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Nûçe Nr. 444
unter anderem mit:
DTPler treten in BDP ein
Streiks von Studierenden und SchülerInnen
12-Jähriger von Polizisten halbtot geprügelt
Kommandozentrum gegen die PKK ab Januar in Erbil
Ermittlungen gegen Ahmet Türk
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/nuce/NUCE444-1224.pdf
oder
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/nuce/index.htm
Nûçe Nr. 444 – 24. Dezember 2009 - Textversion
DTPler treten in BDP ein
98 Gemeindevorsitzende der verbotenen DTP sind am 23. Dezember in einer
feierlichen Zeremonie der BDP (Partei für Frieden und Demokratie)
beigetreten.
Nach dem Verbot der DTP am 11. Dezember entschieden sich die Mitglieder
der DTP, den Kampf unter dem Dach der BDP weiterzuführen. Bei der
Zeremonie im Sümer-Park in Diyarbakir erklärten auch die
Parlamentsabgeordneten der DTP ihren Eintrittin die BDP.
DTP-Frauen in das BDP-Frauenparlament gewechselt
Ergebnis eines gemeinsamen Treffens zwischen der BDP und den ehemaligen
DTP-Frauenparlamenten ist, dass die Frauenparlamente zentral und
regional ihre Arbeit als Organe innerhalb der BDP fortsetzen werden.
Dies wurde von beiden Parteien heute in Erklärungen veröffentlicht.
Ein außerordentlicher Kongress der BDP soll Anfang Januar stattfinden.
Die Perspektive der Demokratisierung und einer Lösung des kurdischen
Problems innerhalb eines, auf die gesamte Türkei ausgerichteten
Parteiprogramms, soll dort diskutiert werden.
Der Aufbau von regionalen Frauenorganen soll sofort beginnen. Die
Frauenquote von 40% und das System der paritätischen Besetzung des
Parteivorstandes sollen unbedingt aufrecht erhalten werden.
Abgeordnete bleiben im Parlament
Gleich in der ersten Sitzung der neu formierten Kurdenpartei fiel eine
wichtige Entscheidung: Die 19 verbliebenen Abgeordneten der aufgelösten
DTP bleiben im Parlament. Das stärkt die Chance für eine politische
Lösung des seit 25 Jahren anhaltenden Kurdenkonflikts.
Aus Protest gegen das Verbot ihrer Partei hatten die DTP-Politiker
angekündigt, sie würden das Parlament in Ankara boykottieren.
Medien, kurdische Intellektuelle sowie Verbände im kurdischen
Südostanatolien riefen die Politiker auf, im Parlament zu bleiben. Den
Ausschlag gaben jüngste Äußerungen des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah
Öcalan. Der auf der Gefängnisinsel Imrali einsitzende Öcalan sagte
seinen Anwälten, noch gebe es keinen Grund für einen Rückzug aus dem
Parlament: „Die Lösung liegt im demokratischen Kampf.“ Öcalan berichtete
auch von Verbesserungen seiner Haftbedingungen. So sei die Zeit für
seinen Hofgang von einer auf zwei Stunden pro Tag verdoppelt worden.
/(ANF, 21.12., TS,19.12., ISKU)/
Streiks von Studierenden und SchülerInnen
SchülerInnen und Studierende streiken an vielen Orten gegen die
Haftbedingungen von Abdullah Öcalan, das Verbot der DTP und die
Ermordung von Aydin Erdem, Necmi Oral und Kemal AÄŸca. Ebenso wird der
Unterricht in kurdischer Sprache gefordert.
Batman
In Batman haben sich Hunderte SchülerInnen und Eltern vor der Yavuzselim
und der İMKB-Grundschule versammelt. Mit kurdischen Parolen und Liedern
forderten sie Unterricht in kurdischer Sprache. Der kurdische Verein
Kurdi-Der unterstützte die Protestaktion.
