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Honduras schließt Schulen / Einschränkung von Kinderrechten /
Kindernothilfe beschließt Nothilfe-Programm
Duisburg/Tegucigalpa (ots) - Nachdem der Ausnahmezustand in
Honduras vor zwei Tagen aufgehoben wurde, zeichnet sich in dem
krisengeschüttelten lateinamerikanischen Land ein neuer Skandal ab.
Die Regierung unter Interims-Präsident Roberto Micheletti hat nach
Kindernothilfe-Informationen beschlossen, das Schuljahr elf Wochen
vor seinem regulären Ende zu beenden und damit die Kinder und Lehrer
für fast fünf Monate in die Zwangsferien zu schicken.
Für die Kindernothilfe und deren Partner vor Ort ist diese
Entscheidung ein Skandal, weil die Regierung ein politisches Problem
auf dem Rücken der Kinder austrägt. "Die Regierung will sich der
Lehrer als einer wichtigen Oppositionsgruppe entledigen. Aber die
Leidtragenden sind dabei wieder einmal die Kinder", erklärt Jürgen
Schübelin, Referatsleiter für Lateinamerika und die Karibik bei der
Kindernothilfe. Für die Kinder bedeute die Entscheidung eine massive
Einschränkung ihrer Bildungschancen. "Wenn man den ausgefallenen
Unterricht im Zusammenhang mit den Ausgangssperren und dem verhängten
Ausnahmezustand während der vergangenen Wochen hinzurechnet, wurden
die Mädchen und Jungen in einem der ärmsten Länder Lateinamerikas
damit praktisch um ein ganzes Schuljahr betrogen", so Schübelin.
Derzeit bereitet die Kindernothilfe den Einstieg in ein
überregionales Nothilfe-Programm vor. Es soll den mit Kindernothilfe
kooperierenden Nichtregierungsorganisationen und Kirchengemeinden die
Möglichkeit geben, während der Zwangsferien mit Stadtteil- und
Dorfprogrammen mehrere tausend Kinder zusätzlich zu erreichen.
Weitere Informationen unter www.kindernothilfe.de
Originaltext: Kindernothilfe
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- Pressekontakt
- Jürgen Schübelin steht für Interviews zur Verfügung.
Pressekontakt: Sascha Decker, 0203.7789 230, 0163-234 43 54
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