann jeder doch zum gewissen Teil seinen Beitrag zu weniger Plastik
leisten.
Wissen wir denn überhaupt, was in unserem Haushalt oder Büro alles aus
Plastik ist?
SCHRITT 1:
DURCHS HAUS GEHEN und KUNSTSTOFFE ENTDECKEN
Am Anfang einer Plastikreduzierung muss eine Entdeckungsreise stehen.
Wo vewenden wir denn überhaupt Kunststoffe. Das ungeliebte Plastiksackerl
fällt noch jedem auf, vielleicht auch noch der Tupper"degl" und die
Gießkanne. Weniger auffallend ist da schon der PC, das Handy, der
Ordner ... Und vielleicht unbekannt und versteckt finden sich Kunststoffe
zB in der Beschichtung von Konservendosen.
Wahrscheinlich ist die Anzahl von Kunststoffprodukten im Haushalt
enorm.
Es wäre jetzt natürlich völlig widersinnig, all das entsorgen zu wollen.
Wir wollen ja nicht mutwillig Müll produzieren. Aber in unserem plastikfreien
MOnat muss
SCHRITT 2 sein:
ALTERNATIVPRODUKTE FINDEN
Es gibt genügend Alternativen zu Plastik: Papier, Glas, Holz, Textilien,
Karton, biologische Verpackungsmaterialien, haltbare Metallbehälter ...
(Alufolie möchte ich jetzt zB nicht als Alternative sehen)
Im Forum haben sich genug Ideen zu Ersatzprodukten angesammelt:
http://einfach-leben.freeky.at/read.php?12,13335,page=1
Hier ein paar Beispiele:
- Für den Obsteinkauf von zu Hause Papiertüten mitbringen
- bei Getränken auf Glasflaschen schauen
- Töpfe ohne Beschichtung kaufen (zB Gußeisen)
- Joghurt, Sahne etc. im Glas kaufen
- Wäscheklammern gibt es aus Holz
- Tupper durch Glas ersetzen oder Holzbehältnisse (Brotdose) ersetzen
- Essensreste in Keramikbehältern mit Deckel aufbewahren
- etc. etc.
Wer weitere schöne Ideen hat diese bitte hier reinposten:
http://einfach-leben.freeky.at/read.php?12,13335,14045,page=2#msg-14045
Ganz schwierig wird es bei Putzmitteln und Körperpflegeprodukten.
Vielleicht ein schöner Zeitpunkt hier mal auf Alternativprodukte aus
eigener Produktion zu setzen.
Weitere Ideen gibt es hier:
- Shampoo kann zB durch Bier ersetzt werden
- Seife statt Duschgel
(http://einfach-leben.freeky.at/read.php?12,13335,page=1)
- auf Alternativprodukte wie Lavaerde, Waschnüsse setzen, die nicht
in Plastik verhüllt daherkommen.
Auch bei Lebensmitteln ist das gute alte Selbermachen ein wahrer
Befreiungsschlag in diesem Plastiksparmonat.
Damit die Suche nach Alternativen auch richtig gelingt, rate ich euch
zu dem Schritt den Sonnenwind im Forum gesetzt hat:
"Ich hab mal testweise alle Plastikschüsselchen, Tupper- und verschliessbare
gehortete Eis- und sonstige Dosen in den Keller geräumt, um zu
sehen, ob ich mit den Keramik- und Glasschüsseln, von denen ich ja auch
jede Menge hab, nicht voll und ganz auskomme. Wir sind so weit übereingekommen,
dass wir nicht etwa neu kaufen, weil das aktuelle Teil nunmal
aus Plastik ist. Aber wenn was ersetzt werden soll/muss, wollen wir
versuchen eine nach Möglichkeit plastikfreie Alternative zu finden."
SCHRITT 3:
AUF KUNSTSTOFFE BEI NEUANSCHAFFUNGEN VERZICHTEN
Bei Neuanschaffungen aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse auf Kunststoffe
verzichten.
