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BUND Regionalverband, Wilhelmstr. 24a, 79098 Freiburg
Bund für Umwelt und Naturschutz
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Die umstrittene Genkartoffelsorte Amflora
darf ab sofort in der Europäischen Union angebaut werden. Die EUKommission
hat am 2.3.2010 wieder einmal industriefreundlich und
verbraucherfeindlich entschieden. Zum Einsatz kommen dürfte die Knolle
eigentlich nur für industrielle Zwecke, doch Nebenprodukte sind auch als
Tierfutter zulässig.
CDU und FDP für Gentechnik und die Genkartoffel Amflora
Schon vor dieser Entscheidung gab es die die Ankündigung der
schwarz-gelben Bundesregierung, den Anbau der Genkartoffel Amflora für
eine kommerzielle, industrielle Verwertung zu unterstützen. "Der Anbau
der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora für eine
kommerzielle, industrielle Verwertung wird unterstützt", hieß es im
Koalitionsvertrag von Union und FDP. In der Landwirtschaftspolitik ist
trotz des Bekenntnisses von CDU und FDP zum ökologischen Landbau keine
nachhaltige Linie zu entdecken. Die EU-Genkartoffel, das CDU-FDP Ja zur
Gentechnik in der Landwirtschaft und der Ausstieg aus dem Atomausstieg
sind die Spitze des Eisbergs einer nicht nachhaltigen und
verbraucherfeindlichen Politik, die alleine den Interessen der großen
Konzerne dient. Wie so häufig hätte es auch eine ökologische Alternative
zur Genkartoffel gegeben. Es gibt inzwischen zwei ohne Gentechnik
gezüchtete Kartoffelsorten, die ähnliche Eigenschaft wie Amflora
besitzen: Die Stärke dieser Kartoffeln enthält ausschließlich
Amylopektin, das in der Industrie für zahlreiche Zwecke verwendet wird.
Die ökologische Alternative kommt ohne das problematische Markergen aus.
Es ist unverständlich, warum die EU-Kommission auf die Risikotechnologie
setzt, wenn es unproblematische Alternativen gibt. Die Macht der
Konzerne auf der europäischen Ebene ist ungebrochen.
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/Axel Mayer, BUND Geschäftsführer
mehr Infos:
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//http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/genkartoffel-amflora-basf.html
Die Motive zum Thema Genkartoffel hat der Grafiker Peter Hübner für den
BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein erstellt.
Sie können von Ihnen frei verwendet werden.
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