Rafiye Türkan, Schülerin der 11. Klasse am Atatürk-Gymnasium gab eine
Erklärung im Namen der TeilnehmerInnen des Streiks ab: „Wenn wir in die
Schule gehen, wird uns von Anfang an beigebracht, Türkisch sei unsere
Muttersprache. Sie gewöhnen uns an diese Lüge. Sie sagen, wir sollen uns
selbst verleugnen. Sie lassen uns sagen‚ â€TMwir sind Türken, wir sind
richtig, wir sind fleißigâ€TM. Das ist eine Lüge. Wir können nicht in
unserer eigenen Sprache sprechen, und werden nicht in dieser Sprache
ausgebildet. Viele Kinder erleiden davon psychische Schäden und versagen
in der Schule.“
Zeynep Çetin sprach vor Hunderten von SchülerInnen und Eltern vor der
Yavuzselim-Grundschule. Sie erklärte, dass KurdInnen assimiliert und
daher sagen würden, sie hätten ihre Sprache vergessen. „Sie sagen, die
Menschenrechte würden auf der ganzen Welt gelten. Also warum gelten sie
nicht für kurdische Kinder? Wir wollen ebenso wie aller anderen Kinder
dieser Welt Unterricht in unserer Muttersprache erhalten.“
Hakkari
In Hakkari und den umliegenden Landkreisen Yüksekova und Şemdinli sind
SchülerInnen den Schulen wegen des Unterrichtsboykotts ferngeblieben. In
vielen Schulen hat der Unterricht daher gar nicht stattgefunden. Mit
60-prozentiger Streikbeteiligung liegen Hakkari, Yükesekova und Şemdinli
an der Spitze. Die Polizei hat Einheiten für Sicherheitskontrollen vor
den Schuleingängen postiert.
Wan
In Wan haben SchülerInnen der Mittelschule und StudentInnen der
Yüzüncü-Yil-Universität den Unterricht boykottiert. Schon in den
Morgenstunden haben sich hunderte SchülerInnen und StudentInnen an der
Haltestelle vor dem Campus versammelt. Parolen wie „die Repressionen
werden uns nicht kleinkriegen“, „Widerstand wird uns zum Sieg bringen“
oder „Hoch Abdullah Öcalan“ wurden gerufen, Trommeln geschlagen und
traditionelle Tänze getanzt. Die Polizei führte immer wieder
Ausweiskontrollen auf dem Campus durch.
Erzincan
In Erzincan haben StudentInnen vor der Fakultät für
Erziehungswissenschaften eine Pressekonferenz abgehalten. Auch
Mitglieder der Gewerkschaft für Erziehung haben ihre Unterstützung
gezeigt. Die zahlreichen anwesenden StudentInnen riefen Parolen wie
„Aydin Erdem lebt weiter“ und „Hoch lebe die Geschwisterlichkeit der
Völker“. Auch die kürzlich stattgefundenen Angriffe auf vier kurdische
Schüler der örtlichen Berufsoberschule wurden verurteilt. Nach der
Kundgebung haben die SchülerInnen und StudentInnen den Unterricht
boykottiert. Die Polizei hat ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht.
/(ANF, 21.12., ISKU)/
12-Jähriger von Polizisten halbtot geprügelt
Zwischen Tränengasgranaten hält ein weißes Zivilauto, Polizeieinheiten
springen aus dem Wagen und prügeln auf den 12-jährigen Aziz A. mitten
auf der Straße ein. Aziz A. wurde mit zwei gebrochenen Rippen und Blut
in der Lunge ins Krankenhaus gebracht.
Im Stadtteil Silvan in Diyarbakir fanden am Abend des 17. Dezember
Proteste gegen die Haftbedingungen von Öcalan und gegen das Verbot der
DTP statt. Ein 12-jähriges kurdisches Kind wurde dort von Polizeikräften
auf offener Straße verprügelt.
*„Sie haben mich halbtot geprügelt“*
Aziz A., dem immer noch der Schock des Erlebten ins Gesicht geschrieben
steht, schildert, dass Polizeieinheiten aus einem weißen Fahrzeug
ausgestiegen seien. „Ich habe mich in Stadtteil Feridon aufgehalten. Ich
wollte für die Nacht zu einem Onkel in den Stadtteil Mescit gehen. Ich
war dort, um meine grüne Karte (Gesundheitskarte) zu holen. Am Platz
AzizoÄŸlu gab es Auseinandersetzungen zwischen DemonstrantInnen und der
Polizei. Gegen Tränengasgranaten haben sich die DemonstrantInnen mit
Steinen verteidigt. Wegen des Tränengases konnte ich die Hand vor Augen
nicht sehen. Ich konnte nirgendwo hingehen. Die DemonstrantInnen sind
wegen des Tränengases die Straße abwärts gezogen. Neben mir hat ein
weißes Zivilauto gehalten. Polizeieinheiten sind herausgesprungen. Schon
beim Herausspringen haben sie begonnen, mich zu treten und mit
Gummiknüppeln zu schlagen. Fünf Polizisten haben mich vier bis fünf
Minuten lang halbtot geprügelt.“
*„Eine ältere Frau hat mich gerettet“*
Aziz A. fährt fort: „Eine Frau kam hinzu und warf sich über mich. Diese
ältere Frau hat mich gerettet. Sie hat mich in ihr Haus und von dort aus
mit einem Taxi ins Krankenhaus gebracht. Ich bin im Gesicht verletzt,
zwei meiner Rippen sind gebrochen und seit drei Tagen hab ich Blut in
meiner Lunge. Sie haben mir einen Schlauch zur Beatmung angelegt.“
*Der Vater: „Mein Sohn ist nunmehr ein halber Mensch“*
Der Vater Mehmet A. schildert die Nacht folgendermaßen: „Um die Sache
mit meiner grünen Karte zu regeln, bin ich an diesem Tag nach Kulp
gegangen. Am Telefon wurde mir erklärt, mein Sohn wäre auf dem Weg zu
seinem Onkel von der Polizei schlimm verprügelt worden. Damit ich nicht
festgenommen werde, bin ich zu den Zuständigen in Kulp gegangen. Die
Polizei hat meinen Sohn mitten auf der Straße mit Schlägen gefoltert.
