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Nûçe Nr. 445
unter anderem mit:
120 Festnahmen, 48 Haftbefehle gegen Mitglieder der BDP
Razzien in der Türkei dauern an
Proteste gegen Repression halten an
Streiks in Diyarbakir, Batman und Urfa
Fraueninitiative für Frieden erklärt:
Wir wollen keine Kriegskultur!
Lied in kurdischer Sprache gesungen – von Polizist erschossen
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/nuce/NUCE445-1231.pdf
oder
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/nuce/index.htm
120 Festnahmen, 48 Haftbefehle gegen Mitglieder der BDP
Razzien in der Türkei dauern an
In der Türkei und Nordkurdistan finden konzertierte groß angelegte
Razzien gegen Mitglieder der BDT statt. Bei diesen Razzien sind seit dem
24.12. 140 Mitglieder von NGOs, Mitglieder der BDT so wie verschiedene
BürgermeisterInnen festgenommen worden. Den festgenommen BDPlern wird
„Mitgliedschaft im Rat der Türkei der KCK“ (KCK/TM) vorgeworfen. Das
Ermittlungsverfahren wird von sechs eigens für dieses Verfahren
bevollmächtigten Staatsanwälten durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft
wirft den im Rahmen des Ermittlungsverfahrens Festgenommenen und
vernommenen BürgenmeisÂtern weiterhin vor „auf Befehl der Organisation
BürgenmeisÂter geworden zu sein“.
Sowohl die Razzien als auch die Vernehmungen mit anschließender
Erteilung eines Haftbefehls dauern an.
Mehmet Emin Aktar, Vorsitzender des Rechtsanwaltsvereins von Diyarbekir
erklärte: „Wir können hier als Anwälte überhaupt nichts ausrichten … Wir
gehen davon aus, dass die Haftbefehle schon beschlossene Sache waren,
bevor das Gericht darüber entschieden hat. Hier wird nicht Recht
gesprochen. Hier regiert die Politik. Als Jurist protestiere ich gegen
ein solches Vorgehen“.
Haftbefehl auch gegen Sebahat Tuncel und Aysel TuÄŸluk
Am 30.12. erschien die Polizei vor der Parteizentrale der Partei für
Frieden und Demokratie (BDP) in Ankara, um die Vorladungen des
Schwurgerichts an den übergetretenen Abgeordneten der verbotenen Partei
für eine demokratische Gesellschaft (DTP) von Diyarbakir, Sebahat
Tuncel, und die DTP-Politikerin Aysel Tuğluk zu übergeben.
Den beiden führenden kurdischen Politikerinnen der vor drei Wochen
verbotenen Partei wird von der Staatsanwaltschaft „Unterstützung einer
Terrororganisation“ vorgeworfen.
In dem Bericht der Polizei an das Schwurgericht hieß es, dass die beiden
Politikerinnen nicht angetroffen worden seien. Das 11. Schwurgericht von
Ankara entschied nun, dass Haftbefehl erlassen werde. In dem Beschluss
dazu schreibt das Gericht, dass die Personen vor Gericht nicht
erschienen seien und eine Entschuldigung dafür bisher ausgeblieben sei.
BDP-Mitglieder sagten aus, dass die beiden Politikerinnen nicht im
BDP-Gebäude gewesen seien. Die Polizei habe den angetroffenen
BDP-Mitgliedern die Gerichtsentscheidung mitgeteilt. Die Abgeordneten
berufen sich auf diesen Umstand und verweigern jede Aussage
beziehungsweise Ladung vor Gericht.
(ANF, 29.12.; AK, 30.12., ISKU)
Proteste gegen Repression halten an
Streiks in Diyarbakir, Batman und Urfa
AMED – In Diyarbakir und Batman haben ArbeiterInnen aus Protest gegen
die Repression gegen die BDP (Partei für Frieden und der Demokratie) die
Arbeit niedergelegt.
ArbeiterInnen der Gemeinde Kayapınar haben mit einer vierstündigen
Niederlegung der Arbeit gegen die Verhaftung von 23 Personen, darunter
auch der Bürgermeister von Kayapınar, Zülküf Karatekin, protestiert.
Die in der Gewerkschaft Genel-İş organisierten ArbeiterInnen haben vor
dem Gebäude der Gemeindeverwaltung von Kayapınar eine Kundgebung
abgehalten und Parolen wie „Dem Willen können keine Handschellen
angelegt werden“ oder „Die Repression kriegt uns nicht klein“, gerufen.
Der Vorsitzende der Genel-İş Gewerkschaftsabteilung Diyarbakir, Sadık
Demir, hat eine Rede gehalten, in der er kritisierte, dass die
Staatsanwaltschaft auf Anweisung der AKP arbeiten würde sowie, dass die
Bürgermeister ohne rechtliche Grundlage verhaftet worden wären.
