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Newsletter vom 05.03.2010 - Die Spitze eines braunen Eisberges
BUDAPEST/BERLIN (Eigener Bericht) - Für diesen Samstag kündigen
ungarische Nazi-Gegner Proteste gegen eine Traditionsveranstaltung
ungarischer und deutscher Neonazis an. Deren Kundgebung, die jedes
Jahr in Budapest stattfindet, verherrlicht die gemeinsame Kriegführung
Nazi-Deutschlands und seiner ungarischen Parteigänger. Regelmäßig
nehmen neben Aktivisten der extremen Rechten aus Ungarn auch Vertreter
der NPD sowie nicht parteigebundene deutsche Neonazis teil. Die
Veranstaltung ("Tag der Ehre") trägt damit zu einer engeren
Kooperation der extremen Rechten in Europa bei - auf der Grundlage
gemeinsamer Erinnerung an den deutschen Vernichtungskrieg, an dem
Kollaborateure aus zahlreichen Ländern Europas unter Führung Berlins
teilnahmen. Das Erstarken der äußersten Rechten in Ungarn gründet auf
völkischen Einstellungen, wie sie die deutsche EU-Hegemonialmacht seit
Jahrzehnten fördert (etwa mit der "Volksgruppen"-Politik); sie stoßen
in Ungarn seit den 1990er Jahren auf Sympathie und schlagen in
zunehmendem Maße in völkische Aggressionen gegen Minderheiten im
Landesinneren um. Ungarn, dessen Staatsapparat sich zunehmend für
völkische Ansichten öffnet, ist bevorzugter Partner der deutschen
Südosteuropa-Politik.
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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57755
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