Nadeshda
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Ich fahre nach Dresden

Als ich gehört habe, wie die sächsische Polizei sich den Antifaschismus darstellt, scheinbar am liebsten garnicht, war für mich das Fass voll.

Nicht nur, dass diese verdammten Nazi-Organisationen immer noch legal rumlaufen dürfen, nein, jetzt sollen sie mal wieder dabei beschützt werden, wie sie die Opfer von Dresden vor ihren Karren spannen wollen.

Ich bin jetzt 56 Jahre alt, ich habe meine Kinder nicht dazu in die Welt gebracht, dass in unserer Heimat dieselben Kräfte, die unser Volk schon mal in einen verbrecherischen Krieg getrieben haben, unser Ansehen, unsere Demokratie beschmutzen können.

Wir werden in Dresden zeigen, dass es das andere Deutschland, dass es die Tradition des deutschen Antifaschismus, dass aktive Demokraten sich den Braunen nicht wehrlos unterwerfen.

Da wo ich bin, da gibt es keine "national befreite Zone", da könnt Ihr sicher sein.

Wir werden uns mit Fantasie und gewaltfrei dem braunen Mob in den Weg stellen.Von wegen "Straße frei" für die Völkischen, die Straße gehört dem Volk - und wir sind das Volk.

Ich arbeite in den Niederlanden, deren Bevölkerung unter der Nazibarbarei so gelitten hat. Und ich sage meinen niederländischen Kollegen immer, dass es für uns Deutsche eine immerbleibende Verpflichtung ist, dass nie wieder der Faschismus in Deutschland sein Haupt erheben kann.

Und deswegen fahre ich zusammen mit meinem Sohn nach Dresden. Ich bin doch nicht blöd.

Dirk Weber

dirk-weber@web.de
Arft/Duitsland, Veenendaal/Nederland

08.02.10    Absender/-in: Dirk Weber <dirk-weber@web.nl>
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