Das erklärte Ziel des Monats sollte sein: keinen gelben Sack zu
produzieren, oder zumindest aus einem gelben Sack einen halben machen!
Und wie sieht es aus mit den Kosten:
Das interessante Fazit, das Frau Krautwaschl (Familie aus dem ORF-Beitrag)
zu den Kosten der Plastikvermeidung zieht ist sehr interessant und
knauserermäßig:
"man kauft nicht unbedingt teurer sein. einzelne Produkte ja, aber
durch das vernünftige Einkaufen wird es wieder günstiger."
SCHRITT 4:
Was tun, wenn die Vermeidung nicht funktioniert?
a) Verpackung im Markt lassen (Erziehungseffekt)
b) Und wenn man nun Plastik gekauft hat, so sollte man versuchen, ihm
zumindest ein zweites Leben in Form von Recycling im Haushalt zu
gönnen: die großen Kunststoffbeutel, in denen das Klopapier daherkommt,
als Müllbeutel hernehmen
Links und weiterführende Infos:
Hier der Thread im Diskussionsforum zum Mitmachen:
http://einfach-leben.freeky.at/read.php?12,13335,14045,page=2#msg-14045
Aktion gegen das Kunststoffsackerl in Facebook
http://www.facebook.com/home.php?#!/group.php?gid=274212834586
Die österreichische Familie, die auf Plastik verzichten möchte
http://www.keinheimfuerplastik.at
Im April würde ich sagen FERNSEHFREI!!!
Hier die passende Diskussion:
http://einfach-leben.freeky.at/read.php?22,14090
* Michi spinnt
Am 11.Jänner dieses Jahres konnte ich mich nach langer Zeit endlich
aufraffen, einen Spinnkurs zu besuchen. Einerseits will mein Schwiegervater
heuter Schafe halten, da ist dann Wollverarbeitung ein Thema.
Andererseits sollte es der letzte Kurs sein.
Immerhin waren 4 Teilnehmerinnen bekommen und gegen ein Entgelt von
8 EUR bekam ich den Wollrohstoff und ein Leihspinnrad.
Das Spinnrad
war eine sehr robuste moderne Holzkonstruktion, wie ihr sie zum Beispiel
in diesen Web-shops sehen könnt:
http://www.wienerwebwaren.at/onlineshop/index.html
http://www.anettes-wollwerkstatt.de/html/spinnrader_und_zubehor.html#Spinnraeder
Die Kursleiterin hat angemerkt, dass es sehr schwierig ist, funktionsf
ähige Spinnräder gebraucht zu kaufen. Von Ebay ist gänzlich abzuraten,
eher hat man Glück, wenn man einen Dachbodenfund gegen kleines Geld abl
öst.
Worauf muss man achten?
- Das Spinnrad läßt sich leicht treten und läuft rund.
- Das Rad läßt sich links und rechts antreiben.
- Das Rad läuft sauber in der Führung und hüpft nicht.
- Die Spindel läuft sauber in der Führung und hüpft nicht, läßt sich
aber leicht entfernen.
Zum Aufbei des Spinnrad habe ich hier eine schöne Seite gefunden:
http://www.handspinngilde.org/Handspinnen/Spinnrader/spinnrader.html
Der Rohstoff
Versponnen werden Wollfasern wie zB diese hier
http://www.wolle-traub.de/Filz-%20und%20Spinnwolle/Naturfarbige%20Wolle%20im%20Kammzug.html?SwSess=4990a94e6c0a8fa9e8d9b874f1129122
Das ist der Rohstoff, den man nach Schur, Wäsche, Kämmen oder richtiger
Kardieren/Kardätschen und ggf. Bleichung oder Färbung erhält. Im
Prinzip lose Fasern, denen man nun mit dem Spinnen eine "Orientierung"
gibt.
Bei uns im Kurs wurde aus einem Shop zugekauftes Wollflies in weiß
und braun verwendet.
