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Sarkozys Atomexportplaene gefaehrden die Zukunft

CSFR Comité pour la Sauvegarde de Fessenheim et de la Plaine du Rhine

BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein 0761/30383

*Sarkozys Atomexportpläne gefährden die Zukunft

9.3.2010*

http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/gaddafi-dschihad.html

An die Medien,

Bei einer aktuellen Konferenz in Paris forderte Frankreichs Staatspräsident die Finanzierung des Baus von Atomkraftwerken in Schwellenländern durch internationale Entwicklungsbanken. "Er verstehe nicht, warum für Institute wie die Weltbank oder die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) die Unterstützung bei der Errichtung von Kernkraftwerken geächtet sei", sagte der französische Präsident Nicolas Sarkozy laut Medienberichten bei einer zweitätigen Konferenz, die heute am Sitz der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris endet. Eines der vielen Länder in Spannungsgebieten, in die Herr Sarkozy gerne AKW verkaufen würde, ist Libyen.

Der libysche Staatschef Gaddafi war erst vor wenigen Tagen wieder einmal "aufgefallen". Er hatte im Februar 2010 zum Dschihad gegen die Schweiz aufgerufen. "Der ungläubigen und abtrünnigen Schweiz, die die Häuser Allahs zerstört, muss der Dschihad erklärt werden", wurde er in verschiedenen Medien zitiert.

Im Juli 2009 sagte der libysche Staatschef beim G-8-Gipfel: "Die Schweiz müsse zerschlagen und auf ihre Nachbarländer aufgeteilt werden". Gaddafis Sohn Hannibal wurde in der britischen "Sunday Times" folgendermaßen zitiert: "Wenn ich eine Atombombe hätte, würde ich die Schweiz von der Landkarte fegen."

Durch den Bau französischer Atomkraftwerke in Lybien könnte der Alptraum libyscher Atomkraftwaffen Realität werden. Der Präsident will für den Atomkonzern Areva Atomkraftwaffen an Libyen, Syrien, Marokko, Algerien und in andere Spannungsgebiete verkaufen. Er schloss u.a. mit Syrien und Libyen Abkommen zur Atomzusammenarbeit.

Warum haben Länder wie Pakistan oder Nordkorea Atomwaffen? Weil sie mit Hilfe der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" Mittel und Wege gefunden haben, Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und neue AKW (auch der neue Siemens Euroreaktor EPR) vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden. Deutlich wird diese Gefahr auch beim Streit um das iranische und nordkoreanische Atomprogramm und die iranische und nordkoreanische Atombombe. Doch der erhobene Zeigefinger in Richtung Schwellenländer gilt nicht, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und Urananreicherungsanlagen stehen. Auch darum brauchen wir den Atomausstieg.

Eine, mit dem Unfall von Tschernobyl durchaus vergleichbare Katastrophe für die Menschheit, ist jedes neue Land, das mit Hilfe der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie und mit Hilfe von Herrn Sarkozy zum Atomwaffenstaat wird.

Doch der französische Präsident sieht sich als Außendienstmitarbeiter und Vertreter der französischen Atomkonzerne und gefährdet so die Zukunft und den Frieden auf der Welt.

Jean Jaques Rettig (CSFR),
Axel Mayer (Bund für Umwelt und Naturschutz)

Mehr Infos zu AKW und Atomwaffen

http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/atomkraftwaffen-abschaffen.html

09.03.10    Absender/-in: Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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