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Die Menschenrechtsorganisation Survival International hat eine globale
Briefkampagne gestartet, um unkontaktierte Indigene in Paraguay zu
schützen.
In Paraguay leben die einzigen unkontaktierten Indigenen in Südamerika
außerhalb des Amazonasgebiets. Ihr Wald wird zunehmend zerstört, um Platz
für Rinderzucht zu machen. Einige Angehörige der indigenen Gruppe der
Ayoreo-Totobiegosode haben bereits Kontakt zur Außenwelt. Sie versuchen
seit 1993 rechtliche Ansprüche auf einen kleinen Teil ihres angestammten
Landes zu geltend zu machen, die meisten Teile davon verbleiben jedoch in
privaten Händen.
Das brasilianische Viehzucht-Unternehmen Yaguarete Porá hat angekündigt,
einen erheblichen Teil ihres 780 Quadratkilometer großen Grundbesitzes zu
planieren, obwohl bekannt ist, dass unkontaktierte Ayoreo-Totobiegosode
dieses Gebiet nutzen. Das Areal liegt innerhalb der Grenzen des Gebietes,
das den Indigenen 1993 zugesprochen wurde.
Die Briefkampagne richtet sich an Paraguays Präsidenten Fernando Lugo. Vor
seinem Amtsantritt hatte er versprochen, die Indigenen und ihr Land vor
Eindringlingen zu schützen.
Der Direktor von Survival, Stephen Corry, sagte heute: „Die
unkontaktierten Ayoreo-Totobiegosode befinden sich in einer verzweifelten
Notlage. Sie müssen zusehen, wie ihr Wald um sie herum von Viehzüchtern
abgeholzt wird, welche wild entschlossen sind, große Teile der Fläche zu
zerstören. Warum sollen die Indianer von einer Ecke des Waldes zur nächsten
fliehen müssen? Sie wollen dort einfach nur in Frieden leben, genau so wie
es ihnen laut Gesetz zusteht.“
Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survival-international.de/nachrichten/5345
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