Anschließend hat Gewerkschafter Tahsin Yaraşır eine Erklärung der
Genel-İş Gewerkschaft verlesen, in der er an das Verbot der demokratisch
legitimierten DTP erinnernd auf den Versuch, KurdInnen aus dem
politischen Leben zu drängen aufmerksam machte. Zu den Verhaftungen von
gewählten Bürgermeistern und PolitikerInnen erklärte Yaraşır: „Wir
fordern die Freilassung der VertreterInnen des kurdischen Volkes, vor
allem der verhafteten BürgermeisterInnen. Wir kritisieren die regierende
AKP, die diese Politik als rechtmäßig unserem Volk gegenüber betrachtet.
Wir haben nicht mehr verbrochen als sie auch.“
Bis die BürgermeisterInnen freigelassen werden, wollen die ArbeiterInnen
die Aktionen fortführen. Morgen soll ebenfalls gestreikt werden und ein
Sitzstreik vor dem Gebäude der Hauptverwaltung von Diyarbakir stattfinden.
Eine Woche Arbeitsniederlegung und Sitzstreik in Batman
BATMAN – In Batman haben ArbeiterInnen der DİSK/Genel İş Gewerkschaft
heute ebenfalls die Arbeit niedergelegt. Um gegen die Repression gegen
die BDP zu protestieren, wird eine Woche lang jeden Tag eine Stunde
nicht gearbeitet, sondern vor dem Gebäude der Stadtverwaltung ein
Sitzstreik durchgeführt.
Halis Yakut, Vorsitzender der Genel İş Gewerkschaft von Batman, hat
während einer Kundgebung eine Rede gehalten. Unter den 23 Verhafteten
BürgermeisterInnen befindet sich auch Nejdet Atalay, gewählter
Bürgermeister von Batman.
Yakut erklärt in seiner Rede: „Hinter dieser Aktion steht die Forderung
‚Wir wollen unseren Willen, wir wollen unseren Vorsitzendenâ€TM. Wir
hoffen, dass das Recht dem Volk von Batman seine Aufmerksamkeit schenkt
und den Bürgermeister und seine FreundInnen freilässt. (…)
Wir werden jeden Tag zwischen 8.00 und 9.00 die Arbeit niederlegen und
mit einem Sitzstreik protestieren. Wir rufen alle Betroffenen,
Interessierten, alle, die gegen dieses Vorgehen sind auf, sich
anzuschließen. Als Bevölkerung von Batman werden wir bis zur Freilassung
unseres Vorsitzenden Nejdet Atalay, unsere Läden mit schwarzen Bändern
behängen.“
In Viranşehir wird es jeden Freitag eine einstündige Arbeitsniederlegung
geben
URFA – Im Landkreis Viranşehir der Provinz Urfa haben Mitarbeiter der
Stadtverwaltung einen einstündigen Streik durchgeführt, um gegen die
Verhaftungen der BDPler zu protestieren. Vor dem Gebäude der
Stadtverwaltung haben sich MitarbeiterInnen und Mitglieder des
Stadtparlaments versammelt.
Haci Çetin, Vorsitzender der Tüm-Bel Gewerkschaft von Urfa, hat während
der Kundgebung eine Rede gehalten, in der er betont, dass die Festnahmen
der VertreterInnen des Volkes einer Festnahme des ganzen Volkes
gleichkämen. „Nicht einmal zu Zeiten des Militärputsches vom 12.
September 1980 wurden die VertreterInnen des Willens unseres Volkes so
schlecht behandelt. Ihnen wurden keine Handschellen angelegt. Doch heute
legt die AKP-Regierung dem Willen des Volkes Handschellen an. Doch diese
Repressalien werden uns nicht kleinkriegen. Wir verurteilen die
Situation, in welcher gewählte VertreterInnen Handschellen verpasst
bekommen. Wir sagen der AKP-Regierung, dass sie nicht auf Anweisungen
aus dem Ausland von Fesseln Gebrauch machen soll, sondern fordern sie
auf, mit uns gemeinsam die Probleme zu lösen. Unsere Aktion ist nur eine
Mahnung. Wir werden nun jeden Freitag um 11.00 Uhr die Arbeit niederlegen.“
In seiner Rede betonte Yakut, es sei nicht Ziel der Aktion die Dienste
fürs Volk zu lähmen.
Auf der Kundgebung wurden Parolen wie „Wir sind alle Leyla, wir sind
alle verhaftet“ oder „die BDP ist das Volk“ gerufen.
(ANF, 28.12., ISKU)
Fraueninitiative für Frieden erklärt: Wir wollen keine Kriegskultur!
