Nadeshda
Forum: cl.politik.antifa
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>

Aktion Zivilcourage Pirna: 13.Februar 2010 - 04.03.2010

Aktion Zivilcourage e.V.
Geschäftsstelle: Lange Straße 43 | 01796 Pirna
Postanschrift: Postfach 100228 | 01782 Pirna
Fon: +49 (0) 35 01 - 46 08 80 | Fon: +49 (0) 35 01 - 4 61 41 64 Fax: +49 (0) 35 01 -46 08 81 | VoIP: +49 (0) 35 01 - 76 70 80 E-Mail: post ät aktion-zivilcourage.de www.aktion-zivilcourage.de


Wichtige INFORMATIONEN finden Sie auch unter:
www.aktion-zivilcourage.de | www.myspace.com/aktionzivilcourage www.twitter.com/azpirna | www.facebook.com/pages/Aktion-ZivilcourageeV /136710147351?ref=mf
www.studivz.net/aktion-zivilcourage

Wichtige TERMINE finden Sie auch unter:
https://www.aktion-zivilcourage.de/Aktuelle_Termine.439/

BILDER vieler Veranstaltungen finden Sie hier:
www.aktion-zivilcourage.de/Galerien_neu.496/


In dieser Ausgabe:

  1. Esra Jurmann erneut zu Besuch in Pirna
  2. Hände werden gesucht!
  3. Jugendaustausch mit Israel
  4. Jetzt endlich: Bad Taste Party!
  5. Diskussionsforum : Was ist uns die Demokratie wert? - Zur Zukunft des Förderprogramms "Weltoffenes Sachsen"
  6. Doch dunkel - Buchpremiere
  7. Presseschau
    1. Gemeinsame Aktion gegen Rechts, 04.03.2010
    2. Platzende Seifenblasen gegen Kürzung der Jugendpauschale, 02.03.2010
    3. Stolpener Stadtrat fordert mehr Zivilcourage, 01.03.2010
    4. Neustadt protestiert gegen rechte Gewalt, 27.02.2010
    5. Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz", 26.02.2010

  1. | :: Esra Jurmann erneut zu Besuch in Pirna ::

22.03.-29.03.2010 / Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Jetzt anmelden! Zeitzeugengespräche an den Schulen des Landkreises möglich

Esra Jurmann, der Sohn jüdischer Geschäftsinhaber aus Pirna, schrieb seine Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus und den Leidensweg seiner Familie im Buch "Vor allen Dingen war ich ein Kind - Erinnerungen eines jüdischen Jungen" nieder.
Wir freuen uns Herrn Jurmann in der Zeit vom 22.03. bis zum 29.03. erneut in Pirna begrüßen zu dürfen. Wie bereits im vergangen Jahr ist Herr Jurmann gern bereit in die Schulen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu Zeitzeugengesprächen zu kommen.
Sie haben Interesse an an einem Zeitzeugengespräch mit Herrn Jurmann? Dann melden Sie sich bitte bei uns an. Wir finden für Sie und Ihre Schule gern einen Termin im Zeitraum vom 22.03. bis zum 29.03.

Herr Jurmann wird aus seinem Leben erzählen, möchte mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen und Fragen beantworten. Ca. 90 Minuten sollten für diese Veranstaltung eingeplant werden.

Anmeldung unter:

Aktion Zivilcourage e.V.
Johannes Enke
Lange Straße 43
01796 Pirna
j.enke ät aktion-zivilcourage.de
Tel: 03501/460880
Fax: 03501/460881

Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.


