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- Esra Jurmann erneut zu Besuch in Pirna
- Hände werden gesucht!
- Jugendaustausch mit Israel
- Jetzt endlich: Bad Taste Party!
- Diskussionsforum : Was ist uns die Demokratie wert? - Zur Zukunft des
Förderprogramms "Weltoffenes Sachsen"
- Doch dunkel - Buchpremiere
- Presseschau
- Gemeinsame Aktion gegen Rechts, 04.03.2010
- Platzende Seifenblasen gegen Kürzung der Jugendpauschale, 02.03.2010
- Stolpener Stadtrat fordert mehr Zivilcourage, 01.03.2010
- Neustadt protestiert gegen rechte Gewalt, 27.02.2010
- Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz",
26.02.2010
- | :: Esra Jurmann erneut zu Besuch in Pirna ::
22.03.-29.03.2010 / Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Jetzt anmelden! Zeitzeugengespräche an den Schulen des Landkreises möglich
Esra Jurmann, der Sohn jüdischer Geschäftsinhaber aus Pirna, schrieb seine
Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus und den Leidensweg seiner
Familie im Buch "Vor allen Dingen war ich ein Kind - Erinnerungen eines
jüdischen Jungen" nieder.
Wir freuen uns Herrn Jurmann in der Zeit vom 22.03. bis zum 29.03. erneut
in Pirna begrüßen zu dürfen. Wie bereits im vergangen Jahr ist Herr Jurmann
gern bereit in die Schulen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
zu Zeitzeugengesprächen zu kommen.
Sie haben Interesse an an einem Zeitzeugengespräch mit Herrn Jurmann? Dann
melden Sie sich bitte bei uns an. Wir finden für Sie und Ihre Schule gern
einen Termin im Zeitraum vom 22.03. bis zum 29.03.
Herr Jurmann wird aus seinem Leben erzählen, möchte mit den Schülerinnen
und Schülern ins Gespräch kommen und Fragen beantworten. Ca. 90 Minuten
sollten für diese Veranstaltung eingeplant werden.
Anmeldung unter:
Aktion Zivilcourage e.V.
Johannes Enke
Lange Straße 43
01796 Pirna
j.enke ät aktion-zivilcourage.de
Tel: 03501/460880
Fax: 03501/460881
Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.
2. | :: Hände werden gesucht! ::
28.05.-30.05.2010 / Pirna /
Helfer sein, beim Markt der Kulturen 2010
Jedes Jahr im Frühjahr verwandelt sich der Pirnaer Marktplatz in ein
kunterbuntes kulturelles Treiben. Tausende informieren sich über die Arbeit
von Organisationen, genießen Spezialitäten aus aller Herren Länder, schauen
sich die Bühnenbeiträge an und rocken am Abend zu den verschiedensten Bands
aus dem In- und Ausland ab.
Doch so ein Event benötigt viel Organisation und erst recht viele helfende
Hände.
Jede helfende Hand wir benötig, egal ob am Vormittag, am Nachmittag, für
ein paar Stunden oder den ganzen Tag, das ganze Wochenende. Beim Markt der
Kulturen wir jeder gebraucht. also meldet euch!
Wer also Lust hat beim Markt der Kulturen 2010 im Zietraum vom 28.05. bis
zum 30.05.2010 aktiv dabei zu sein und mit anpacken möchte, der meldet sich
bitte unter:
Tel.: 03501 460880
E-Mail: j.scholer ät aktion-zivilcourage.de
Einfach eine kurze E-Mail mit den Kontaktdaten, der möglichen Zeitspanne
sowie einem Wunscheinsatzort schreiben.
Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.
3. | :: Jugendaustausch mit Israel ::
Die Aktion Zivilcourage organisiert in diesem Sommer einen Austausch mit
Israel für Fachkräfte der Jugendarbeit und der sozialen Arbeit.
