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-----Original Message-----
From: Republican Sinn Fein Germany/Austria
[mailto:irish-solidarity@gmx.net]
Sent: Tuesday, July 29, 2008 8:21 PM
Subject: Republikaner Michael Skeahan verstorben
- - - Zur Veröffentlichung - - -
Irish Republican Correspondent news – www.irish-solidarity.at.tf
Republikaner Michael Skeahan 1924-2008
Gründer von Cumann na Saoirse Náisiúnta verstorben
Der Republikaner Mike Skeahan verlor am Freitag, den 25. Juli, in New
York im Alter von 84 Jahren seinen langen Kampf gegen den Krebs. Mit ihm
verliert die Republikanische Bewegung nicht nur ein Gründungsmitglied
von Cumann na Saoirse Náisiúnta, sondern auch eines seiner treusten und
aktivsten Mitglieder.
Michael Skeahan war sein ganzes Leben lang ein starker und ruhiger
Mensch, der lieber in der zweiten Reihe arbeitete, als im Rampenlicht
stand. Er war nie selbstsüchtig, sondern er diente immer einer höheren
Sache.
Eines vieler derartigen Beispiel finden wir, wenn wir an den Beginn der
derzeitigen Auseinandersetzungen in Irland gehen, den so genannten
Troubles. Die Republikanische Bewegung in Irland hatte ein Buch mit dem
Titel Freedom Struggle (Freiheitskampf) veröffentlicht, welches sofort
auf der anderen Seite des Meeres, in Irland und Britannien, verboten
wurde. Mike schaffte es eine Raubkopie zu bekommen und nahm diese mit
sich, um eine US-amerikanische Ausgabe zu publizieren. Er musste alles
von neuem machen, auch den kompletten Drucksatz. Der auffallende
Unterschied war das Titelbild, das ein Bild mehrere IRA-Kämpfer zeigte,
die mit den US-Gewehren M-1 bewaffnet waren. Mike hatte eine besondere
Beziehung zu den M-1-Gewehren die bis an das Ende des zweiten
imperialistischen Weltkriegs zurückging, als er in der 82nd Airbone
Division diente.
Mike ging während des Tages seinem Beruf nach und Nachts arbeitete er
mit ein, manchmal zwei Freunden, um das Buch fertig zu bekommen. Es
dauerte unzählige Nächte – mehr als er befürchtet hatte. Doch zum Ärger
der Briten und der Freistaatler hatte er es am Ende doch geschafft und
Freedom Struggle war fertig geworden.
Mike, ein gebürtiger New Yorker, kam aus einem guten und langen
Fenier-Umfeld. Sein Vater, der ebenfalls Michael hieß, kam aus Kilkee im
County Clare und war IRA- und vor dem Aufstand 1916 Irish
Volunteer-Mitglied. Während des Black-and-Tan-Kriegs 1919-21 war er auf
der Flucht. In einem Versteck in Limerick traf er seine spätere Frau,
Christina Barton, ein Mitglied von Cumann na mBan. Ihr Vater, Michael
Barton, war ein Mitglied des Irish Republican Brotherhood.
Mike besuchte die Saint Sebastian’s School in Queens und ging danach auf
die Power Memorial Academy, die von den Irish Christian Brothers geführt
wurde. Dort waren seine Hauptfächer Eisenbahnbau und Fußball. Nach der
St. Michael’s High School rückte er mit zwei Freunden in die US-Armee
ein, um im zweiten imperialistischen Weltkrieg gegen den Faschismus zu
kämpfen. Danach arbeitete er als Maurer und war Gewerkschaftsführer der
Gruppe 34 der Maurer-Gewerkschaft in Manhatten.
Wann immer es zu Unruhen in Irland kam war Mike zur Stelle, um seine
gesamte Energie der Sache der irischen Freiheit zu widmen. Er arbeitete
sehr eng mit Martin Madden und anderen während der aktuellen Troubles
zusammen.
Als sich die Wege der Republikanischen Bewegung beim Ard Fhéis 1986
trennten, war Mike Skeahan einer von sieben die sich in Michael
Flannerys Wohnung trafen um Cumann na Saoirse Náisiúnta, das National
Irish Freedom Committee, ins Leben zu rufen. Der Namensvorschlag kam von
Mike selbst. Und er war es auch, der darauf bestand, dass Cumann na
Saoirse sich nicht von rückwärts geleiteten PolitikerInnen der
Provisionals zu Hause in Irland hindern lassen dürfe als unabhängige
amerikanische Organisation sich ausschließlich der Verwirklichung des
Traumes der Männer und Frauen von 1916 zu widmen.
Man konnte sich immer auf Mike verlassen, wenn es um schwere Arbeiten,
unbemerkt von der Öffentlichkeit, ging. Das einzige, was er nicht
konnte, war lange genug ruhig zu stehen, um fotografiert zu werden. Im
Jänner 2006 ehrte ihn Cumann na Saoirse Náisiúnta mit dem Michael
Flannery Spirit of Freedom Award für seine lebenslange Tätigkeit für
Irlands Freiheit. Es war bei diesem Ereignis, dass er sich das erste Mal
in seinem Leben fotografieren lies.
Ar dheis lámh Dé go raibh a anam uasal.
Published by the Republican Sinn Féin International Relations Bureau in
Central Europe.
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