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http://www.freitag.de/politik/1009-nichtverbreitung-atomsperrvertragiaea
-nuklearmaechte
der Freitag, 7.3.10
Bombensichere Verhältnisse
Wolfgang Kötter
40 Jahre nach seiner Errichtung droht dem Gebäude der nuklearen
Nichtverbreitung unwiderruflich der Einsturz, wenn nicht die
Überprüfungskonferenz ein Erfolg wird
Fast zwei Jahrzehnte lang hatten Ost und West im Kalten Krieg um die
Wette gerüstet und die internationale Politik als Nullsummenspiel
betrieben. Es galt die Formel: Immer wenn eine Seite gewinnt, muss die
andere schnellstmöglich das Patt wiederherstellen. Doch nach der KubaKrise
im Herbst 1962, als die USA und die Sowjetunion kurz vor dem
Nuklearkrieg standen, dämmerte auch den Politikern, wie selbstmörderisch
dieses Kalkül war. Der Atomwaffensperrvertrag verdankt seine Existenz
Rationalität und Realismus, wie sie in den sechziger Jahren allmählich
für die internationalen Beziehungen galten.
Am 5. März 1970 trat der Nukleare Nichtverbreitungsvertrag (NonProliferation
Treaty/NPT) in Kraft. Das Abkommen, dem heute 190 Staaten
angehören, gilt seither als tragende Säule für das Gebäude
internationaler Sicherheit, soll es doch verhindern, dass Atomwaffen in
immer mehr Hände gelangen, auch wenn nukleare Nichtverbreitung heute
bestenfalls noch virtuell existiert.
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