2. | :: Hände werden gesucht! ::

28.05.-30.05.2010 / Pirna /

Helfer sein, beim Markt der Kulturen 2010

Jedes Jahr im Frühjahr verwandelt sich der Pirnaer Marktplatz in ein kunterbuntes kulturelles Treiben. Tausende informieren sich über die Arbeit von Organisationen, genießen Spezialitäten aus aller Herren Länder, schauen sich die Bühnenbeiträge an und rocken am Abend zu den verschiedensten Bands aus dem In- und Ausland ab.
Doch so ein Event benötigt viel Organisation und erst recht viele helfende Hände.
Jede helfende Hand wir benötig, egal ob am Vormittag, am Nachmittag, für ein paar Stunden oder den ganzen Tag, das ganze Wochenende. Beim Markt der Kulturen wir jeder gebraucht. also meldet euch!
Wer also Lust hat beim Markt der Kulturen 2010 im Zietraum vom 28.05. bis zum 30.05.2010 aktiv dabei zu sein und mit anpacken möchte, der meldet sich bitte unter:
Tel.: 03501 460880
E-Mail: j.scholer ät aktion-zivilcourage.de

Einfach eine kurze E-Mail mit den Kontaktdaten, der möglichen Zeitspanne sowie einem Wunscheinsatzort schreiben.

Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.


3. | :: Jugendaustausch mit Israel ::

Die Aktion Zivilcourage organisiert in diesem Sommer einen Austausch mit Israel für Fachkräfte der Jugendarbeit und der sozialen Arbeit. Ende Mai kommen 10 junge Leute aus Israel für 10 Tage nach Pirna, im Juli reisen 10 deutsche Teilnehmer nach Jerusalem.
Die Teilnehmer sollen ein möglichst breites Spektrum der Jugendarbeit abdecken, z.B. Mitglieder der Jugendfeuerwehr, Engagierte aus Sportvereine, aus Kirchgemeinden und junge Leute in Parteien.
Sie können sich bis zum 15. März als Teilnehmer für dieses
Austauschprogramm bewerben.
Wir sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie diese Information an Interessierte weitergeben können, damit möglichst viele Menschen von diesem Angebot erfahren!
Die genauen Daten sowie Details zur Bewerbung finden Sie auf unserer Homepage www.aktion-zivilcourage.de.

Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.


4. | :: Jetzt endlich: Bad Taste Party! ::

26.03.2010 / HANNO

Pirna TOP-News des Tages: Polizei und Jugendamt erteilen Freigabe - "Bad Taste Party" darf nun doch starten!

Am 26.03. ab 21 Uhr heißt es im HANNO Pirna wieder: Bad Taste Party - das Betreten der Irrenanstalt erfolgt auf eigene Gefahr - mit Belästigungen muss gerechnet werden!

Musikalisch ist natürlich alles dabei, von Kuschelrock
(einsbisfünfunddreißig) über BravoHits bis zu den steilsten BoyGroups der 90iger. Bring Deine ganzen alten Scheiben einfach mit, unsere DJs werden jede Menge Wiederbelebungsversuche durchführen. Für Knicklichter und schräge Drinks sorgen wir - für ein mieses Outfit bist Du allerdings selbst verantwortlich! :-)
Ab 15. März gibt es Karten für die Party im Vorverkauf für 2,50 Euro. An der Abendkasse zahlst Du dann im Terror-Kostüm Deiner Wahl 3,50 Euro und als "Normalo" 4,50 Euro Eintritt.

Und wie immer gilt: Thor Steinar, "NS Hardcore" & Co. sind zwar auch voll hässlich, aber damit stehst Du Dir draußen nen Wolf - denn mit rassistischen Ideen und ähnlichen Einstellungen hast Du auf unseren Partys nix zu suchen!
Alle Infos auch unter www.cannabeat.de

Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.


5. | :: Diskussionsforum : Was ist uns die Demokratie wert? - Zur Zukunft des Förderprogramms "Weltoffenes Sachsen" ::
08.03.2010/ Dresden

19.00 Uhr Volkshaus Dresden Konferenzsaal, 6. Etage Schützenplatz 14 01067 Dresden

Das in der letzten Legislaturperiode beschlossene Förderprogramm hatte das Leitziel, die demokratische Kultur zu stärken und Extremismus in unserer Gesellschaft abbauen zu helfen.
Nach dem Regierungswechsel stellt sich die Frage nach der Zukunft des Förderprogramms. Wird es Veränderungen geben? Können sächsische Initiativen weiter arbeiten wie bisher? Was ist uns die Demokratie wert? Die Friedrich Ebert Striftung - Büro Dresden lädt Sie ein, diese Fragen zu diskutieren und mit Fachleuten Politikern über die Zukunft des Förderprogramms "Weltoffenes Sachsen" zu sprechen.
Vorgesehenes Programm:

19.00 Uhr: Begrüßung und Einführung - Martin Dulig - Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag

19.30 Uhr: Statement - Dr. Michael Wilhelm -Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium des Innern

19.45 Uhr: Statement - Michael Kraske / Journalist und Autor aus Leipzig

20.00 Uhr: Diskussion mit: Dr. Michael Wilhelm, Michael Kraske, Rolf Schwanitz, Susann Rüthrich, Roman Becker;
Moderation: Grit Hanneforth (Kulturbüro Sachsen e.V.)

21.30 Uhr: Zusammenfassung

Veranstalter

Friedrich-Ebert-Stiftung
Büro Dresden
Königstraße 6
01097 Dresden

Tel.: 0351 - 80 46 803
Fax.:0351 - 80 46 805
e-Mail: DRNmail ät fes.de

Veranstaltungsort

Volkshaus Dresden
Konferenzsaal
6. Etage
Schützenplatz 14
01067 Dresden

Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Ihre Anmeldung bis zum 3. März 2010 mit dem beiliegenden Formular per Fax oder Brief oder per Mail an DRNmail@fes.de. Ihre Anmeldung gilt als verbindlich, wenn Sie von uns keine Absage erhalten. Bitte benutzen sie diese Anmeldeformular.

Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.


6. | :: Doch dunkel - Buchpremiere am 8.3.2010 in Leipzig ::

08.03.2010 / Leipzig / Moritzbastei

Eine Parabel mit szenischem Charakter, in der Tradition von George Orwells "1984", zur Auseinandersetzung eines modernen Individuums mit einer totalitärer Gesellschaft.

Jede Entscheidung erschafft zwei mögliche Realitäten. Warum muss es einen dann gerade in eine der unschönen verschlagen? Felix Steiner lebt im Jahr 2030, wo Menschen spurlos verschwinden oder grausam ermordet werden. Für ihn nur abstrakte Fälle in den Medien, bis er selbst verschwindet. Er erwacht in einem Krankenhaus und erlebt eine Anti-Amnesie: nur an seinem eigenen Gedächtnis kann er sich festhalten, die Außenwelt ist erschreckend fremd.
Er ist in eine parallele Realität übergewechselt, die von einem totalitären Regime beherrscht wird und auch einen Menschen namens Felix Steiner enthält, der als stupider Befehlsempfänger im Verwaltungsapparat der Obrigkeit beschäftigt ist.Felix muss nun mit dem Leben seines unangenehmen Alter ego zurechtkommen, mit seiner indoktrinierten Familie, seinem stupiden Job, um bloß nicht aufzufallen und als Spion enttarnt zu werden. Sprache, Kultur, Mitmenschen: Vertrautes wird plötzlich fremd, was weitaus schlimmer ist als Fremdem neu zu begegnen. So schließt sich Felix einer Untergrundorganisation von anderen Spionen an, die versuchen, die unerträgliche Situation zu ändern. Zudem passieren auch hier grausame Morde nach dem gleichen Muster wie in Felix alter Welt
Autoren-Porträt von Bastian Wierzioch:
1976 in Bayern geboren, studierte Journalistik und Politikwissenschaft an der Universität Leipzig, arbeitet heute als Reporter u. a. für MDR FIGARO, rbb kultur und Bayern 2. 2005 bekam er den ARD Medienpreis CIVIS 2005 für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa im Bereich Hörfunk verliehen. MORITZBASTEI Leipzig -Mo 08.03.2010 - 20:30 Uhr - Tonne - Preis: 6.- ¤ - Lesung
26.03.2010 / HANNO

Quelle: Aktion Zivlcourage e.V.


7. | :: Presseschau ::

  1. Gemeinsame Aktion gegen Rechts

04.03.2010 / Pirna

Oberbürgermeister Hanke und die demokratischen Stadtratsfraktionen haben die rechtsextremen Vorfälle in Pirna scharf verurteilt.