Die Mitglieder der Fraueninitiative für Frieden haben dem Parlament per
Fax mitgeteilt, dass es 2010 keinen Kriegsetat geben, sondern das Geld
für Frieden genutzt werden soll. Die Frauen der Initiative versammelten
sich vor einer Post in Ankara in Kizilay und hielten eine
Pressekonferenz ab. Auf ihren Schildern war zu lesen: „Wir wollen keinen
Kriegsetat, wir bestehen auf Frieden!“ Sie riefen Parolen wie „Keinen
Kriegs- sondern einen Friedensetat“, „Die Festnahmen schüchtern uns
nicht ein“ und „Hoch lebe die Frauensolidarität“.
Wir wollen endlich Frieden
Die Sprecherin der Pressekonferenz Tugce Cetin von der Fraueninitiative
für Frieden erklärte, dass im Rahmen der Verhandlungen für den Etat für
2010 herauskam, dass der Etat vom Verteidigungsministerium der höchste
sei. Die Türkei ist ein Land, das gegen die eigene Gesundheit Krieg
führt, sagte Cetin. Während für den Gesundheitsetat 13,9 Mio. Lira
eingeplant sind, bekommt das Verteidigungsministerium 15,1 Mio. Wir
wollen endlich Frieden haben, sagte Cetin: „Wir haben die Kriegssprache,
den Kriegsetat, die Kriegskultur und das Leben im Krieg satt! Dieser
seit 25 Jahren andauernde Krieg hat das Leben Tausender Jugendlicher
zerstört. Mit den Milliarden für den Krieg hätten Hunderte Schulen,
Krankenhäuser und Schutzeinrichtungen gebaut werden können, aber es
wurde in Waffen, Panzer und Bomben investiert.“
Nichtsdestotrotz sind wir hoffnungsvoll
Das kurdische Volk, so Cetin, fordert Frieden trotz aller Repression,
Festnahmen und feindlichen Gebaren „Trotz allem fordern wir als Frauen
Frieden. Trotz des DTP-Verbots, trotz dessen, dass die
BürgermeisterInnen und die Vorsitzenden ohne auch nur in der neuen
Partei politisch aktiv werden konnten, festgenommen worden sind, Häuser
und Arbeitsstellen durchsucht werden, in der Türkei auf allen Seiten
aufgerüstet wird, Waffen verteilt und im Namen der Nation viel Blut
vergossen wird, zwischen den seit Jahren zusammenlebenden Völkern Samen
der Feindschaft gesät wird, trotz der verbalen, sexistischen Angriffe
vom Vizepräsidenten Bülent Arinc gegen die ehemalige DTP-Vorsitzende
Emine Ayna und trotz des Verlustes von politischem Niveau, hoffen wir
auf Frieden. Wir fordern Frieden!“
Mit dem Geld wird seit 25 Jahren Krieg geführt, die kurdische Frage
nicht gelöst und eine Lösung ist nicht in Sicht, so Cetin „Die Waffen
müssen endlich schweigen. Wir Frauen akzeptieren nicht, dass mit unseren
Steuern der Krieg finanziert wird. Wir wehren uns gegen den Kriegsetat.“
Im Anschluss an die Erklärung schickten die Frauen das Fax an die
Abgeordneten.
(ÖP, 28.12., ISKU)
Lied in kurdischer Sprache gesungen – von Polizist erschossen
In Ankara wurde Emrah G., als er in einer Bar ein Lied in kurdischer
Sprache gesungen hat, von dem Polizisten einer Spezialeinheit
erschossen. Emrah G. starb am Ort des Geschehens, eine weitere Person
wurde schwer verletzt.
Meldungen zufolge spielte sich der Zwischenfall in der Filika Bar in
Ankara ab. Der Polizeibeamte S. A., Angestellter der
Ankara-Sicherheitsdirektion, war gemeinsam mit seiner Schwester und
weiteren Freundinnen ausgegangen. Um 6.00 morgens erreichten sie die
Filika Bar. Dort saß eine Gruppe Menschen, die kurdische Lieder sangen
und sich amüsierten.
Eine Freundin des Polizeibeamten pöbelte die, die kurdische Lieder
sangen, an und erklärt, dass sie sich durch das Singen in kurdischer
Sprache gestört fühle. Daraufhin begannen lautstarke Diskussionen
zwischen den beiden Gruppen. Die, die kurdisch gesungen hatte, verließ
daraufhin die Bar. Der Polizeibeamte soll dann seine Waffe gezogen und
das Feuer eröffnet haben. Emrah G. wurde von einer Kugel getroffen und
starb. Zafer Åž. wurde schwer verletzt.
Nach dem Vorfall wurden der Polizeibeamte, seine Schwester und ihre
Freundin in Untersuchungshaft genommen. Ein Begleiter des getöteten
Emrah G. wurde ebenfalls vorläufig festgenommen.