WIE spinnt man?
a) zuerst setzt man sich hin und versucht das Rad mit dem Fuß in
gleichmäßiger Geschwindigkeit zu halten (und zwar für das Spinnen
RECHTSRUM).
b) Nun fädelt man den Hilfsfaden auf. Weil ich das nicht selber
gemacht habe, verweise ich euch auf die sehr detaillierte Anleitung
hier:
http://www.handspinngilde.org/Handspinnen/Anleitung_Handspinnen/Spinnrad.html
c) Und jetzt nimmt man das Wollvlies auf den Schoß und lockert es
schon mal leicht auf, sodass ein feines Vlies vor einem liegt. Für
Rechtshänder gilt nun folgendes: die rechte Hand füttert das Wollvlies
in die sich drehende Spindel, wobei man immer knapp hinter dem Punkt
mit der Hand sein sollte, wo die Drehung stattfindet.
Die linke Hand lockert hinten das Vlies und füttert die rechte Hand mit
der gewünschten Menge Fasern. (Am Anfang kann von gewünscht nicht
die Rede sein).
Man braucht gut 2 Stunden bis man den Dreh halbwegs heraus hat. Aber
es macht irgendwie Spaß und nach 2 Stunden hatte ich zwei kleine
Knäuel Faden beisammen.
EINEN KNäuel machen?
Nun nimmt man diese zwei Knäuel und dreht nach links. Genau kann ich
mich an diesen Vorgang (der viel einfacher war als das Spinnen selber)
nicht mehr erinnern. Die Beschreibung hier ist auch sehr kompliziert:
http://www.handspinngilde.org/Handspinnen/Anleitung_Handspinnen/Spinnrad.html
Jedenfalls war das Ergebnis ein zweifarbiger hübscher Knäuel Wolle.
Da ich den Dreh nicht ganz raus hatte, entstand eine etwas unregelm
äßige "Effektwolle". Zum Stricken würde sie sich nicht eignene, da
ich einige dünne Stellen produziert hatte, aber ich werde sie mal
verweben - drauf freue ich mich schon!
Jeder, der das Spinnen mal probieren wollte, sei hiermit dazu ermuntert.
Wir Damen saßen da am Spinnrad und verbrachten einen
vergnüglichen Abend bei "Arbeit" und Gesprächen.
Es ist nun nicht wirklich schwierig und kann leicht erlernt werden.
Das größte HIndernis dürfte das Spinnrad sein, aber auch das läßt
sich organisieren.
Wer das Spinnen mit dem Spinnrad beherrscht, kann sich dann an die
einfacheren aber schwieriger zu bedienenden Handspindeln wagen:
http://www.handspinngilde.org/Handspinnen/Handspindeln/Handspindeln.html
* Christels Welt: Aufräumen, das unleidige Thema, gelöst im Sinne
des Knauseres mit der üblich prallen Lebensfreude
Wer auch ein Problem mit dem Aufräumen
Ich erkläre das anhand des Kleiderschranks.
Der ist mal wieder total verwurschtelt und man müsste ihn längst
aufräumen und misten.Aber da scheint die Sonne und man geht lieber
raus.
Wenns denn regnet hat man dann sowieso keine Lust.Und endlich ist der
Tag X gekommen. Man räumt alles aus dem Schrank und schmeisst die
Sachen erstmal aufs Bett.
Und da ruft eine liebe Freundin an. Man verratscht sich.
Dann pressierts und stopft alles in Sekundenschnelle wieder in den
Schrank rein. Und ist schlechter dran wie vorher.
Lasst Euch von meinem funktionierendem Vorschlag inspirieren.
Es funktioniert mit kleinen Einheiten.
Man stellt als erstes die Eieruhr auf 10 Minuten.
Und räumt einen Stapel Pullover aus dem Schrank.
Wenn man nur Zusammengebolltes und Verwurschteltes im Schrank hat,
dann eben die Menge eines Pulloverstapels.
Wischt die Stelle.
Schaut die Pullover durch.
Entsorgt die man nicht mehr will.
Und legt die andern schön zusammengefaltet wieder in das Fach.
Und nimmt sich den 2. Stapel vor.
Und schon klingelt der Wecker.