Es ist ein klares Signal, das von der jüngsten Stadtratssitzung ausgeht. Einhellig erklärten Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) und die demokratischen Fraktionen die Anschläge und Übergriffe in Pirna am 13. Februar für nicht hinnehmbar: "Wir finden es bestürzend, dass die NPD diese Anschläge öffentlich rechtfertigt." Wenn Gewalt von einer im Stadtrat sitzenden Partei als legitimes Mittel bezeichnet werde, sei das ein unhaltbarer Zustand.

Auf der Sitzung hatten viele Stadträte die jüngsten Ereignisse aufs Schärfste verurteilt. Ina Hütter von der FDP erklärte, dass Pirnas Ansehen deutschlandweit Schaden genommen habe. Ulrich Kimmel von der SPD, deren Büro angegriffen wurde, forderte NPD-Stadtrat Mirko Liebscher auf, sein Mandat niederzulegen. Tilo Kloß (Die Linke) zeigte sich tief betroffen und nannte die Vorgänge ein Armutszeugnis. Und auch Claus Hering (Freie Wähler) und Hans-Peter Schwerg (CDU) missbilligten den Neonazi-Marsch durch die Stadt deutlich. OB Hanke berichtete, dass nach wie vor das
Landeskriminalamt ermittelt. Er sei froh darüber, dass sich ein breiter Konsens gegen diese Ausschreitungen gebildet habe: "Rechtsextremismus hat in Pirna keinen Platz, niemals und nirgends."

Quelle: Sächsische Zeitung, 04.03.2010


b) Platzende Seifenblasen gegen Kürzung der Jugendpauschale

02.03.2010 / Pirna

Mit friedlichem Protest gehen Jugendliche in Sebnitz, Pirna, Freital und Dippoldiswalde gegen die geplanten Streichungen vor.

Mein Pustefix eingepackt und los geht's zum Flashmob. Das dachten sich junge Leute gestern in Pirna, Sebnitz, Dippoldiswalde und Freital. Pünktlich 16.16 Uhr schickten sie in all diesen Städten ihre Seifenblasen in den Himmel, in Pirna waren mehr als hundert Jugendliche gekommen. Ziel dieses stillen Protestes, zu dem im Internet aufgerufen worden war, ist die sächsische Regierung. Denn die hat für den Freistaat Sachsen die Zuschüsse für die Jugendarbeit gekürzt. "Wir wollen Aufmerksamkeit erregen, damit sich auch andere Jugendliche für das Thema interessieren", sagt Marie Kohls (19) aus Hellendorf, "denn je mehr erscheinen, umso deutlicher wird, wie viele Leute dagegen sind", ergänzt Jacob Bergmann (16) aus Rathmannsdorf. Die Telekommunikation verbindet. "Ich habe im Internet auf der Seite des Jugendfestes die Aktion wahrgenommen und finde es unangebracht, die Mittel zu streichen", sagt der 16-Jährige.

Aus den Reihen von Jugendland fühlte sich Stefanie Rühle dazu verpflichtet, "die ganze Aktion zu unterstützen, denn ich möchte nicht, dass unser Jugendclub in Bad Gottleuba aufgelöst wird", sagt die 19-Jährige aus Oelsen. Gespart werden soll an der Jugendpauschale, die von 14,30 Euro auf 10,40 Euro gesenkt werden soll.

Dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stünden somit 260000 Euro weniger für Jugendprojekte zur Verfügung. Die Zuschüsse für Freie Träger sinken zudem um 15 Prozent. "Es wurde speziell von der CDU versprochen, dass sie die Jugendarbeit fördert. Und jetzt stehen solche Kürzungen an", kritisierte Marie. "Ist denn dann Politikverdrossenheit unangebracht? Unter uns Jugendlichen ist das weit verbreitet. Aber angesichts der Einsparungen verliert die Politik auch das Vertrauen der jungen Generation", sagte die 19-Jährige aus Hellendorf gestern.

