Nadeshda
Forum: cl.regionen.kurdistan
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>

news: 21.12.2009

## Nachricht zur Information/Dokumentation weitergeleitet

DTPler in die BDP eingetreten

ANKARA - 98 Gemeindevorsitzende der verbotenen DTP (Partei für eine demokratische Gesellschaft) sind am 23. Dezember in einer feierlichen Zeremonie in die BDP (Partei des Friedens und der Demokratie) eingetreten.

Nach dem Verbot der DTP am 11. Dezember entschieden sich die Mitglieder der DTP, den Kampf unter dem Dach der BDP weiterzuführen.
Ebenfalls die Parlamentsabgeordneten der DTP sind bei der Zeremonie im Sümer-Park in Diyarbakir in die BDP eingetreten.

DTP-Frauen in das BDP-Frauenparlament gewechselt

Ergebnis eines gemeinsamen Treffens zwischen der BDP und den ehemaligen DTP-Frauenparlamenten ist, dass die Frauenparlamente zentral und regional ihre Arbeit als Organe innerhalb der BDP fortsetzen werden. Dies wurde von beiden Parteien heute in Erklärungen veröffentlicht. Ein außerordentlicher Kongress der BDP soll Anfang Januar stattfinden. Die Perspektive der Demokratisierung und einer Lösung des kurdischen Problems innerhalb eines, auf die gesamte Türkei ausgerichteten Parteiprogramms, soll dort diskutiert werden.

Der Aufbau von regionalen Frauenorganen soll sofort beginnen. Die Frauenquote von 40% und das System der paritätischen Besetzung des Parteivorstandes sollen unbedingt aufrecht erhalten werden.

Quelle: ANF, 21.12.2009, ISKU

Streik von Studierenden und SchülerInnen

SchülerInnen und Studierende streiken an vielen Orten gegen die Haftbedingungen von Abdullah Öcalan, das Verbot der DTP und die Ermordung von Aydin Erdem, Necmi Oral und Kemal Ağca. Ebenso wird der Unterricht in kurdischer Sprache gefordert.

BATMAN
In Batman haben sich Hunderte SchülerInnen und Eltern vor der Yavuzselim und der İMKB-Grundschule versammelt. Mit kurdischen Parolen und Liedern forderten sie Unterricht in kurdischer Sprache. Der kurdische Verein Kurdi-Der unterstützte die Protestaktion.

Rafiye Türkan, Schülerin der 11. Klasse am Atatürk-Gymnasium gab eine Erklärung im Namen der TeilnehmerInnen des Streiks ab: „Wenn wir in die Schule gehen, wird uns von Anfang an beigebracht, Türkisch sei unsere Muttersprache. Sie gewöhnen uns an diese Lüge. Sie sagen, wir sollen uns selbst verleugnen. Sie lassen uns sagen ‚wir sind Türken, wir sind richtig, wir sind fleißigâ€TM. Das ist eine Lüge. Wir können nicht in unserer eigenen Sprache sprechen, und werden nicht in dieser Sprache ausgebildet. Viele Kinder erleiden davon psychologische Schäden und versagen in der Schule.“

Zeynep Çetin sprach vor Hunderten von SchülerInnen und Eltern vor der Yavuzselim-Grundschule. Sie erklärte, dass KurdInnen assimiliert und daher sagen würden, sie hätten ihre Sprache vergessen. „Sie sagen die Menschenrechte würden auf der ganzen Welt gelten. Also warum gelten sie nicht für kurdische Kinder? Wir wollen ebenso wie aller anderen Kinder dieser Welt Unterricht in unserer Muttersprache erhalten.“

HAKKARİ
In Hakkari und den umliegenden Landkreisen Yüksekova und Şemdinli sind SchülerInnen den Schulen wegen des Unterrichtsboykotts ferngeblieben. In vielen Schulen hat der Unterricht daher gar nicht stattgefunden. Mit 60-prozentiger Streikbeteiligung liegen Hakkari, Yükesekova und Şemdinli an der Spitze. Die Polizei hat Einheiten für Sicherheitskontrollen vor den Schuleingängen postiert.

VAN
In Van haben SchülerInnen der Mittelschule und StudentInnen der Yüzüncü-Yıl-Universität den Unterricht boykottiert. Schon in den Morgenstunden haben sich Hunderte SchülerInnen und StudentInnen an der Haltestelle vor dem Campus versammelt. Parolen wie „die Repressionen werden uns nicht kleinkriegen“, „Widerstand wird uns zum Sieg bringen“ oder „Hoch Abdullah Öcalan“ wurden gerufen, Trommel geschlagen und traditionelle Tänze getanzt. Die Polizei führte immer wieder Ausweiskontrollen auf dem Campus durch.

ERZİNCAN
In Erzincan haben StudentInnen vor der Fakultät für
Erziehungswissenschaften eine Pressekonferenz abgehalten. Auch Mitglieder der Gewerkschaft für Erziehung haben ihre Unterstützung gezeigt. Die zahlreichen anwesenden StudentInnen haben Parolen gerufen wie „Aydin Erdem lebt weiter“ und „Hoch lebe die Geschwisterlichkeit der Völker“. Auch die kürzlich stattgefundenen Angriffe auf 4 kurdische Schüler der örtlichen Berufsoberschule wurden verurteilt. Nach der Kundgebung haben die SchülerInnen und StudentInnen den Unterricht boykottiert. Die Polizei hat die Sicherheit erhöht.

Quelle: ANF, 21.12.2009, ISKU


ISKU | Informationsstelle Kurdistan e.V.
Büro für Internet- und Öffentlichkeitsarbeit
Stahltwiete 10, 22761 Hamburg
E-Mail: isku@nadir.org; Internet: http://isku.org
Tel: 040/42102845
Bankverbindung: PB Köln, BLZ 370 100 50, Kto.Nr.: 39 68 506
30.12.09    Absender/-in: Kurdistan Infos <kigb@gmx.de>
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>
Forum: cl.regionen.kurdistan