Uuuund nun gaaanz wichtig!!!!!
Aufhören.
Erst am nächsten Tag oder wann man wieder Lust hat weitermachen.
Denn wenn man zuviel auf einmal macht, verliert man schnell die Lust.
> Vorteile dieser Methode:
> 1. man kann sofort aufhören und nichts liegt sonst wo rum.
> 2. man räumt in eigenen Rhytmus auf.
> 3. und man glaubt nicht in einer oder zwei Wochen ist der Schrank
> piccobello
> 4.DIESES SYSTEM EIGNET SICH FÜR ALLE ANDEREN SACHEN AUCH
> wie Keller oder Garage entrümpeln
> Küche durchputzen
> Besteckkästen( heute das Gabelfach, morgen die Löffel)
> Bücherregale misten (immer nur 5 Bücher rausnehmen)
> Fenster putzen
> und was sonst so anfällt.
Und das Erstaunliche ist, dass es fuktioniert.
Und man nieee das Gefühl hat einen Grossputz zu machen.
Es geht alles spielerisch und freut einen.
- Alternative Medizin - ist das was für Knauserer? - Teil 3
Schüssler-Salze und Körbler Strichcodes
SCHÜSSLER SALZE
Katrin versorgt mich nun schon einige Zeit mit Informationen zu SchüsslerSalzen,
die sie gerne und mit großem Erfolg verwendet.
99% der Medikamente sind überflüssig und unnütz:
Wichtig ist eine gesunde Lebensweise mit gesunder Ernährung und ...
"Wenn ihr euch was wünscht, dann rate ich euch, sich eine kleine Hausapotheke
mit allen Schüsslersalzen schenken zu lassen, wenn man sich damit auskennt,
braucht man auch keinen Arzt mehr."
Wenn sich einer in der Gesundheit mit den Schüßler-Salzen auskennt spart man
sich das Krankwerden und den Arzt. Diese Dinge sind ja inzwischen sehr
teuer geworden. Man hält uns da extra unwissend, um zu verdienen.
Literatur und Links
Sehr gut ist das Buch von Carolim QUast
"Symoptomverzeichnis zur Schüßler-Salz-Therapei für Tiere"
kostenlose Gesundheitstipps gibt es bei: www.dr-schnitzer.com
Berichte aus der Praxis
Man kann die Salze bei Mensch und Tier bei den gleichen Symptomen anwenden.
Also schaue ich, was bei Ganglion ( Überbein) bei Tieren hilft und empfehle
das einer Freundin - es funktioniert.
Dann kann man sich eine Schüßlersalz-Mischung ( mindestens Salze 1-12)
zulegen. Preiswert über www.omp-apotheke.de
Dann ertauscht man sich bei www.buchticket.de ein Buch über Schüler und ich
sage Euch aus eigener Erfahrung, dass ich meine 14 Jahre alte Sinusitis mit
den Schüßlersalzen Nr.8, Nr.6 und Nr.4 wegbekam.
Meine Katzen bekommen Schüßlersalze in die Aufzuchtmilch oder unter das
Trockenfutter gestreut.
www.schuessler-compendium.de da gibt man das Symptom ein und bekommt das
passende Salz genannt. Das kann man anwenden, wenn man sich nicht auskennt
oder nicht nachschlagen will.
Das beste Kosmetikum ist die Schüßlersalbe Nr. 11 = Silicea. Schönheit kommt
sowieso von innen wie auch Hautkrankheiten von innen kommen und auch so
geheilt werden müssen.
EM-A
Wer eine chronische Krankheit hat, kann gleich noch einen Spritzer EM-A
außer ins Wischwasser auch in sein Trinkwasser tun.
Was ist in EM-A effektive Mikororganismen = Milchsäurebakterien, die
normalerweise in einem gesunden Darm vorhanden sind.
Wem das nicht geheuer ist der kann VITA BIOSA nehmen, da kostet sie
Flasche 35 Euro. EM-A ist nichts anderes, nur ohne Kräuter und oft für
5 Euro der Liter zu erhalten.
EM-A ist das Gegenteil von Antibiotika, nämlich Probiotika.
