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-----Original Message-----
From: coyote-l-bounces@mail.kein.org On Behalf Of kai weber
Sent: Friday, October 09, 2009 9:41 AM
Subject: [coyote-l] Syrien - Kahled Kenjo: Inhaftierung nach Abschiebung
bestätigt!
Die Inhaftierung des aus Deutschland nach Syrien abgeschobenen
kurdischen Flüchtlings Khalid Kanjo (s.
http://www.nds-fluerat.org/aktuelles/inhaftierung-nach-abschiebung-khali
d-kenjo/)
schlägt weitere Wellen. Amnesty international hatte eine "urgent action"
zu dem Fall ins Leben gerufen, da Kahlid Kanjo dei Wochen ohne Kontakt
zur Außenwelt war und vermutet wurde, dass er gefoltert würde.
Inzwischen ist bekannt geworden, dass er im Gefängnis Qamishli
festgehalten wird. Amnesty hat seine "urgent action" daher am 8.10.
zurückgezogen und stellt fest:
"Khaled Kenjo wurde am 13. September vom syrischen
Staatssicherheitsdienst in Qamishli im Nordosten Syriens in Haft
genommen. Im Jahr 2002 hatte Khaled Kenjo in Deutschland Asyl beantragt.
Sein Asylantrag wurde in allen Instanzen abgelehnt. Am 1. September 2009
schoben ihn die deutschen Behörden nach Syrien ab.
Die Anklage nach Paragraf 287 des syrischen Strafgesetzbuches lautet
Verbreitung "falscher" Informationen im Ausland, die dem Ruf des Landes
schaden könnten.
Khaled Kenjo konnte bei der Anhörung am 6. Oktober mit einem
Rechtsanwalt sprechen.
Soweit Amnesty International beurteilen kann, ist Khaled Kenjo damit
nicht länger unmittelbar in Gefahr gefoltert oder in anderer Weise
misshandelt zu werden."
(Quelle: siehe
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-267-2009-1/haftort-bekannt?destin
ation=node%2F5309)
sonstige bislang vorliegende Berichte:
Yekitimedia:
http://yekitimedia.org/de/index.php/nachrichten/275-der-am-01-september-
2009-nach-syrien-abgeschobene-khalid-kenjo-ist-verhaftet.html
CDF Syrien:
http://www.nds-fluerat.org/wp-content/uploads/2009/09/KhalidKanjo_CDF-Sy
rien-29.09.2009.doc
GfbV: http://www.gfbv.de/pressemit.php?id 24
Dieser Fall verdeutlicht, dass das Rücknahmeabkommen der Bundesregierung
mit Syrien, das Anfang diesen Jahres in Kraft trat, unverantwortlich
ist. Die von Deutschland nach Syrien Abgeschobenen werden einem Regime
überstellt, dass systematisch Menschenrechte missachtet. In Deutschland
müssen ca. 7000 Flüchtlinge aus Syrien eine Abschiebung nach Syrien
befürchten. Trotz der Festnahme von Khaled Kenjo schieben die deutschen
Behörden bislang ungerührt weiter nach Syrien ab. Gemeinsam mit anderen
Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen fordern wir die
Bundesregierung auf, dass Rücknahmeabkommen auszusetzen, da es die
Freiheit und das Leben der Betroffenen gefährdet.
gez. Kai Weber
coyote-l mailing list
coyote-l@mail.kein.org
http://mail.kein.org/mailman/listinfo/coyote-l
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