Ende Mai kommen 10 junge Leute aus Israel für 10 Tage nach Pirna, im Juli
reisen 10 deutsche Teilnehmer nach Jerusalem.
Die Teilnehmer sollen ein möglichst breites Spektrum der Jugendarbeit
abdecken, z.B. Mitglieder der Jugendfeuerwehr, Engagierte aus Sportvereine,
aus Kirchgemeinden und junge Leute in Parteien.
Sie können sich bis zum 15. März als Teilnehmer für dieses
Austauschprogramm bewerben.
Wir sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie diese Information an Interessierte
weitergeben können, damit möglichst viele Menschen von diesem Angebot
erfahren!
Die genauen Daten sowie Details zur Bewerbung finden Sie auf unserer
Homepage www.aktion-zivilcourage.de.
Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.
4. | :: Jetzt endlich: Bad Taste Party! ::
26.03.2010 / HANNO
Pirna TOP-News des Tages: Polizei und Jugendamt erteilen Freigabe - "Bad
Taste Party" darf nun doch starten!
Am 26.03. ab 21 Uhr heißt es im HANNO Pirna wieder: Bad Taste Party - das
Betreten der Irrenanstalt erfolgt auf eigene Gefahr - mit Belästigungen
muss gerechnet werden!
Musikalisch ist natürlich alles dabei, von Kuschelrock
(einsbisfünfunddreißig) über BravoHits bis zu den steilsten BoyGroups der
90iger. Bring Deine ganzen alten Scheiben einfach mit, unsere DJs werden
jede Menge Wiederbelebungsversuche durchführen. Für Knicklichter und
schräge Drinks sorgen wir - für ein mieses Outfit bist Du allerdings selbst
verantwortlich! :-)
Ab 15. März gibt es Karten für die Party im Vorverkauf für 2,50 Euro. An
der Abendkasse zahlst Du dann im Terror-Kostüm Deiner Wahl 3,50 Euro und als
"Normalo" 4,50 Euro Eintritt.
Und wie immer gilt: Thor Steinar, "NS Hardcore" & Co. sind zwar auch voll
hässlich, aber damit stehst Du Dir draußen nen Wolf - denn mit
rassistischen Ideen und ähnlichen Einstellungen hast Du auf unseren Partys
nix zu suchen!
Alle Infos auch unter www.cannabeat.de
Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.
5. | :: Diskussionsforum : Was ist uns die Demokratie wert? - Zur Zukunft
des Förderprogramms "Weltoffenes Sachsen" ::
08.03.2010/ Dresden
19.00 Uhr Volkshaus Dresden Konferenzsaal, 6. Etage Schützenplatz 14 01067
Dresden
Das in der letzten Legislaturperiode beschlossene Förderprogramm hatte das
Leitziel, die demokratische Kultur zu stärken und Extremismus in unserer
Gesellschaft abbauen zu helfen.
Nach dem Regierungswechsel stellt sich die Frage nach der Zukunft des
Förderprogramms. Wird es Veränderungen geben? Können sächsische Initiativen
weiter arbeiten wie bisher? Was ist uns die Demokratie wert? Die Friedrich
Ebert Striftung - Büro Dresden lädt Sie ein, diese Fragen zu diskutieren
und mit Fachleuten Politikern über die Zukunft des Förderprogramms
"Weltoffenes Sachsen" zu sprechen.
Vorgesehenes Programm:
19.00 Uhr: Begrüßung und Einführung - Martin Dulig - Fraktionsvorsitzender
der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag
19.30 Uhr: Statement - Dr. Michael Wilhelm -Staatssekretär im Sächsischen
Staatsministerium des Innern
19.45 Uhr: Statement - Michael Kraske / Journalist und Autor aus Leipzig
20.00 Uhr: Diskussion mit: Dr. Michael Wilhelm, Michael Kraske, Rolf
Schwanitz, Susann Rüthrich, Roman Becker;
Moderation: Grit Hanneforth (Kulturbüro Sachsen e.V.)
