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SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG
19. März 2010
Sperrfrist: Sonntag, 21. März, 10h
Acht Jahre ohne Wasser für Gana und Gwi Buschleute
Während der 22. März den internationalen Weltwassertag markiert, zählen die
[1]Gana und Gwi Buschleute in Botswana bereits das achte Jahr ohne
regulären[2] Zugang zu Wasser im Central Kalahari Game Reserve.
- Links
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- http://www.survival-international.de/stammesvolker/buschleute
- http://www.survival-international.de/stammesvolker/buschleute/water
Bereits 2002 versiegelte die Regierung Botswanas das Wasserbohrloch, von
welchem die Buschleute für den Wasserzugang abhängig sind. Die Regierung
beabsichtigte damit, die Indigenen aus dem Reservat und von ihrem Land zu
vertreiben. Trotz der [3]Entscheidung von Botswanas Oberstem Gerichtshof
2006, welche das verfassungsmäßige Recht der Buschleute auf das Leben im
Reservat bestätigte, verweigert die Regierung den Buschleuten weiterhin, das
Wasserbohrloch wieder in Stand zu setzen. Dies obwohl die Gana und Gwi
angeboten haben, die Kosten dafür selbst aufzubringen.
- Links
- 3. http://www.survival-international.de/stammesvolker/buschleute/prozess
Die Regierung zwingt die Gana und Gwi damit, [4]bis zu 480km zurückzulegen,
um Wasser zu beschaffen. Gleichzeitig erlaubt sie den Betrieb neuer
Sarafi-Lodges mit Swimmingpools für Touristen in dem Reservat, sowie den Bau
weiterer Wasserlöcher für Wildtiere.
- Links
- 4. http://www.survival-international.de/nachrichten/5326
Der Umgang der Regierung mit den Buschleuten wurde kürzlich vom [5]UN
Sonderberichterstatter für Indigene Völker, Prof. James Anaya, verurteilt.
Dieser warf der Regierung vor, "wichtige internationale
Menschenrechtsnormen" nicht einzuhalten. Er betonte ebenfalls, dass "die
indigene Bevölkerung, die in dem Reservat geblieben oder dorthin
zurückgekehrt ist, sich wegen des Wassermangels harten und
lebensbedrohlichen Umständen ausgesetzt sieht." Er forderte die Regierung
auf, dass Wasserbohrloch "unverzüglich" wieder in Betrieb zu nehmen.
- Links
- 5. http://www.survival-international.de/nachrichten/5354
Seit der Entscheidung des Obersten Gerichts 2006, sind viele Gana und Gwi
Buschleute auf ihr angestammtes Land im Reservat zurückgekehrt. Ohne den
Zugang zu dem Bohrloch, sind sie jedoch von gravierendem Wassermangel
bedroht; seit der Zerstörung des Bohrloches verstarb bereits mindestens eine
Angehörige der Gana und Gwi aufgrund von Wassermangel. Viele weitere fristen
ihre Zeit in Umsiedlungslagern, in welche sie von der Regierung gebracht
wurden. Sie hoffen weiterhin auf die Rückkehr auf ihr Land und den Zugang zu
Wasser dort.
Über 2.000 Tage sind vergangen seit die Wasserzufuhr der Buschleute, die nun
weitere gerichtliche Schritte gegen die Regierung eingeleitet haben,
abgeschnitten wurde.
[6]Survival Internationals Direktor Stephen Corry sagte heute: "Die
Weigerung der Regierung den Buschleuten wieder den Zugang zu Wasser zu
gewähren ist böswillig. Alles was die Buschleute wollen, ist ihr Bohrloch
benutzen zu können, wie es ihnen vor der illegalen Vertreibung von ihrem
Land möglich war. Wie kann sich Botswana ein "leuchtendes Beispiel" für
Demokratie nennen, wenn es seinen ältesten Einwohnern das grundlegende Recht
auf Wasser versagt?"
- Links
- 6. http://www.survival-international.de
[7]Unterstützen Sie Survivals Kampagne für die Buschleute mit einer
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- 7. http://assets.survival-international.org/documents/166/Defying_Logic_German.pdf
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http://www.survival-international.de/nachrichten/5363
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