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http://derstandard.at/1267743636149/Atommuell-Warnschilder-fuer-ueberuebermorgen
der Standarad, 10.3.10
Atommüll
Warnschilder für überübermorgen
Endlager von Atommüll sollte man auch in tausenden Jahren noch nicht
betreten
Wie aber lässt sich garantieren, dass Warnungen auch in fernster Zukunft
verstanden werden? Sind sie überhaupt möglich?
Zehntausend Jahre sind ein Zeitraum, der uns unüberschaubar und
unvorstellbar lange erscheint. Zehntausend Jahre ist aber auch der
Zeitraum, über den radioaktiver Müll sicher unterirdisch gelagert werden
muss. Die toxische Wirkung und die Halbwertszeit des Abfalls machen eine
dauerhafte Einlagerung unumgänglich.
Abseits von technischen Machbarkeiten, moralischen Bedenken und
ökologischen Einwänden stellt sich ein weiteres Problem: Wie sichert man
die Endlager so, dass auch in ferner Zeit niemand unwissentlich in die
Lagerstollen eindringt?
Aus diesem Grund wurde von der US-Energiebehörde bereits für rund 20
Jahren ein Projekt für überirdische Warntafeln ausgeschrieben. Sie sind
für das Waste Isolation Pilot Plant (WIPP) in New Mexico geplant, und in
den nächsten Jahren sollen sie aufgestellt werden. Die Gesamtkosten
werden auf einen zweistelligen Dollar-Millionenbetrag geschätzt.
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