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Friss und stirb trotzdem: Europa stülpt Zentralamerika
Freihandelsabkommen über
Lüneburg/Berlin (ots) - Das bundesweite Netzwerk "Nein zum
Assoziierungsabkommen der EU mit Mittelamerika" fordert die sofortige
Aussetzung der Verhandlungen über ein Abkommen der EU mit den
mittelamerikanischen Ländern Nicaragua, El Salvador, Costa Rica und
Guatemala sowie die Revision der dem Abkommen zu Grunde liegenden
Parameter Freihandel und Wettbewerb. Zum Auftakt der bundesweiten
Aktionswoche der Kampagne werden heute alle Bananen aus den
Supermärkten der Lüneburger Innenstadt umetikettiert. Am Montag, den
25. Mai 2009 sind alle MedienvertreterInnen zu einer Pressekonferenz
mit dem nicaraguanischen Aktivisten William Rodriguez im Forschungsund
Dokumentationszentrum Lateinamerika (FDCL) eingeladen. Mit den
Aktionen wollen VertreterInnen des Netzwerks auf die drohenden
Auswirkungen des Assoziierungsabkommens der EU mit Zentralamerika
hinweisen.
Schon jetzt sind die armen Länder von der aktuellen Finanz- und
Wirtschaftskrise besonders betroffen, da die fragilen
zentralamerikanischen Volkswirtschaften am Tropf der schwächelnden
Industrienationen hängen. Ursache dieser desolaten Entwicklung ist
die jahrelang durch so genannte Freihandelsabkommen festgeschriebene
Deregulierung des Marktes. "Allein, diese katastrophalen
Entwicklungen führen nicht zum Umdenken", so Johanna Fincke von der
Christlichen Initiative Romero (CIR) und Mitglied der Kampagne `Nein
zum Assoziierungsabkommen` und betont weiter: "Schlimmer noch: Ohne
aus den Fehlern zu lernen fordert die EU von den
zentralamerikanischen Ländern nicht nur die Öffnung ihrer Märkte für
europäische Unternehmen sondern darüber hinaus auch die
Liberalisierung ihres Finanzmarktes."
Noch Ende dieses Jahres will die EU das Abkommen besiegeln. Aber
es formiert sich Widerstand, wie Andres Schmidt vom Ökumenischen Büro
für Frieden und Gerechtigkeit und Mitinitiator der Kampagne betont:
"William Rodriguez vom nicaraguanischen Netzwerk `Otro mundo posible`
(eine andere Welt ist möglich) macht eine Rundreise durch
Deutschland, um über die negativen Auswirkungen des Abkommens auf die
Länder Zentralamerikas zu informieren. Mit ihm und anderen Aktiven
der Kampagne werden wir heute in die Supermärkte der Innenstadt gehen
und die Bananen umetikettieren. Statt Chiquita oder Dole wird dann
das Logo 'Nein zum Freihandelsabkommen' die Lüneburger Bananen
zieren." Alle MedienvertreterInnen sind eingeladen, am 22. Mai an
der Aktion in der Lüneburger Innenstadt und an der Pressekonferenz
am 25. Mai um 13:00 Uhr im Forschungs- und Dokumentationszentrum
(FDCL) in Berlin teilzunehmen.
Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Lateinamerika (FDCL)
finden Sie im Mehringhof, Aufgang 3, 5.Stock, Gneisenaustraße 2a,
Berlin
Originaltext: Christliche Initiative Romero
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58468
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58468.rss2
- Pressekontakt
- Johanna Fincke/ Christliche Initiative Romero (CIR)
Mobil: 0160/ 97689503
Andrés Schmidt/ Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit
Mobil: 0179/1321575
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