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Newsletter vom 12.03.2010 - Weichen für die Zukunft
BERLIN (Eigener Bericht) - Der Berliner Kulturstaatsminister kündigt
eine Umstrukturierung in der "Stiftung Flucht, Vertreibung,
Versöhnung" an. Die Stiftung, die auf eine Initiative des "Bundes der
Vertriebenen" zurückgeht, ist Gegenstand scharfer internationaler
Kritik: Binnen kürzester Zeit haben ein Drittel der Mitglieder des
wissenschaftlichen Beraterkreises unter Protest ihren Rücktritt
erklärt, darunter Historiker aus Polen und aus der Tschechischen
Republik. Einem im Beraterkreis verbliebenen Historiker zufolge hätten
Polen und die Tschechoslowakei die NS-Verbrechen nur als Anlass
genutzt, um schon lange verfolgte Vertreibungspläne zur Schaffung
"ethnisch homogener" Nationalstaaten zu realisieren. Dem
Stiftungsdirektor Manfred Kittel wird vorgeworfen, eine aus
Steuermitteln finanzierte Studie betreut zu haben, die schwerster
Verbrechen schuldige NS-Täter in Schutz nimmt. Eine Umstrukturierung
scheint unumgänglich, um das arg ramponierte Ansehen der Stiftung
aufzupolieren. Die Bundesregierung kündigt an, die Basis der
Einrichtung zu verbreitern; auch ein Führungswechsel gilt als möglich.
Ausgeschlossen werden jedoch inhaltliche Korrekturen an dem
Revisionsprojekt.
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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57761
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