Die Protestaktion war ein Zeichen gegen Einsparungen und für die Erhaltung der Jugendarbeit. "Wenn noch mal solche Proteste stattfinden, dann bin ich sicherlich wieder dabei", sagte Stefanie.

Die Sportjugend des Kreissportbundes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat den Protesten unterdessen eine Absage erteilt. "In dieser Situation als Vorbild auf die Straße protestieren zu gehen, halten wir für äußerst bedenklich", schreiben die Sportjugend und Jugendsportkoordinator Tom Jerusel in einem offenen Brief. Sie plädieren dafür, mit den verantwortlichen Politikern zu reden und ein "nachhaltiges Konzept" für die Jugendarbeit zu entwickeln. Denn in einem sind sie sich mit den Protestierern einig: "Die Kürzung der Jugendpauschale durch das Land Sachsen ist katastrophal für unseren Landkreis."

Der CDU-Landtagsabgeordnete Oliver Wehner, der die Kürzungen in der Jugendarbeit vor einigen Tagen noch verteidigte (SZ berichtete), hat seine Aussagen inzwischen relativert. "Grundsätzlich bedauere ich die Kürzung", sagte er der SZ. Dennoch: Sie sei vom Sächsischen Sozialministerium bereits beschlossen und wohl auch durch Proteste nicht mehr abzuwenden. Darum, so Wehner, sei es hilfreicher, jetzt Argumente für einen Dialog mit der Staatsregierung sammeln, um weitere Kürzungen zu vermeiden. "Leider konnte mir der Kreisjugendring bis jetzt nicht sagen, welche Projekte konkret bedroht sind", kritisiert Wehner.

Quelle: Sächsische Zeitung, 02.03.2010


c) Stolpener Stadtrat fordert mehr Zivilcourage

01.03.2010 / Pirna / Stolpen

Die Verhaftung des Stolpener NPD-Stadtrates Martin Schaffrath bei den Nazirandalen am 13. Februar in Pirna sorgte bei den Stolpener Stadträten für eine kurze Debatte. Zuvor hatte Bürgermeister Uwe Steglich (FDP) ihn zu einer Erklärung zu den Vorfällen in Pirna aufgefordert. Klaus Geißler (FDP) forderte mehr Zivilcourage. "Wenn man etwas umsetzen will, dann auf friedlichem Weg und nicht mit Gewalt", sagte er. Auch als Andersdenkender müsse man darauf Einfluss nehmen, dass Ziele nicht mit Gewalt durchgesetzt werden. Auch wenn man anders denke, sei Gewalt kein Mittel. Weitere Stellungnahmen von Stadträten gab es zu diesem Thema nicht. (SZ/aw) Quelle: Sächsische Zeitung, Montag, 1. März 2010

www.aktion-zivilcourage.de

Quelle: Sächsische Zeitung, 01.03.2009


d) Neustadt protestiert gegen rechte Gewalt

27.02.2010 / Pirna / Neustadt

NPD-Rat Steffen Richter distanziert sich trotz Aufforderung nicht von den Attacken am 13. und am 18. Februar in Pirna.
Die Neustädter Stadträte von NfN, CDU, Linken und der FDP zeigen sind entsetzt über die gewaltsamen Randale von Rechtsextremisten in Pirna. Sie haben den Marsch von etwa 400 Neonazis am 13. Februar durch Pirna und den Überfall auf das SPD-Büro sowie den Brandanschlag auf das Auto des LinkeKreisgesch äftsführers Lutz Richter am 18. Februar, der vermutlich ebenfalls von rechtsextremen Tätern verübt wurde, scharf verurteilt.
Joachim Grünberger (Linke) forderte in der Sitzung am Mittwochabend NPDStadtrat Steffen Richter auf, sich von den gewaltsamen Übergriffen zu distanzieren. Gewalt gegen Menschen könne nicht unkommentiert bleiben, sagte Grünberger. Steffen Richter sah dafür jedoch nicht die Notwendigkeit. "Ich kann mich von nichts distanzieren, bei dem ich nicht dabei war", äußerte er. Richter verteidigte sogar die Randale. "Wer Wind sät, wird Sturm ernten", zitierte er aus der Bibel. Stadträtin Dr. Silke Benusch (NfN) empfand diese Äußerungen als Schlag ins Gesicht. "Ich schäme mich, mit Ihnen in einem Raum sitzen zu müssen", sagte sie. Der Kommentar von Richter hätte eine fatale Außenwirkung. "Für mich macht das eine Zusammenarbeit unmöglich", sagte die Stadträtin.