Nimmt man das regelmäßig, bleibt man gesund. Mensch und Tier können es
gefahrlos anwenden. Viele Pferdezüchter wenden es zum Leidwesen der TÄ an,
die verdienen dann an Krankheit kaum noch was, weil die Tiere gesund
bleiben.
Wer mal das Buch von Carlo Weicher " Krank durch Antibiotika " in die Hände
bekommt, wird die Zusammenhänge verstehen.
KÖRBLER STRICHCODES (von Hilde)
Und meine neuester Favorit: Medizin zum Aufmalen..Körbler Strichcodes
Dazu hab in einem Akt der Selbstsabotage meine Hand in der Türklinke
(innen)hängenlassen, während ich eiligst den Raum verlassen wollte. Fazit:
Finger2,3,4 kräftig überdehnt, Grundgelenk blau, geschwollen...
Konnte nicht mal ein Messer halten, geschweige denn irgend etwas damit tun.
Therapie: Zapper(Power Tube)
und dann malte ich mir abends mit grünem Stift eine Sinuskurve quer drüber.
Morgens: Schmerz weg, Schwellung fort, Beweglich-und Belastbarkeit total
wiederhergestellt.
Ich wusste, dass es bei einer vom Tierarzt dem Schlachter geweihten Kuh
geholfen hat...und mein Mann seinen Schnupfen damit über Nacht vertrieb,
aber dass das auch bei mir so funzte, da war ich schon sehr überrascht.
Es kommt aber wie immer drauf an, dass man das für den betreffenden
"Fall" im Moment optimale rausfindet und dass man mit dem Therapeuten
"kann"...und dass er auch sein Handwerk Kann!..was leider nicht immer
der Fall ist.
Ich wage nicht zu beurteilen ob was Humbug ist oder nicht, zählen tut
immer was ich leistbar zur Hand habe, oder selber kann und WAS schließlich
HILFT!
* Mit kleinen Tipps viel Sparen:
INTERNETTIPP:
SELBSTGEMACHTE BACKMISCHUNG (von Sigrid)
420 g Zucker
50 g Kakaopulver
150 g Nüsse, gehackt
1 TL Backpulver
½ TL Salz
200 g Mehl
in ein 1 liter rexglas füllen.
Anleitung dazu verfassen:
Für das Geschenk die Zutaten der Reihe nach in ein 1-l-Einmachglas füllen
und etwas andrücken. Deckel drauf und passend dekorieren.
Zusätzlich noch eine Papierrolle mit folgendem Text dranhängen:
Brownie-Backmischung!!
Fülle das Glas mit dem Brownie-Mix in eine große
Schüssel, gut durchrühren. Füge 175 g geschmolzene Margarine und 3 Eier
- vorher leicht anschlagen - hinzu. Durchrühren, bis sich ein glatter
Teig ergibt.
Fülle den Teig in eine gefettete und mit Brotkrümeln gepuderte Backform.
Achte darauf, dass der Teig 2 - 3 cm hoch ist.
Die Brownies bei 175°C etwa 30 - 40 Minuten backen. Abkühlen lassen und
dann in viereckige Stückchen schneiden.
INFO ZU WASSERGLAS!
wasserglas zum eiereinlegen? ist das unschädlich?
wir haben das beim Maturaball verwendet, um Plakate feuerfest zu machen,
ist erst transparent und flüssig, wird dann steinhart und splittert wie glas.
gibts in der apotheke/drogerie in riesenkanistern.
