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Presseerklärung BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
10.3.2010
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg:
"Erkundungs"-Arbeiten in Gorleben in nicht genehmigten Bereichen. Pläne
auf den Tisch!
Die Kette der Skandale um die Arbeiten im "Erkundungsbergwerk" Gorleben
reißt nicht ab. In der Sitzung des Umweltausschusses des
Niedersächsischen Landtages am 08.03.2010 sind empörende Neuigkeiten
bekannt geworden. Der Ausbau, der seit der Genehmigung vom 9. September
1983 in den Salzstock vorangetrieben wurden, finden in nicht beantragten
und genehmigten Bereichen statt.
Die Pläne gehören umgehend auf den Tisch, fordert die BI, angesichts nun
offiziell vorliegender Fakten, die Besucher des Bergwerkes im Salzstock
Gorleben mit und ohne Kompass schon mehrmals weisgesagt hatten. Und zwar
auf den Tisch des Kreishauses Lüchow, für Jedermann einsehbar.
Im Sommer letzten Jahres war bekannt geworden, dass in Gorleben nicht nur
erkundet wurde. Von den 1,5 Milliarden Euro wurden bereits über 800
Millionen Euro in den Bau eines zukünftigen Endlagers investiert.
Frau Flachsbarth (CDU) befürchtet beim Parlamentarischen
Untersuchungsausschuss des Bundestages zu Gorleben "Klamauk". "Mit
solchen Äußerungen disqualifiziert sich Frau Flachsbart als Vorsitzende
eines Untersuchungsausschusses", wirft ihr Kerstin Rudek von der
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg vor.
"Seit 1977 wird unter Bergrecht gegen zahlreiche vorliegende
wissenschaftiche Beweise versucht, ein Endlager zu installieren.
Sämtliche Unterlagen zu Gorleben gehören auf den Tisch, damit alle sehen
können: der Salzstock Gorleben ist nicht geeignet zum Endlager für
Radioaktiven Müll. Wann werden endlich Lehren aus der Asse gezogen? Wann
kommt das Eingeständnis: Gorleben wird kein Endlager?"
Bis dahin wird es stürmisch bleiben: die Bevölkerung ist nicht bereit,
die Versäumnisse der Politik auf ihre Schultern zu laden. Zukünftige
Energiepolitik wird das Ergebnis einer gesellschaftlichen
Auseinandersetzung sein, und die findet bei Demonstrationen gegen die
Atompolitik auf der Straße statt. So beim Krümmel Treck, der am 21.4. in
Gorleben startet und am 24.4. in eine von drei bundesweiten
Großdemonstrationen in Krümmel mündet. Die Mehrheit der Bevölkerung will
den Atomausstieg, der 24.April bietet die nächste Plattform, das zu
zeigen.
"Herrn Röttgen laden wir ein: er kann den langen Weg des Aktenstudiums
verkürzen und an der Fachtagung der BI zum Salzstock Gorleben am 16. und
17. April teilnehmen." Unabhängige Wissenschaftler stellen ihre
kritischen Expertisen dar. "Frau Flachsbarth laden wir selbstverständlich
ebenso zu unserer Fachtagung ein", so die Vorsitzende der BI Kerstin
Rudek.
Kerstin Rudek, 0160 15 92 473
Am 16. und 17.4. veranstaltet die BI eine Fachtagung zum Salzstock
Gorleben in Dannenberg, Anmeldungen werden über das BI Büro oder per
email entgegengenommen, das Programm ist auch über die Webseite www.biluechow
-dannenberg.de einsehbar Folgen Sie dem Banner "Fachtagung"!
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Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg
Vorsitzende: Kerstin Rudek
Kontakt: kerstin.rudek ät bi-luechow-dannenberg.de
Telefon: 0160 - 159 24 73
www.bi-luechow-dannenberg.de
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