Nadeshda
Forum: cl.politik.atom-presseschau
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>

Raetselhafte Verlagerung des iranischen Urans

Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und dient exklusiv Ihrer persönlichen Information.


http://womblog.de/2010/03/09/rtselhafte-verlagerung-des-iranischen-urans/

womblog, 9.3.10

Rätselhafte Verlagerung des iranischen Urans

Von David A. Sanger-THE NEW YORK TIMES -Another Puzzle After Iran Moves Nuclear Fuel | Luftpost LP 067/10 vom 09.03.10 - übersetzt von Wolfgang Jung | - Warum hat der Iran fast seinen ganzen Vorrat an schwach angereichertem Uran in einer leicht zu bombardierenden oberirdischen Anreicherungsanlage untergebracht? - fragt die NEW YORK TIMES?

WASHINGTON - Als im September 2009 herauskam, dass der Iran auf einer Militärbasis in der Nähe der Stadt Qom eine geheime unterirdische Urananreicherungsanlage baut, erklärte die Führung des Landes, dass sie keine andere Wahl hatte. Da die iranischen Atomanlagen ständig von Angriffen bedroht seien, würden nur Narren sie ungeschützt lassen.

Können Sie sich vorstellen, wie überrascht die internationalen Inspektoren deshalb vor fast zwei Wochen waren, als sie beobachteten, wie der Iran fast seinen kompletten Vorrat an schwach angereichertem Uran in eine oberirdische Anreicherungsanlage verbrachte. Ein (US-)Offizieller stellte dazu fest, damit sei das Uran zur Zielscheibe geworden.

Warum ist der Iran ein so großes Risiko eingegangen?

Dieses Mysterium ist Thema einer leidenschaftlichen Debatte unter vielen Beobachtern, die versuchen, die Absichten zu entschlüsseln, die der Iran damit verfolgt. Die Erklärungen dafür sind bizarr bis banal: Einige nehmen an, der Iran wolle Israel damit zu einem Erstschlag provozieren. Andere vermuten, man wolle einfach nur die Konfrontation mit dem Westen anheizen, um weitere Zugeständnisse in Verhandlungen durchzusetzen. Die einfachste Erklärung, die auch die Obama-Regierung favorisiert, geht davon aus, dass der Iran nicht mehr genügend Lagerungsbehälter für sein radioaktives Material (in den bisherigen Lagerungsstätten hatte) und es deshalb komplett auslagern musste.

Mehr unter obiger URL

10.03.10    Absender/-in: Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>
Forum: cl.politik.atom-presseschau