(ANF, 29.12., ISKU)
Meldungen
Zeitung Taraf muss 16.660 Lira Strafe zahlen
Die linke Zeitung Taraf wurde, wegen „zur Schau Stellung“ des Mitglieds
Hohen Richter- und Staatsanwälterates (HSYK) Ali Suat Ertosun, zu 16.660
Lira Strafe verurteilt.
Die Angeklagten BaÅŸar Aslan, Besitzer der Zeitung Taraf und Adnan Demir,
Chefredakteur, hatten an dem Prozess im 11. Strafgericht in Istanbul
nicht teilgenommen. Am 7. Mai 2008 waren in der Zeitung Taraf Artikel
über die Berufung Ertosuns in den hohen Richter- und Staatsanwälterat
erschienen. Ertosun war als Generaldirektor des Strafvollzugs für den
Tod von 108 Gefangenen in den F-Typ Gefängnissen verantwortlich gemacht
worden.
Verteidiger der Angeklagten Ergin Cinmen erklärte, Ali Suat Ertosun sei
in der Gesellschaft kein Unbekannter. Daher erfüllten Artikel über
Ertosun nicht den Straftatbestand.
Nach der Aufnahme der Aussagen hat das Gericht den Freispruch des
Besitzers der Zeitung, BaÅŸar Aslan, entschieden, da ihn keine Schuld
treffe.
Doch habe, laut des Gerichtsurteils, der Artikel die Absicht der
Information für die Gesellschaft überstiegen und Ertosun zum Ziel für
„terroristischen Organisationen“ gemacht. Daher wurde Chefredakteur
Adnan Demir zu 833 Tagessätzen á 20 Lira, also 16 660 Lira verurteilt.
(ANF, 28.12., ISKU)
*Repression gegen Studierende und SchülerInnen *
Studierende und SchülerInnen, die sich an den Protestaktionen gegen die
Repression gegenüber KurdInnen beteiligt haben, sollen laut eines
Schreibens, das auf Anweisung des Innenministeriums vom
Bildungsministerium an die Bildungsdirektionen gesandt wurde, denunziert
werden. In dem Schreiben werden die Namen und Adressen der StudentInnen,
die zwischen dem 20. November und 15. Dezember nicht zum Unterricht
erschienen sind, angefordert. In diesem Zeitraum haben Protestaktionen
und Streiks stattgefunden, die sich gegen das Verbot der DTP, die
Ermordung des kurdischen Studenten Aydin Erdem durch Polizeikräfte und
die Haftbedingungen von Abdullah Öcalan richteten.
Das Schreiben wurde an die Bildungsdirektionen von Diyarbakir, Şırnak,
Iğdır, Ağrı, Siirt, Urfa, Mardin, Hakkari, Batman und Van geschickt.
Bei Protesten wurden im November 770 Personen, darunter auch
Minderjährige, in Untersuchungshaft genommen und von ihnen 117 verhaftet.
(ANF, 28.12., ISKU)
Kongress der „Freien Kurdischen Frauen“ in Toronto
In Kanada in Toronto wurde der erste Kongress der „Freien Kurdischen
Frau“ in den Räumen des Kurdischen Vereins mit 114 Frauen abgehalten. An
dem Kongress nahmen auch kanadische Abgeordnete teil.
In ihrer Rede erwähnte die Parlamentarierin Laura Albenese aus Ontario
die Bedeutung von Frauenorganisierung. Sie betonte, dass
Frauensolidarität Türen im sozialen, politischen und kulturellen Bereich
öffne. Auch von der landesparlamentarischen Abgeordneten Martha Hall
Findlay, die nicht am Kongress teilnehmen konnte, wurde eine Botschaft
verlesen. Um den in Kanada lebenden Frauen, die im politischen, sozialen
und kulturellen Bereich stattfindende Entwicklung zu vermitteln, wurde
mit einer neuen Organisierung begonnen und Wahlen für lokale Komitees
durchgeführt.
(ANF, 25.12., ISKU)
Sexuelle Gewalt gegen Gefangene
Die im Ankara Sincan F-Typ-Frauengefängnis inhaftierten PKK-Gefangenen
Güler Bülent, Gönül Bulut und Deniz Yildiz wurden auf dem Weg ins
Krankenhaus von der Jandarma angegriffen und sexuell belästigt.
Rechtsverstöße, wie sexuelle Übergriffe und Schläge, kommen insbesondere
während der Krankenhaustransporte vor. Aufgrund dieser Vorfälle
verzichten die Gefangenen auf Krankenhausbesuche und können daher nicht
behandelt werden.
(ÖP, 23.12., ISKU)
Quellen:
ANF Fırat Nachrichtenagentur
ÖP Yeni Özgür Politika
AK AKnews
Nûçe erscheint wöchentlich und kann in gewünschter Stückzahl gegen
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Informationsstelle Kurdistan
Stahltwiete 10
22761 Hamburg
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E-mail: isku@nadir.org
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