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http://www.umweltruf.de/news/111/news0.php3?nummer=36652
Umweltruf, 9.3.10
Gefahrguttransporter Weiterfahrt untersagt
Behältnis mit dem radioaktiven Stoff Uranhexafluorid mit extrem starken
Durchrostungen
Nachdem Beamte der Gefahrgutüberwachung gestern Vormittag einen deutschen
Sattelzug auf der A1 in Fahrtrichtung Osnabrück angehalten und
kontrolliert hatten, untersagten die Spezialisten dem 58 Jahre alten
Fahrer des mit radioaktiven Stoffen beladenen Transporters wegen
gravierender Mängel die Weiterfahrt. Der Gefahrguttransport wurde aus dem
Verkehr gezogen und muss vorerst in Bremen verbleiben.
Am Einsatzort stellten die Gefahrgutüberwacher fest, dass das Gefahrgut
unzulässig befördert wurde. Das Behältnis mit dem radioaktiven Stoff
Uranhexafluorid, der zur Herstellung von Kernbrennstoff benötigt wird,
befand sich auf einem offenen Container (sog. Flat). An diesem Flat
wurden extrem starke Durchrostungen an tragenden Bauteilen festgestellt,
sodass ein sicherer Transport, der von Hamburg nach Gronau erfolgen
sollte, nicht gewährleistet war.
Daraufhin untersagten die Polizisten vorerst die Weiterfahrt und
begleiteten den Sattelzug mit der 15 Tonnen schweren gefährlichen Ladung
bis zum ortsansässigen Firmensitz, um dort eine zulässige
Gefahrgutbeförderung zu veranlassen. Das Behältnis mit dem radioaktiven
Material muss in einen intakten Container umgeladen werden, ehe die Fahrt
fortgesetzt werden darf. Der marode Container war mit dem Schiff aus den
USA gekommen und im Hamburger Hafen auf den Sattelzug verladen worden.
Die Verantwortlichen erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.
(Pressestelle Polizei Bremen)
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