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Erfolgreiches Probesitzen / Dresden und Berlin
Vera 30.01.2010 19:47
Öffentliches Probesitzen und öffentliches Plakatieren - das waren die Aktionen der letzten Woche um auf die Massenblockaden des Naziaufmarsches am 13.2.2010 einstimmen.
Nach den Hausdurchsungen, Internetzensur und Festnahmen in Berlin und Dresden sollte sich hier zeigen, dass sich Antifaschistinnen und Antifaschisten nicht einschüchtern lassen.
In Berlin gab es am Donnerstag (28.1.) zwei Aktionen des bundesweiten Bündnisses "Nazifrei- Dresden stellt sich quer!". Unmittelbar vor dem Gebäude der Sächsischen Landesvertretung kamen etwa 30 Menschen zu einem 'Probesitzen' zusammen - trotz Hagel und Hamburger Gittern auf der Straße. Während der Aktion wurde einer Vertreterin der Sächsischen Landesvertretung ein 'Bescheid' zugestellt. Dessen Kernsatz lautete: "Wir fordern von Ihnen nichts. Wir sagen nur bescheid, dass am 13. Februar 2010 kein Neonazi-Aufmarsch stattfinden wird."
Parallel trafen sich in Kreuzberg 50 Menschen zum öffentlichen Verkleben des von der Dresdner Staatsanwaltschaft verbotenen Plakats. Unter dem gleichen Motto fanden in 15 weiteren Städten ähnliche Plakataktionen statt. In Leipzig, Frankfurt am Main, Jena, Hamburg, Wiesbaden und Schwerin nahmen etwa 400 Menschen am öffentlichen Plakatieren teil. In Dresden kam es allerdings zu acht Festnahmen. In einer Pressemitteilung erklärte Lena Roth, Sprecherin von "Dresden - Nazifrei" dazu: "Ausgerechnet in Dresden spielt die Polizei wieder verrückt. Dabei ist es unserem Aufruf zu verdanken, dass den Neonazis erstmalig nur eine Kundgebung genehmigt werden soll."
Auch Stefanie Buchmann vom antifaschistischen Bündnis "No pasarán" ist sauer über die Festnahmen, meinte aber in der gleichen Pressemitteilung: "Was die Dresdner Behörden auch gegen unsere Blockade-Ankündigung tun - es wird uns nicht aufhalten. Es ist jetzt schon abzusehen, dass sich am 13. Februar tausende Menschen an den Blockaden beteiligen werden."
Am Samstag folgten 150 Menschen in Dresden dem Aufruf von "Nazifrei - Dresden stellt sich quer!" zu einem Probesitzen.
Vielleicht auch aufgrund der hohen TeilnehmerInnenzahl verzichtete die Polizei auf etwaige, vom Bündnis wegen absurder Auflagen - "Rollenspiele zur Einübung polizeiwidrigen Verhaltens sind untersagt" - befüchteten Polizeiübergriffe.
In einer Pressemitteilung des Bündnisses heißt es: "Wir haben im Kleinen geprobt, was wir für den 13. Februar planen: mit vielen Tausend Menschen den Nazis ihren großen Tag verderben." Für das Probesitzen hatte man nur mit 40-50 Leuten gerechnet, "aber die Beteiligung zeigt, dass unser Aufruf vielen Menschen aus dem Herzen spricht. Wir haben die Nazi-Aufmärsche satt." Zum Thema Polizei sagte die Pressesprecherin des Bündnisses Lena Roth: "Wir sind froh, dass sich die
Quelle: indymedia, 31.1.10
http://de.indymedia.org/2010/01/272046.shtml
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