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Neue OZ: Kommentar zu Israel / USA / EU
Osnabrück (ots) - Aggressiv am toten Punkt
Eine "aggressive Friedensinitiative" hatte US-Präsident Barack
Obama versprochen. Und ist auch im zweiten Anlauf gescheitert.
Israels Rechtsaußen-Regierung hat den wichtigsten Verbündeten mit
skrupelloser Landnahmepolitik und Arroganz vor den Kopf gestoßen. Auf
palästinensischer Seite löst sich derweil immer weiter auf, was
dereinst das Grundgerüst eines Staates hätte bilden sollen. Gewachsen
ist allein der Hass zwischen PLO und Hamas.
Obendrein wird das wirtschaftliche Gefälle zwischen dem
Westjordanland und dem abgeriegelten Gazastreifen stetig steiler.
Deshalb werden die israelisch-palästinensischen Beziehungen in der
aktuellen Konstellation von Mächten und Personen nicht mehr über den
toten Punkt hinauskommen, an dem sie sich befinden. Dafür allein die
direkt Betroffenen und die USA verantwortlich zu machen griffe zu
kurz. Auch wenn Obamas "aggressive Initiative" bislang alles andere
als druckvoll daherkommt.
Niemand, auch nicht Russland, bindet die Hamas ein. Das ist
falsch, denn ihre Herrschaft in Gaza ist ebenso Tatsache wie ihre
Abhängigkeit vom Iran. Es mangelt zudem am Willen aller arabischen
Staaten, etwas Konstruktives an die Stelle ihrer zwiespältigen
Palästinenserpolitik und Feindseligkeit gegen Israel zu setzen. Und
die EU? Die hat sich mangels Initiative und Idee inzwischen bis zur
Unkenntlichkeit klein gemacht.
Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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