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Lausitzer Rundschau: Oppositionelle im Iran von Hinrichtung bedroht
/Wo bleibt der Aufschrei?
Cottbus (ots) - Der Holocaust-Leugner von Teheran verkündet im
Staatsfernsehen - zum wievielten Mal eigentlich schon? - im
Atomstreit Kompromisse machen zu wollen, und die ganze Welt horcht
auf. Um sich dann, entsprechend der Zugehörigkeit zu verschiedenen
politischen Lagern, zu äußern. Skeptisch der Westen, lobend Russland
und China. Experten orakeln über die Gründe von Mahmud
Ahmadinedschads Entscheidung und erörtern, angesichts der aktuellen
Entwicklung, Sinn und Unsinn von Sanktionen. Auch wenn es von
überragender Bedeutung ist, die Atomgefahr aus dem Iran abzuwenden,
so gibt es für Sanktionen gegen die Islamische Republik aber durchaus
noch weitere schwerwiegende Gründe. Wo bleibt der Aufschrei des
Westens angesichts zweier jüngst vollzogener und weiterer geplanter
Hinrichtungen von Oppositionellen in dem Land? Neun Menschen stehen
in diesen Tagen, während der Feierlichkeiten zum 31.Jahrestag
der Islamischen Revolution, wahrscheinlich unmittelbar vor ihrer
Exekution. Es ist zu befürchten, dass das Regime gerade jetzt zeigen
will, was Menschen passieren kann, die auf der Straße gegen die
politischen Verhältnisse protestieren wollen.
Das scheinbare Desinteresse des Westens muss bedrückend für all jene
sein, die im Iran den Mut haben, sich aufzulehnen. Es ist höchste
Zeit, dass der Westen auch gegen Menschenrechtsverletzungen mit
Nachdruck einschreitet.
Originaltext: Lausitzer Rundschau
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