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Hallo!
Öko-Sozialismus? Also doch und munter weiter: Sozialismus, wo dieser doch (leider! und durch wen?) vollkommen diskreditiert wurde? Da weiß ich etwas Glaubwüdigeres - siehe: www.Ultimatum-Online.info (ff)!
Allen hier ein gutes Jahr 2010!
gez. Dr. Gerd REINHOLD, München
KOLLEG DR REINHOLD München
Am 03.01.2010 um 23:34 wurde geantwortet auf:
Greenhouse Infopool <greenhouse@jpberlin.de> schrieb:
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> Klaus Steinitz
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> Die Krisen des Kapitalismus
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> Die gegenwärtige weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat eine wahre Flut
> von Publikationen hervorgebracht, die sich mit Ursachen, weiterem Verlauf,
> Besonderheiten und ihren voraussichtlichen Folgen beschäftigen.
>
> Das Buch von Saral Sarkar, "Die Krisen des Kapitalismus. Eine andere Studie
> der politischen Ökonomie" zeichnet sich durch die Langfristigkeit der
> Untersuchungen sowie die differenzierte und umfassende Auseinandersetzung
> mit anderen Auffassungen zu den Krisenursachen aus. Es verdient, von der
> Öffentlichkeit beachtet zu werden.
>
> Sarkar analysiert die Wirtschaftskrisen seit Beginn des vorigen Jahrhunderts
> bis heute. Insbesondere die Krise 1929-33 und die Krisen im globalisierten
> neoliberalen Kapitalismus, wie er sich im letzten Drittel des 20.
> Jahrhunderts herausgebildet hat. Die Frage nach dem Ausweg aus der
> Wirtschaftskrise wird von ihm eng mit den Konsequenzen verbunden, die aus
> der Umwelt- und Klimakrise gezogen werden müssen. Ausgehend vom breiten
> gesellschaftlichen Konsens, dass der neoliberale Marktradikalismus
> diskreditiert und gescheitert ist, befasst er sich mit möglichen
> Alternativen. Einen Ausweg durch ökologisch und sozial zukunftsfähige
> Veränderungen im Kapitalismus sieht er als unrealistisch und illusorisch an.
> Nur eine Systemalternative zum Kapitalismus, ein ökologischer Sozialismus,
> kann nach seiner Überzeugung die Überlebensfähigkeit der Menschheit sichern.
>
> Es gelingt dem Autor, die wirtschaftshistorische Beschreibung der Krisen mit
> einer kritischen Wertung der in verschiedenen Wirtschaftstheorien gegebenen
> Erklärungen der Krisen sowie der Vorstellungen zu ihrer Überwindung zu
> verbinden.
>
> Sarkar setzt sich mit Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Theorien,
> insbesondere mit Keynes und seinen Anhängern, mit Schumpeter und den
> bekannten Vertretern des Neoliberalismus auseinander. Er argumentiert
> sachlich und charakterisiert Widersprüche und Unzulänglichkeiten der
> jeweiligen Theorien. Das gelingt ihm nicht immer überzeugend, u.a. in seiner
> Polemik mit der Marxschen Arbeitswertlehre.
>
> Die zur Überwindung der gegenwärtigen Wirtschaftskrise unterbreiteten
> keynesianischen Vorschläge - höhere Kaufkraft zur Stärkung der Nachfrage und
> zur Fortsetzung des Wirtschaftswachstums als Bedingungen für die Schaffung
> von Arbeitsplätzen - werden von Sarkar kritisch beurteilt, da sie die Klima-
> und Ressourcenprobleme verschärfen. Überlegungen, die notwendige Senkung des
> CO2-Ausstoßes sowie des Ressourcenverbrauchs durch eine umfassende
> Effizienzrevolution und die Ablösung fossiler durch erneuerbare Energien zu
> erreichen, sieht er als unrealistisch an. Seine Schlussfolgerung: "Was übrig
> bleibt, ist der Weg der Suffizienzrevolution." (S. 347)
>
> Es bleiben wichtige Fragen unbeantwortet, z.B.: Wie kann ein demokratischer
> Übergang zu einer schrumpfenden Wirtschaft in den Industrieländern erreicht
> werden? Wie können die riesigen wirtschaftlichen und sozialen
> Nord-Süd-Niveauunterschiede ohne oder bei nur sehr geringer
> Wirtschaftsdynamik in den Entwicklungsländern überwunden werden?
>
> Leider wird die breite Diskussion der letzten Jahre in der Linken zu den im
> Buch behandelten Problemen einer sozialistischen Transformation und eines
> neuen Sozialismus im 21. Jahrhundert wenig beachtet.
>
> Auf jeden Fall ein anregendes und lesenswertes Buch.
>
>
> Saral Sarkar, Die Krisen des Kapitalismus.
> Eine Studie der politischen Ökonomie
> 382 Seiten
> Herausgegeben von der Initiative Ökosozialismus, Köln 2009
> http://www.oekosozialismus.net/buchankuendigung.html
>
> Das Buch kann bezogen werden über: Bruno Kern, Mombacher Straße 75 A, 55122
> Mainz, Tel.: 06131/236461; E-Mail: fackelkraus@gmx.de
>
> Als PDF-Datei ist es auch auf der Website der Initiative Ökosozialismus
> verfügbar: http://www.oekosozialismus.net/krisendeskapitalismus.pdf
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