21.30 Uhr: Zusammenfassung
- Veranstalter
-
Friedrich-Ebert-Stiftung
Büro Dresden
Königstraße 6
01097 Dresden
Tel.: 0351 - 80 46 803
Fax.:0351 - 80 46 805
e-Mail: DRNmail ät fes.de
- Veranstaltungsort
-
Volkshaus Dresden
Konferenzsaal
6. Etage
Schützenplatz 14
01067 Dresden
- Anmeldung
-
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Ihre Anmeldung bis zum 3. März
2010 mit dem beiliegenden Formular per Fax oder Brief oder per Mail an
DRNmail@fes.de. Ihre Anmeldung gilt als verbindlich, wenn Sie von uns keine
Absage erhalten. Bitte benutzen sie diese Anmeldeformular.
Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.
6. | :: Doch dunkel - Buchpremiere am 8.3.2010 in Leipzig ::
08.03.2010 / Leipzig / Moritzbastei
Eine Parabel mit szenischem Charakter, in der Tradition von George Orwells
"1984", zur Auseinandersetzung eines modernen Individuums mit einer
totalitärer Gesellschaft.
Jede Entscheidung erschafft zwei mögliche Realitäten. Warum muss es einen
dann gerade in eine der unschönen verschlagen? Felix Steiner lebt im Jahr
2030, wo Menschen spurlos verschwinden oder grausam ermordet werden. Für
ihn nur abstrakte Fälle in den Medien, bis er selbst verschwindet. Er
erwacht in einem Krankenhaus und erlebt eine Anti-Amnesie: nur an seinem
eigenen Gedächtnis kann er sich festhalten, die Außenwelt ist erschreckend
fremd.
Er ist in eine parallele Realität übergewechselt, die von einem totalitären
Regime beherrscht wird und auch einen Menschen namens Felix Steiner
enthält, der als stupider Befehlsempfänger im Verwaltungsapparat der
Obrigkeit beschäftigt ist.Felix muss nun mit dem Leben seines unangenehmen
Alter ego zurechtkommen, mit seiner indoktrinierten Familie, seinem
stupiden Job, um bloß nicht aufzufallen und als Spion enttarnt zu werden.
Sprache, Kultur, Mitmenschen: Vertrautes wird plötzlich fremd, was weitaus
schlimmer ist als Fremdem neu zu begegnen. So schließt sich Felix einer
Untergrundorganisation von anderen Spionen an, die versuchen, die
unerträgliche Situation zu ändern. Zudem passieren auch hier grausame Morde
nach dem gleichen Muster wie in Felix alter Welt
Autoren-Porträt von Bastian Wierzioch:
1976 in Bayern geboren, studierte Journalistik und Politikwissenschaft an
der Universität Leipzig, arbeitet heute als Reporter u. a. für MDR FIGARO,
rbb kultur und Bayern 2. 2005 bekam er den ARD Medienpreis CIVIS 2005 für
Integration und kulturelle Vielfalt in Europa im Bereich Hörfunk verliehen.
MORITZBASTEI Leipzig -Mo 08.03.2010 - 20:30 Uhr - Tonne - Preis: 6.- ¤ -
Lesung
26.03.2010 / HANNO
Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.
7. | :: Presseschau ::
- Gemeinsame Aktion gegen Rechts
04.03.2010 / Pirna
Oberbürgermeister Hanke und die demokratischen Stadtratsfraktionen haben
die rechtsextremen Vorfälle in Pirna scharf verurteilt.
Es ist ein klares Signal, das von der jüngsten Stadtratssitzung ausgeht.
Einhellig erklärten Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) und die
demokratischen Fraktionen die Anschläge und Übergriffe in Pirna am 13.