Mein Sohn ist 12 Jahre alt, obwohl in seinem Ausweis 1995 als
Geburtsdatum eingetragen ist. Sie haben zwei Rippen meines Sohnes
gebrochen und seine Lunge ist verletzt. Alle wissen, dass mein Sohn sein
ganzes Leben an diesen Verletzungen leiden wird. Mein Sohn ist nun ein
halber Mensch. Er wird jahrelang mit den Schmerzen leben. Gegen dieses
Vorgehen werde ich klagen.“ /(ANF, 20.12., ISKU)/
Kommandozentrum gegen die PKK ab Januar in Erbil
Die Türkei, der Irak und die USA haben bei trilateralen Verhandlungen in
Bagdad beschlossen, bereits im Januar 2010 in der nordirakischen
Hauptstadt der Region Kurdistan Erbil ein gemeinsames Kommandozentrum
zum Kampf gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) einzurichten.
Der Innenminister der Türkei, Beshir Atalay sagte, die Behörden in der
Region Kurdistan kooperierten im Sinne des trilateralen Abkommens
zwischen den USA, der Türkei und dem Irak.
Das trilaterale Komitee wurde im Jahre 2008 gegründet. Bereits an der
Gründung im November 2008 waren Vertreter der Kurdischen
Regionalregierung des Nordirak beteiligt, darunter der Innenminister
Karim Sinjari. Die PKK wird nicht nur von der auf ihre nationale
Vorherrschaft über die Kurden bedachte Türkei, sondern auch von der EU
und den USA als „terroristische Organisation“ eingestuft. Die auf
türkische Wirtschaftshilfe ausgerichtete kurdische Regierung im Nordirak
zeigte sich in der Vergangenheit äußerst kooperativ und stellte der
Türkei Hilfe gegen die PKK in Aussicht, allerdings verhinderte sie aber
2007 einen Einmarsch türkischer Truppen in die Berge Nordiraks.
Der türkische Innenminister äußerte sich nun auch nur halb befriedigt
über die Gespräche mit Verantwortlichen in Bagdad und Erbil. „Noch sind
wir nicht an einem Punkt angelangt, der unsere Forderungen erfüllt“,
sagte Atalay. „Wir wollen eine vollständige Eliminierung der PKK-Truppen
im Nordirak und eine Gefangennahme ihrer Führer sowie deren Auslieferung
in die Türkei. Dazu verlangen wir eine aktive Unterstützung unserer
irakischen Brüder und unserer Alliierten, der USA. Der Terrorismus aus
dem Irak muss beendet werden, das ist unser Ziel.“
/(AK, 22.12., ISKU)/
Ermittlungen gegen Ahmet Türk
Die Oberstaatsanwaltschaft von Ankara hat Ermittlungen gegen den
Vorsitzenden der verbotenen DTP, Ahmet Türk, eingeleitet.
Türk hatte nach der Sitzung der Vertreter der DTP und der BDP vor der
Presse erklärt, Abdullah Öcalan habe über seine Anwälte den Mitgliedern
der Partei geraten, das Parlament nicht zu verlassen. In der Begründung
heißt es, die Ermittlungen gegen Türk seien im Rahmen des türkischen
Strafgesetzes wegen „Verherrlichung eines Straftäters und einer
Straftat“ und wegen „Volksaufhetzung“ eingeleitet worden.
Die Videos und Aufnahmen der Veranstaltung werden von der
Staatsanwaltschaft überprüft.
Diyarbakirs Abgeordneter Akın Birdal sagte zu AKnews, „die Ermittlung
ist ein Unglück, denn Ahmet Türk äußerte sich nur, dass die Lösung im
Parlament sei, und dass man die Probleme nur in einer demokratischen,
friedlichen Weise lösen könne.“ /(AK, 23.12., ISKU)/
Meldungen
IHD: Das Geschäft von Bilen wurde nicht angegriffen
Das Büro des Menschenrechtsvereins IHD in Diyarbakir veröffentlichte
einen Bericht über den Vorfall im Landkreis Bulanık der Provinz Muş, bei
dem der Dorfschützer Turan Bilen durch Schüsse in eine Demonstration 2
Menschen getötet und 8 verletzt hatte. In dem Bericht heißt es, dass die
Polizei trotz der Schüsse des freiwilligen Dorfschützers Turan Bilen
nicht eingegriffen habe und dass der Laden von Bilen nicht, wie zunächst
gemeldet, angegriffen wurde.
