Nadeshda
Forum: cl.menschenrechte.asien
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>

Petition: Jemen: Gerechtigkeit fuer Fatima Hussein-Badi

Petition
Jemen: Gerechtigkeit für Fatima Hussein-Badi

Unzählige Frauen und Mädchen im Jemen erleben Tag für Tag Diskriminierung und Gewalt - mit verheerenden Folgen für ihr Leben. Die jemenitische Gesetzgebung, aber auch Bräuche und Traditionen stempeln sie zu Bürgerinnen zweiter Klasse. Kein Gesetz schützt Frauen und Mädchen im Jemen ausdrücklich vor Gewalt. Das Strafgesetz verurteilt zwar physische Gewalt, erwähnt jedoch weder häusliche noch psychische Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Brauchtum und soziale Normen erlauben es zudem den Männern, ihre Frauen, Töchter und Schwestern zu schlagen.

Im Jemen ist es besonders in ländlichen Gegenden üblich, Jungen und Mädchen sehr früh zu verheiraten. Das Heiratsalter der Mädchen kann schon bei acht Jahren liegen. Die Folge: Die Mädchen gehen nicht mehr zur Schule, bleiben ohne Bildung und geraten so in die finanzielle und soziale Abhängigkeit ihrer Ehemänner. Frühe Schwangerschaften und Geburten stellen zudem ein hohes Gesundheitsrisiko für Mädchen dar.

Werden Sie aktiv! Fordern Sie Gerechtigkeit für Frauen und Mädchen im Jemen! Gerechtigkeit für Fatima Hussein-Badi!

Fatima Hussein-Badi und ihr Bruder Abdullah wurden 2000 festgenommen und später wegen Mordes an Fatimas Mann angeklagt. Im September 2003 bescheinigte der Oberste Gerichtshof im Jemen Fatima Hussein-Badi, sie habe ihren Mann nicht umgebracht. Die 2001 verhängte Todesstrafe wurde in eine Haftstrafe von vier Jahren umgewandelt.

Um Fatima Hussein-Badi zu einem "Geständnis" zu zwingen, führten ihr die Ermittler während der Verhöre ihren Bruder Abdullah mit blutverschmiertem Gesicht vor. Als man drohte, sie zu vergewaltigen, legte ihr Bruder ein "Geständnis" ab - wahrscheinlich um ihr dies zu ersparen. Während der Polizeiverhöre war kein Rechtsbeistand anwesend. Auch seit Verhandlungsbeginn durfte Fatima Hussein-Badis Anwalt nicht an allen Sitzungen teilnehmen. Abdullah wurde 2005 hingerichtet. Fatima droht nun das gleiche Schicksal.

Unterschreiben Sie jetzt die Online-Petition für Fatima Hussein-Badi!

Gerechtigkeit für Fatima Hussein-Badi

Sehr geehrter Herr Präsident,

bereits im September 2003 bescheinigte der Oberste Gerichtshof im Jemen Fatima Hussein-Badi, sie habe ihren Mann nicht umgebracht. Die 2001 verhängte Todesstrafe wurde in eine Haftstrafe von vier Jahren umgewandelt. Doch Fatima Hussein-Badi sitzt bis heute in der Todeszelle. Sie und ihr Bruder Abdullah wurden 2000 festgenommen und später wegen Mordes angeklagt.

Um Fatima Hussein-Badi zu einem "Geständnis" zu zwingen, führten ihr die Ermittler während der Verhöre ihren Bruder Abdullah mit blutverschmiertem Gesicht vor. Als man drohte, sie zu vergewaltigen, legte ihr Bruder ein "Geständnis" ab - wahrscheinlich um ihr dies zu ersparen. Während der Polizeiverhöre war kein Rechtsbeistand anwesend. Auch seit Verhandlungsbeginn durfte Fatima Hussein-Badis Anwalt nicht an allen Sitzungen teilnehmen. Abdullah wurde 2005 hingerichtet. Fatima droht nun das gleiche Schicksal.

Deshalb fordern wir

  • Fatima Hussein-Badis Todesurteil aufzuheben und endgültig in eine Haftstrafe umzuwandeln.
  • die Todesstrafe abzuschaffen.
  • keine Haft ohne faire Gerichtsverfahren.
  • kein staatliches Eingreifen in juristische Fälle.

Hochachtungsvoll,

Online unterschreiben unter
http://www.amnesty.de/petition/2010/1/gerechtigkeit-fuer-fatima-hussein-badi?destination=suche%3Fwords%3Dpetition%2Bjemen%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26search%3DSuchen%26form_id%3Dai_search_form_block

--

NADESHDA Mailbox e.V._ / 0211-9053863 (X.75) / 0211-9345453 (V.34) http://www.nadeshda.org / Informationen aus Politik Umwelt Kultur


29.01.10    Absender/-in: Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>
Forum: cl.menschenrechte.asien