|
Einblick in China: Die Unterschiede in der Gesellschaft haben sich ständig vergrößert
19.10.09
Realität der Entwicklung in der Klassengesellschaft.
Von Reinhold Schramm
Frage: "Nach einer Untersuchung des Staatlichen Statistikamtes besitzen die reichsten Chinesen, das sind etwa 10% der chinesischen Bevölkerung, 45% des gesamten Vermögens in China, während die ärmsten 10% unserer Bevölkerung nur 1,4% des Vermögens besitzen. Diese tiefe Kluft zwischen Reichen und Armen stört bereits jetzt [02.04.2007] die gesellschaftliche Stabilität Chinas empfindlich. Was wird getan, um diese Kluft zu verkleinern und einen immer größeren Teil unserer Bevölkerung an den Ergebnissen unserer wachsenden Wirtschaft teilhaben zu lassen?"
(Bitte die gesamte Antwort im Internet nachlesen! R.S.)
Auszug aus der Antwort:
"Eine allgemein bekannte Tatsache ist, dass seit Einführung der Reform- und Öffnungspolitik 1978 die chinesische Wirtschaft sich kontinuierlich und schnell entwickelt und das Lebensniveau der Bevölkerung sich erhöht hat. Wie eine Analyse des Staatlichen Statistikamts Chinas ergibt, sind in den letzten Jahren die Unterschiede beim Einkommen zwischen verschiedenen Schichten der Gesellschaft deutlich gewachsen. Außerdem haben sich auch die Einkommensunterschiede zwischen Stadt- und Landbevölkerung sowie zwischen den Bewohnern verschiedener Regionen ständig vergrößert. Dies wird an einem Beispiel deutlich: Das Lebensniveau der Einwohner in Großstädten wie Beijing, Shanghai oder Shenzhen entspricht dem der Bewohner durchschnittlich entwickelter Länder; dagegen nähert sich das Lebensniveau in manchen gebieten Südwest- oder Nordwestchinas immer mehr dem der armen Länder Afrikas an. Anzumerken ist hierbei, dass der Gini-Koeffizient, der die ungleiche Einkommensverteilung innerhalb der Bevölkerung widerspiegelt, den international anerkannten Grenzwert inzwischen überschritten hat." (Aus dem Text vom April 2007)
In Fortsetzung heißt es in der Antwort: "Man muss aber das Problem der wachsenden Kluft zwischen Reichen und Armen in China allseitig und vom historischen Standpunkt her betrachten. (...)". - Bitte vollständig nachlesen!
Weiterhin: "Der Hauptgrund für den Einkommensunterschied zwischen den Einwohnern in den östlichen und westlichen Gebieten Chinas liegt im unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungstempo. (...)"
Im letzten Absatz der Antwort vom April 2007 heißt es: "Wir wissen, dass die Bevölkerung Einkommensunterschiede akzeptiert, wenn Reichtum durch Arbeit und legales Wirtschaften erworben wurde. Aber im Volk ist man sehr unzufrieden mit der ungerechten Verteilung von Reichtum, wenn man feststellt, dass manche Leute durch illegale Einnahmen, gesetzwidrige und verbrecherische Handlungen oder durch Korruption reich geworden sind. Darum muss die Korruption energisch bekämpft werden, wenn die ungerechtfertigte Kluft zwischen Reichen und Armen abgebaut werden soll." [1] (April 2007)
Merke, aus Marx-Engels-Manifest :
"Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen." ("Bourgeois und Proletarier") - Und: "Wie der Pfaffe immer Hand in Hand ging mit dem Feudalen, so der pfäffische Sozialismus mit dem feudalistischen. - Nichts leichter, als dem christlichen Asketismus einen sozialistischen Anstrich zu geben. Hat das Christentum nicht auch gegen das Privateigentum, gegen die Ehe, gegen den Staat geeifert? Hat es nicht die Wohltätigkeit und den Bettel, das Zölibat und die Fleischesertötung, das Zellenleben und die Kirche an ihrer Stelle gepredigt? Der christliche Sozialismus ist nur das Weihwasser, womit der Pfaffe den Ärger des Aristokraten einsegnet." (Manifest: 1. "Der reaktionäre Sozialismus" - a.
"Der feudale Sozialismus")
Vgl.: Karl Marx und Friedrich Engels, Manifest, Dietz Verlag Berlin 1970.
Anm.: Das "Manifest" verfassten Marx und Engels bereits im Dezember 1847 und Januar 1848.
Quelle: [1] China Internet Information Center - china.org.cn:Einblick
in China: Fragen und Antworten. - Teil IX. Das Leben der Bevölkerung.
http://german.china.org.cn/politics/archive/chinaQ_A2006/2007-04/02/content_8051642.htm
- Quelle
- http://www.scharf-links.de/44.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=7245&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=a44c6a5e6e
scharf-links, 19.10.09
NADESHDA Mailbox e.V._ / 0211-9053863 (X.75) / 0211-9345453 (V.34)
http://www.nadeshda.org / Informationen aus Politik Umwelt Kultur
|