Quelle: Sächsische Zeitung, 27.02.2010


e) Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" 1,7 Millionen Euro für 102 Projekte bewilligt

26.02.2010 / Sachsen

Im Rahmen des Landesprogramms "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" werden in diesem Jahr 102 Projekte gefördert. Das Finanzvolumen beläuft sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Insgesamt wurden 157 Anträge mit einem Antragsvolumen von rund 4,1 Mio. Euro gestellt

Diese Zuwendungen werden für regionale Projekte und Maßnahmen gewährt, die die demokratische Kultur fördern und die freiheitlich-demokratische Grundordnung stärken. Darüber hinaus soll die Projektförderung insbesondere an die lokalen und gemeinwesenorientierten Erfordernisse ausgerichtet sein und in die regionalen Netzwerke eingebunden werden. Dabei werden nicht nur flächendeckend oder landesweit agierende Projektträger mit hauptamtlichen Personalstellen gefördert, sondern insbesondere eine Vielzahl kleiner und lokaler Initiativen mit ehrenamtlichen Akteuren. Gerade die letztgenannten Projektträger werden nicht nur bei den erforderlichen Sachkosten unterstützt, sondern auch über die förderliche Zuwendung und damit auch staatliche Anerkennung in ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement gestärkt. Innenminister Markus Ulbig: "Für die Sächsische Staatsregierung ist und bleibt die Bekämpfung des Rechtsextremismus eine Daueraufgabe. Zusammen mit allen demokratischen Kräften nehmen wir die Bekämpfung des
Rechtsextremismus sehr ernst und treten rechtsextremistischen Erscheinungsformen deutlich entgegen. Unsere Grundlage ist ein ganzheitlicher Ansatz. Verzahnung von Demokratieförderung und Prävention soll das Landesprogramm in seiner Umsetzung effizienter und effektiver gestalten. Dafür werden für 2010 die Landesmittel ungekürzt zur Verfügung gestellt."

Rückfragen an Pressesprecher Frank Wend: frank.wend ät smi.sachsen.de

Quelle: SMI Pressemitteilung, 26.02.2010



Unsere Projekte 2009 werden u.a. gefördert & unterstützt durch: das Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen", den Lokalen Aktionsplan Sächsische Schweiz, das "Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend", den Landkreis Sächsische Schweiz, die DGB Dresdem / Oberes Elbtal die Stadt Pirna, die Amadeu-Antonio-Stiftung, die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Pirna, die Ostsächsische Sparkasse Dresden, die AWO Sonnenstein GmbH, die AWO Sachsen soziale Dienste GmbH, die Firmen www.4koepfe.de & www.computer-stephan.de sowie zahlreichen privaten Spenderinnen & Spendern. Allen unser herzliches Dankeschön!

Die Aktion Zivilcourage ist unter VR 899 im Vereinsregister des Amtsgerichtes Pirna als Verein eingetragen.

Bankverbindung: Ostsächsische Sparkasse Dresden, Kontonummer: 310 006 839 3 BLZ: 850 503 00 Empfänger: Aktion Zivilcourage e.V.

|Diese Email wurde beim Verlassen unseres Mailservers auf Viren geprüft.|

Sollte Ihnen unser Newsletter gefallen haben, bitten wir Sie herzlich, diesen Arbeitskollegen oder Freunden zu empfehlen. Unsere Newsletter wurde am Donnerstag, 4. März 2010 um 10:10:44 an 2169 Empfänger versandt.

04.03.10    Absender/-in: Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>
Forum: cl.politik.antifa