Februar für nicht hinnehmbar: "Wir finden es bestürzend, dass die NPD diese
Anschläge öffentlich rechtfertigt." Wenn Gewalt von einer im Stadtrat
sitzenden Partei als legitimes Mittel bezeichnet werde, sei das ein
unhaltbarer Zustand.
Auf der Sitzung hatten viele Stadträte die jüngsten Ereignisse aufs
Schärfste verurteilt. Ina Hütter von der FDP erklärte, dass Pirnas Ansehen
deutschlandweit Schaden genommen habe. Ulrich Kimmel von der SPD, deren
Büro angegriffen wurde, forderte NPD-Stadtrat Mirko Liebscher auf, sein
Mandat niederzulegen. Tilo Kloß (Die Linke) zeigte sich tief betroffen und
nannte die Vorgänge ein Armutszeugnis. Und auch Claus Hering (Freie Wähler)
und Hans-Peter Schwerg (CDU) missbilligten den Neonazi-Marsch durch die
Stadt deutlich. OB Hanke berichtete, dass nach wie vor das
Landeskriminalamt ermittelt. Er sei froh darüber, dass sich ein breiter
Konsens gegen diese Ausschreitungen gebildet habe: "Rechtsextremismus hat
in Pirna keinen Platz, niemals und nirgends."
Quelle: Sächsische Zeitung, 04.03.2010
b) Platzende Seifenblasen gegen Kürzung der Jugendpauschale
02.03.2010 / Pirna
Mit friedlichem Protest gehen Jugendliche in Sebnitz, Pirna, Freital und
Dippoldiswalde gegen die geplanten Streichungen vor.
Mein Pustefix eingepackt und los geht's zum Flashmob. Das dachten sich
junge Leute gestern in Pirna, Sebnitz, Dippoldiswalde und Freital. Pünktlich
16.16 Uhr schickten sie in all diesen Städten ihre Seifenblasen in den
Himmel, in Pirna waren mehr als hundert Jugendliche gekommen.
Ziel dieses stillen Protestes, zu dem im Internet aufgerufen worden war,
ist die sächsische Regierung. Denn die hat für den Freistaat Sachsen die
Zuschüsse für die Jugendarbeit gekürzt. "Wir wollen Aufmerksamkeit erregen,
damit sich auch andere Jugendliche für das Thema interessieren", sagt Marie
Kohls (19) aus Hellendorf, "denn je mehr erscheinen, umso deutlicher wird,
wie viele Leute dagegen sind", ergänzt Jacob Bergmann (16) aus
Rathmannsdorf. Die Telekommunikation verbindet. "Ich habe im Internet auf
der Seite des Jugendfestes die Aktion wahrgenommen und finde es
unangebracht, die Mittel zu streichen", sagt der 16-Jährige.
Aus den Reihen von Jugendland fühlte sich Stefanie Rühle dazu verpflichtet,
"die ganze Aktion zu unterstützen, denn ich möchte nicht, dass unser
Jugendclub in Bad Gottleuba aufgelöst wird", sagt die 19-Jährige aus
Oelsen. Gespart werden soll an der Jugendpauschale, die von 14,30 Euro auf
10,40 Euro gesenkt werden soll.
Dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stünden somit 260000 Euro
weniger für Jugendprojekte zur Verfügung. Die Zuschüsse für Freie Träger
sinken zudem um 15 Prozent. "Es wurde speziell von der CDU versprochen,
dass sie die Jugendarbeit fördert. Und jetzt stehen solche Kürzungen an",
kritisierte Marie. "Ist denn dann Politikverdrossenheit unangebracht? Unter
uns Jugendlichen ist das weit verbreitet. Aber angesichts der Einsparungen
verliert die Politik auch das Vertrauen der jungen Generation", sagte die
19-Jährige aus Hellendorf gestern.
Die Protestaktion war ein Zeichen gegen Einsparungen und für die Erhaltung
der Jugendarbeit. "Wenn noch mal solche Proteste stattfinden, dann bin ich
sicherlich wieder dabei", sagte Stefanie.
