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Lettlands Innenministerin gegen Marschverbot für SS-Veteranen
16:25 | 08/ 03/ 2010
http://de.rian.ru/postsowjetischen/20100308/125390758.html
RIGA, 08. März (RIA Novosti). Lettlands Innenministerin Linda Murniece kritisiert den jüngsten Beschluss des Stadtparlaments Riga, das den jährlichen Marsch der lettischen Waffen-SS-Veteranen verboten hat.
"Aus meiner Sicht sollte Rigas Parlament die für den 16. März geplanten Veranstaltungen nicht verbieten. Das war eine politische Entscheidung von Bürgermeister Nils Usakovs. Uns lagen keine Hinweise auf mögliche Provokationen vor", sagte Murniece am Montag RIA Novosti.
Anna Kononowa, Sprecherin des Bürgermeisters, sagte RIA Novosti, Usakovs halte das Verbot für "richtig" und "begründet".
Die Ex-Soldaten der lettischen SS-Legion wollen aber trotz des Verbots durch Riga marschieren. Janis Atis Krumins, Leiter der ihnen nahe stehenden Organisation "Daugavas Vanagi", bestätigte am Montag diese Pläne. Lettische Antifaschisten kündigten für den 16. März bereits Protestaktionen an.
Die ehemaligen lettischen SS-Legionäre veranstalten jährlich ihre Märsche durch Riga. Ihre Einsätze gegen die sowjetischen Truppen während des Zweiten Weltkrieges bezeichnen sie als Freiheitskampf.
Fotostrecke: Lettische Waffen-SS-Legionäre marschierten durch Riga
http://de.rian.ru/photolents/20090317/120602856.html
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