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Neuer Bundeswehr-Generalinspekteur Wieker in Fall Kundus verwickelt

Kölner Stadt-Anzeiger:
Neue Bundeswehr-Generalinspekteur Wieker in Fall Kundus verwickelt

Köln (ots) - Der neue Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, hat sich an den Vernebelungsversuchen nach dem Bombardement von Kundus beteiligt. Wieker sorgte in seiner Zeit als Chef des Stabes der ISAF-Schutztruppe in Kabul dafür, dass der
NATO-Untersuchungsbericht über den Luftschlag zunächst streng geheim blieb. Das geht aus einem Schreiben Wiekers an das
Bundesverteidigungsministerium hervor, das dem "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe) vorliegt. In dem Brief Wiekers an das Ministerium heißt es, es sei "nicht passend", eine nicht als streng geheim qualifizierte Fas-sung des Berichts zu erstellen, weil es sich um "sensible Informationen" handele.
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte damals offiziell erklärt, er wolle sich um eine Herabstufung des Berichts kümmern. Zweieinhalb Monate, nachdem Wieker die Bitte des Ministers ab-lehnte, wurde er von diesem zum Generalinspekteur ernannt. In der Opposi-tion wird vermutet, Guttenberg habe den Bericht von Anfang unter Ver-schluss halten wollen. Womöglich sei die Auswahl Wiekers auch ein Dank an ihn gewesen.

Originaltext: Kölner Stadt-Anzeiger
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05.03.10    Absender/-in: Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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