Die Sportjugend des Kreissportbundes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat
den Protesten unterdessen eine Absage erteilt. "In dieser Situation als
Vorbild auf die Straße protestieren zu gehen, halten wir für äußerst
bedenklich", schreiben die Sportjugend und Jugendsportkoordinator Tom
Jerusel in einem offenen Brief. Sie plädieren dafür, mit den
verantwortlichen Politikern zu reden und ein "nachhaltiges Konzept" für die
Jugendarbeit zu entwickeln. Denn in einem sind sie sich mit den
Protestierern einig: "Die Kürzung der Jugendpauschale durch das Land
Sachsen ist katastrophal für unseren Landkreis."
Der CDU-Landtagsabgeordnete Oliver Wehner, der die Kürzungen in der
Jugendarbeit vor einigen Tagen noch verteidigte (SZ berichtete), hat seine
Aussagen inzwischen relativert. "Grundsätzlich bedauere ich die Kürzung",
sagte er der SZ. Dennoch: Sie sei vom Sächsischen Sozialministerium bereits
beschlossen und wohl auch durch Proteste nicht mehr abzuwenden. Darum, so
Wehner, sei es hilfreicher, jetzt Argumente für einen Dialog mit der
Staatsregierung sammeln, um weitere Kürzungen zu vermeiden. "Leider konnte
mir der Kreisjugendring bis jetzt nicht sagen, welche Projekte konkret
bedroht sind", kritisiert Wehner.
Quelle: Sächsische Zeitung, 02.03.2010
c) Stolpener Stadtrat fordert mehr Zivilcourage
01.03.2010 / Pirna / Stolpen
Die Verhaftung des Stolpener NPD-Stadtrates Martin Schaffrath bei den
Nazirandalen am 13. Februar in Pirna sorgte bei den Stolpener Stadträten
für eine kurze Debatte. Zuvor hatte Bürgermeister Uwe Steglich (FDP) ihn zu
einer Erklärung zu den Vorfällen in Pirna aufgefordert. Klaus Geißler (FDP)
forderte mehr Zivilcourage. "Wenn man etwas umsetzen will, dann auf
friedlichem Weg und nicht mit Gewalt", sagte er. Auch als Andersdenkender
müsse man darauf Einfluss nehmen, dass Ziele nicht mit Gewalt durchgesetzt
werden. Auch wenn man anders denke, sei Gewalt kein Mittel. Weitere
Stellungnahmen von Stadträten gab es zu diesem Thema nicht. (SZ/aw)
Quelle: Sächsische Zeitung, Montag, 1. März 2010
www.aktion-zivilcourage.de
Quelle: Sächsische Zeitung, 01.03.2009
d) Neustadt protestiert gegen rechte Gewalt
27.02.2010 / Pirna / Neustadt
NPD-Rat Steffen Richter distanziert sich trotz Aufforderung nicht von den
Attacken am 13. und am 18. Februar in Pirna.
Die Neustädter Stadträte von NfN, CDU, Linken und der FDP zeigen sind
entsetzt über die gewaltsamen Randale von Rechtsextremisten in Pirna. Sie
haben den Marsch von etwa 400 Neonazis am 13. Februar durch Pirna und den
Überfall auf das SPD-Büro sowie den Brandanschlag auf das Auto des LinkeKreisgesch
äftsführers Lutz Richter am 18. Februar, der vermutlich ebenfalls
von rechtsextremen Tätern verübt wurde, scharf verurteilt.
Joachim Grünberger (Linke) forderte in der Sitzung am Mittwochabend NPDStadtrat
Steffen Richter auf, sich von den gewaltsamen Übergriffen zu
distanzieren. Gewalt gegen Menschen könne nicht unkommentiert bleiben,
sagte Grünberger. Steffen Richter sah dafür jedoch nicht die Notwendigkeit.
