|
Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und dient exklusiv Ihrer
persönlichen Information.
http://www.heise.de/tp/blogs/2/147201
Telepolis, 5.3.10
Löcher im Permafrost
Vor Ostsibirien wurden ungewöhnlich hohe Konzentrationen des
Treibhausgases Methan gemessen
Wolfgang Pomrehn
Aus dem hohen Norden kommen beunruhigende Nachrichten. Russische,
schwedische und US-amerikanische Forscher haben in der aktuellen Ausgabe
von Science einen Artikel veröffentlicht, in dem es über Beobachtungen
von Methan im Meerwasser und Luft vor der ostsibirischen Küste geht. Sie
kommen zu dem Ergebnis, dass allein dort soviel Methan an die Atmosphäre
abgegeben wird, wie man bisher für sämtliche Weltmeere angenommen hat.
Sie sehen darin ein Anzeichen für Instabilitäten in dem unter dem
Meeresgrund gelegenen Permafrostboden. Das dortige Küstenmeer ist nämlich
ungewöhnlich flach und lag während der letzten Eiszeit trocken. Erst als
nach dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren der
Meeresspiegel um über 100 Meter anstieg, wurde der gefrorene Boden
überflutet. Unter ihm und in ihm sind größere Mengen Methan
eingeschlossen, das als Treibhausgas bis zu 30 Mal so effektiv wie
Kohlendioxid ist, wenn gleiche Mengen verglichen werden.
Mehr unter obiger URL
|