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Obamas Sieg gesichert / MetaInfo in der Wahlnacht:
Um 3:30 mitteleuropaeischer Zeit stand fest: Obama ist der Einzug ins Weisse
Haus nicht mehr streitig zu machen. der "Spiegel" meint noch "McCain kann kaum
noch gewinnen", womit man ihm noch einen Rest an Hoffnung erteilt, fuer die
keine Aussicht besteht.
Mit dem festgestellten Sieg im wichtigen Bundesstaat Ohio (vorher praktisch
aller wichtiger Ostkuestenstaaten und Pennsylvanias) erreichte Obama eine
Stimmenzahl der Wahlmaenner von +- 200 gegenueber McCain von weniger als der
Haelfte.
Die erforderliche Mehrheit liegt bei 270 Stimmen. Auch wenn zum aktuellen
Zeitpunkt die Wahl im Westteil der USA noch aussteht, ist Obama der Sieg
sicher: die Staaten der Westkueste - Californien, Washington und Oregon sowie
außerdem Hawaii waehlen durchweg mit demokratischen Mehrheiten und bringen
Obama 77 Stimmen.
Es mueßte also noch etwas ausgesprochen Unerwartetes geschehen, um die
Entscheidung zu kippen.
Nun kann also zur Tagesordnung uebergegangen werden in Erwartung des ersten
schwarzen amerikanischen Praesidenten.
Aus unserer Sicht wird dies fuer die USA eine Zeitenwende bedeuten, auch wenn
es sich nicht um eine Revolution handelt: sicher werden viele politische
Geschaefte noch im Rahmen des "business as usual" verlaufen.
Dennoch ist zu erwarten, dass eine Trendwende erfolgt zu einer sozial
gerechteren Wirtschafts- und Sozialpolitik.
Die außenpolitischen Beziehungen betreffend erwarten wir keinen ploetzlichen
Abzug aus dem Irak: fuer wahrscheinlich halten wir jedoch einen vergleichsweise
zeitnahen Abzugstermin, mutmasslich bis 2010. Den gigantischen
militaerisch-industriellen Komplex der USA, dessen Umsaetze der Marke von einer
Billion Dollar jaehrlich entgegenwuchsen, wird Obama nicht in den ersten Wochen
seiner Amtszeit auf Null schrumpfen koennen: sollte er dies ernsthaft
angreifen, dann wuerde hier ein laengerfristiger Umbauprozess zu erwarten sein.
Militaerische Abenteuer werden sich die USA unter Obama kaum noch leisten
koennen: die auslaendischen Geldfluesse, die sie bisher ermoeglichten,
schrumpften bereits in Anbetracht der ungeheuren Ueberschuldung des Landes auf
ein Minimum zusammen.
Fuer die Fortsetzung des Besatzungsbetriebs in Afghanistan wird es vermutlich
noch reichen.
Darueberhinaus duerften sich die politischen und oekonomischen Energien des
Landes in den ersten Jahren unter Obama auf den dringend erforderlichen
Regenerationsprozess fokussieren.
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