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Kölner Stadt-Anzeiger:
Neue Bundeswehr-Generalinspekteur Wieker in Fall Kundus verwickelt
Köln (ots) - Der neue Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker
Wieker, hat sich an den Vernebelungsversuchen nach dem Bombardement
von Kundus beteiligt. Wieker sorgte in seiner Zeit als Chef des
Stabes der ISAF-Schutztruppe in Kabul dafür, dass der
NATO-Untersuchungsbericht über den Luftschlag zunächst streng geheim
blieb. Das geht aus einem Schreiben Wiekers an das
Bundesverteidigungsministerium hervor, das dem "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe) vorliegt. In dem Brief Wiekers an
das Ministerium heißt es, es sei "nicht passend", eine nicht als
streng geheim qualifizierte Fas-sung des Berichts zu erstellen, weil
es sich um "sensible Informationen" handele.
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte
damals offiziell erklärt, er wolle sich um eine Herabstufung des
Berichts kümmern. Zweieinhalb Monate, nachdem Wieker die Bitte des
Ministers ab-lehnte, wurde er von diesem zum Generalinspekteur
ernannt. In der Opposi-tion wird vermutet, Guttenberg habe den
Bericht von Anfang unter Ver-schluss halten wollen. Womöglich sei die
Auswahl Wiekers auch ein Dank an ihn gewesen.
Originaltext: Kölner Stadt-Anzeiger
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