Eine Delegation des Menschenrechtsvereins IHD besuchte Bulanık, den Ort
des Vorfalls, und veröffentlicht nun ihren Bericht über die Ereignisse
während der Proteste gegen die Haftbedingungen von Abdullah Öcalan und
das Verbot der DTP (Partei für eine demokratische Gesellschaft).
Teilnehmende der Delegation waren der Gemeindevorsitzende Ziya Akkaya,
der Landrat Fatih Aksoy, der Staatsanwalt aus BulaÂnık ÇaÄŸlar Dilek
sowie einige JournalistInnen.
Der Vorsitzende des IHD-Büros in Diyarbakir, Muharrem Erbey,
veröffentlichte den Bericht, in dem auch eine Stellungnahme des
Landrates Fatih Aksoy zu lesen ist. Aksoy schreibt darin, dass der
freiwillige Dorfschützer Bilen von der Polizei dazu ermahnt wurde,
seinen Laden zu schließen, und die Polizei nicht das Feuer eröffnet
hätte. Das Kaliber der Waffe sei ein anderes. Da die Überwachungskameras
kaputt gewesen sind, lägen jedoch keine Aufnahmen vor.
In dem Bericht ist auch eine Erklärung des Chefredakteurs der Zeitung
Bilican aus BulaÂnık, Mehmet Temel enthalten. „Ich habe Darstellungen
des Vorfalls festgehalten. Doch als ich in den Nachrichten die Bilder
sah, die ich weiter gegeben hatte, waren diese komplett falsch
dargestellt. Beispielsweise wurde von Presse und Medien berichtet, dass
der Laden und das Fahrzeug von Turan Bilen zuerst angezündet und danach
darauf geschossen wurden. Das ist ganz bestimmt nicht die Wahrheit. Sein
Fahrzeug wurde weder angezündet noch demoliert. Aus dem Laden Bilens,
der in keiner Weise angegriffen worden ist, wurde das Feuer eröffnet und
Necmi wurde getroffen. Nachdem Bilen von der Polizei weggebracht wurde,
ist die Menge außer Kontrolle geraten. Angriffe auf seinen Laden und auf
Banken erfolgten erst, nachdem Bilen von der Polizei weggebracht wurde.“
/(ANF, 17.12., ISKU)/
Proteste halten weiter an
Im der Region Dersim in Bulanik gehen die unzähligen Festnahmen nach den
Protesten vom 15.12. gegen die Haftbedingungen von Abdullah Öcalan und
das DTP-Verbot weiter. Während der Proteste wurden zwei Menschen
umgebracht und acht verletzt. Spät in der Nacht wurden gestern von der
Polizei und der Jandarma im Zentrum und in Dörfern zeitgleich Häuser
durchsucht und dabei acht Personen festgenommen. Die Zahl der Festnahmen
seit den Geschehnissen vom 15.12. beläuft sich auf 30, sieben weitere
Personen befinden sich bereits in Haft.
In Viransehir wurde ein Demonstrationszug von der Polizei mit Gas
angegriffen. Im Anschluss wurden in einem Cafe sechs Menschen
festgenommen. /(ANF, 21.12., ISKU)/
Drei DTP-Mitglieder festgenommen
Im Kreis Nazimiye in Dersim sind drei ehemalige DTP-Mitglieder Erkan G.,
Tuncay K. und Tayfun D. von der Polizei während Hausdurchsuchungen
festgenommen und zur weiteren Untersuchung ins Gericht von Dersim
gebracht worden. Nach einer Erklärung vom Staatsanwalt wurden die drei
wegen „Teilnahme an einer illegalen Demonstration“ ins Gefängnis
überführt. /(ANF, 20.12., ISKU)/
- Quellen
- ANF Firat Nachrichtenagentur**
AK AKnews
Termine
/Protestkundgebung/
Gegen das DTP-Verbot in der Türkei
28.12., 14:00
Auswärtiges Amt, Werderscher Markt 1, Berlin
/Berliner Bündnis Solidarität mit der DTP/
Nûçe
erscheint wöchentlich und kann in gewünschter Stückzahl gegen
Übersendung des Portos bei der
Informationsstelle Kurdistan
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E-mail: isku@nadir.org
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ISKU | Informationsstelle Kurdistan e.V.
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