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Kritische Islamkonferenz fordert Bundesregierung zum Protest gegen
Hinrichtungen im Iran auf
Köln (ots) - Die Organisatoren der Kritischen Islamkonferenz haben
die deutsche Bundesregierung dazu aufgefordert, "in aller
Entschiedenheit" gegen die anstehenden Hinrichtungen von Ex-Muslimen
im Iran zu protestieren.
Im Fall des 28jährigen Ehsan Fattahian drängt die Zeit ganz
besonders: Wie Mina Ahadi, die Vorsitzende des "Zentralrats der
Ex-Muslime in Deutschland" (ZdE), berichtete, soll Fattahian schon am
frühen Mittwochmorgen wegen Apostasie (Abfall vom Glauben) exekutiert
werden.
Der Hinrichtungstermin wurde erst am vergangenen Sonntag bekannt
gegeben. Fattahian trat daraufhin in den Hungerstreik. Wie er sind
noch fünf weitere Glaubensabtrünnige von Hinrichtung in den nächsten
Tagen bedroht, elf weitere Personen sollen wegen politischer
Aktivitäten gegen das Mullah-Regime der Todesstrafe zum Opfer fallen.
"Wenn der internationale Druck stark genug ist, kann es gelingen,
Ehsan und die anderen Gefangenen zu retten!", sagte Ahadi, die in
Kontakt mit den Angehörigen steht und um deren Verzweiflung weiß.
"Wir fordern die deutsche Bundesregierung, namentlich Bundeskanzlerin
Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle, auf, offiziell im
Namen der Bundesrepublik Deutschland gegen diese eklatanten
Menschenrechtsverletzungen zu protestieren!", erklärte die
ZdE-Vorsitzende am Montagmorgen gegenüber hpd. "Nach Artikel 18 der
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder Mensch Anspruch
auf Religionsfreiheit", ergänzte Michael Schmidt-Salomon, der als
Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung einer der
Mit-Initiatoren der Kritischen Islamkonferenz ist. "Die
Bundesregierung hat sich einige Male für Menschen eingesetzt, die vom
Islam zum Christentum konvertierten. Es wird Zeit, dass sie sich
endlich auch für religionsfreie Menschen engagiert! Denn gerade sie
sind in theokratischen Systemen wie dem Iran besonders bedroht!" In
den vergangenen Jahren gelang es Ahadis Netzwerk immer wieder,
Menschen vor der Todesstrafe zu bewahren. "In Ehsans Fall ist die
Zeit sehr knapp, aber wir werden alles tun, was in unserer Macht
steht!", versprach Ahadi.
Originaltext: HPD - Humanistischer Pressedienst
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