Leserbriefe zu Knauserer 02/2010
Zum Thema Vegetariermonat (von Rita)
Liebe Michi,
gerade habe ich mir den neuesten Knauserer zu Gemüte geführt, und möchte
gleich beim Vegetariermonat einhaken. Ich selber bin undogmatische Fleischesserin,
will heißen: ich esse welches, aber wenig (höchstens einmal pro
Woche). Und wenn, sorge ich mittlerweile fast immer dafür, dass es BioFleisch
ist. Das kostet zwar mehr, hat aber die bekannten Vorteile (artgerechte
Haltung, kurze Transportwege etc.). Womit ich nichts anfangen
kann, ist die Aussage: "Und anscheinend belasten Tiere das Klima". Das Tier
als leidende Kreatur ist sicher ein wirklich triftiger Grund, sich vom
Fleischkonsum ganz oder teilweise zu distanzieren. "Müßig", wie Du
schreibst, ist mir allerdings ganz und gar nicht, welche Auswirkungen
die Viehhaltung aufs Klima hat.
Wichtig erscheint mir, dass sehr viel mehr Menschen erkennen: Es hängt
alles zusammen. Die Länder, in denen Viehhaltung im ganz großen Stil
stattfindet, sind zwar in aller Regel weit weg von uns. In Regionen wie
z.B. Brasilien und Argentinien werden riesige Regenwaldflächen gerodet, um
darauf Viehfutter anzubauen bzw. sie als Weidefläche zu nutzen. Bis die
Tiere geschlachtet werden, haben sie jede Menge Futter gefressen und Wasser
getrunken. Und bei ihrer Verdauung haben sie bis dahin jede Menge Bäuerchen
gemacht, sprich: Methan abgegeben. Das Gas Methan wirkt ca. 20-mal stärker
als Kohlendioxid, das als Treibhausgas bekannt ist. Brandrodung und Methan
lassen sich also als Hauptübel identifizieren. Wir können uns zwar wegducken
und sagen: interessiert mich nicht. Aber die Auswirkungen in Form von
ungewöhnlich starken Stürmen, Hitze oder Regenfällen spüren wir seit Jahren
auch hier in Europa.
Die enormen Ausmaße dieser Rodungen lassen sich z.B. in dem Film "We Feed
The World" (Erwin Wagenhofer) sehr gut nachvollziehen. Der Film berichtet
u.a. auch über Hühnerproduktion (anders kann man das nicht nennen) in
Österreich und weltweiten Saatgut-Monopolismus durch den Konzern Monsanto.
Spätestens dann beginnt man zu begreifen, wie lukrativ die weltweite
Ernährung für Großkonzerne ist, und warum diese ein starkes Interesse daran
haben, Verbrauchern einzutrichtern, dass sie im Interesse ihrer eigenen
Gesundheit regelmäßig Fleisch oder auch andere Lebensmittel konsumieren
sollten ("Fleisch ist ein Stück Lebenskraft", "Die Milch macht's" etc.).
Wen der Regenwald interessiert, dem empfehle ich einen Blick auf die Homepage
von "Rettet den Regenwald" (www.regenwald.org). Die Organisation ist
sehr aktiv und initiiert immer wieder erfolgreiche Protestaktionen.
Mein Fazit: Dadurch, dass Bio-Fleisch naturgemäß teurer ist als Massenware,
kaufe ich automatisch weniger. Wenn es dann also mal eine Fleischmahlzeit
sein soll, kann ich diese auch viel eher als echten Genuss empfinden.
Für den Knauserer 04/2010 sind folgende Themen geplant.
Ich werde diese Themen im Diskussionsforum auch zur Diskussion
stellen. E-Mails mit euren Tipps und Meinungen sind aber auch
herzlich willkommen.
- "Die Kunst des stilvollen Verarmens" - erstklassige Zitate aus einem
weniger inspirierenden Buch
- Projekt 2010: 1 Monat ohne Glotze
- Kraftwerke im Selberbau (aber jetzt kommt es wirklich)
- Das Gartenjahr 2010 - was gibt es neues?
- Der Waldviertler - ein Regionalwährungsprojekt stellt sich vor
- Mit kleinen Tipps viel sparen
Forum: http://www.derknauserer.at
E-Mail: mailto: info@derknauserer.at
Impressum:
Der Knauserer ist ein kostenloses E-Zine, das ca.
12mal jaehrlich erscheint. Herausgeber: Michaela
Brötz, info@derknauserer.at - www.derknauserer.at
|