"Ich kann mich von nichts distanzieren, bei dem ich nicht dabei war",
äußerte er. Richter verteidigte sogar die Randale. "Wer Wind sät, wird
Sturm ernten", zitierte er aus der Bibel. Stadträtin Dr. Silke Benusch (NfN)
empfand diese Äußerungen als Schlag ins Gesicht. "Ich schäme mich, mit
Ihnen in einem Raum sitzen zu müssen", sagte sie. Der Kommentar von Richter
hätte eine fatale Außenwirkung. "Für mich macht das eine Zusammenarbeit
unmöglich", sagte die Stadträtin.
Quelle: Sächsische Zeitung, 27.02.2010
e) Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" 1,7
Millionen Euro für 102 Projekte bewilligt
26.02.2010 / Sachsen
Im Rahmen des Landesprogramms "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und
Toleranz" werden in diesem Jahr 102 Projekte gefördert. Das Finanzvolumen
beläuft sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Insgesamt wurden 157 Anträge mit
einem Antragsvolumen von rund 4,1 Mio. Euro gestellt
Diese Zuwendungen werden für regionale Projekte und Maßnahmen gewährt, die
die demokratische Kultur fördern und die freiheitlich-demokratische
Grundordnung stärken. Darüber hinaus soll die Projektförderung insbesondere
an die lokalen und gemeinwesenorientierten Erfordernisse ausgerichtet sein
und in die regionalen Netzwerke eingebunden werden. Dabei werden nicht nur
flächendeckend oder landesweit agierende Projektträger mit hauptamtlichen
Personalstellen gefördert, sondern insbesondere eine Vielzahl kleiner und
lokaler Initiativen mit ehrenamtlichen Akteuren. Gerade die letztgenannten
Projektträger werden nicht nur bei den erforderlichen Sachkosten
unterstützt, sondern auch über die förderliche Zuwendung und damit auch
staatliche Anerkennung in ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement gestärkt.
Innenminister Markus Ulbig: "Für die Sächsische Staatsregierung ist und
bleibt die Bekämpfung des Rechtsextremismus eine Daueraufgabe. Zusammen mit
allen demokratischen Kräften nehmen wir die Bekämpfung des
Rechtsextremismus sehr ernst und treten rechtsextremistischen
Erscheinungsformen deutlich entgegen. Unsere Grundlage ist ein
ganzheitlicher Ansatz. Verzahnung von Demokratieförderung und Prävention
soll das Landesprogramm in seiner Umsetzung effizienter und effektiver
gestalten. Dafür werden für 2010 die Landesmittel ungekürzt zur Verfügung
gestellt."
Rückfragen an Pressesprecher Frank Wend: frank.wend ät smi.sachsen.de
Quelle: SMI Pressemitteilung, 26.02.2010
Unsere Projekte 2009 werden u.a. gefördert & unterstützt durch: das
Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen", den Lokalen Aktionsplan Sächsische
Schweiz, das "Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend",
den Landkreis Sächsische Schweiz, die DGB Dresdem / Oberes Elbtal die Stadt
Pirna, die Amadeu-Antonio-Stiftung, die Städtische Wohnungsbaugesellschaft
Pirna, die Ostsächsische Sparkasse Dresden, die AWO Sonnenstein GmbH,
die AWO Sachsen soziale Dienste GmbH, die Firmen www.4koepfe.de &
www.computer-stephan.de sowie zahlreichen privaten Spenderinnen & Spendern.
Allen unser herzliches Dankeschön!
Die Aktion Zivilcourage ist unter VR 899 im Vereinsregister des Amtsgerichtes
Pirna als Verein eingetragen.
Bankverbindung: Ostsächsische Sparkasse Dresden, Kontonummer: 310 006 839 3
BLZ: 850 503 00 Empfänger: Aktion Zivilcourage e.V.
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Donnerstag, 4. März 2010 um 10:10:44 an 2169 Empfänger versandt.
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