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Deutschland muss unschuldige Guantánamo-Häftlinge aufnehmen!
PK mit Moazzam Begg - Berlin 12.2.2010
Im US-Gefangenenlager Guantánamo halten die USA immer noch knapp 200
Häftlinge menschenrechtswidrig fest. Darunter sind 45-50 Häftlinge, gegen
die strafrechtlich nichts vorliegt, die aber aufgrund drohender Folter
und Verfolgung nicht in ihre Heimatländer zurückkehren können. Die Länder
der EU sollten diese Gefangenen endlich aufnehmen. Sie können wirksam die
Sicherheit der westlichen Welt erhöhen, wenn sie helfen, Guantánamo zu
schließen. Dazu muss die EU deutlich mehr Gefangene als bisher aufnehmen.
Deutschland, das größte Land der EU, hat bisher noch keinen einzigen
Gefangenen aufgenommen.
Moazzam Begg ist einer der etwa 800 Menschen, die seit Eröffnung des
Lagers dort inhaftiert waren. Drei Jahre lang wurde er unschuldig in den
US-Haftzentren Kandahar und Bagram (Afghanistan) und in Guantánamo
festgehalten und gefoltert ohne jemals einer Straftat angeklagt zu
werden. Heute setzt er sich mit der Menschenrechtsorganisation
Cageprisoners für die Rechte von Guantánamo-Häftlingen ein. Begg kommt
nach Deutschland, um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen, dass
Deutschland endlich Guantánamo-Gefangene aufnimmt.
Zur Pressekonferenz mit Moazzam Begg und zwei Anwälten aus den USA und
Großbritannien, die zahlreiche Guantánamo-Gefangene vertreten, laden wir
Sie herzlich ein. Telefonische Interviews vorab sind grundsätzlich
möglich.
Mit den ausländischen Teilnehmern sowie der Amerika-Referentin von
Amnesty International Maja Liebing findet am Abend des 12. Februar eine
öffentliche Veranstaltung statt zum Thema "Guantánamo schließen -
Gefangene aufnehmen": TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, Hauptgebäude,
Raum H 1028. Sie sind herzlich eingeladen.
- WANN
- Freitag, 12. Februar 2010
11:00 Uhr
- WO
- Berliner Pressekonferenz
Presse- und Besucherzentrum des Bundespresseamtes
Reichstagsufer 14, 10117 Berlin, Raum 4
- WER
- Moazzam Begg, Ex-Häftling Guantánamo, Leiter Cageprisoners, Birmingham
Julia Duchrow, Referentin für Terrorismusbekämpfung und Menschenrechte, Amnesty International, Berlin
Sophie Weller, Rechtsanwältin, Center for Constitutional Rights, London
Zachary Katznelson, Rechtsanwalt, Reprieve, London
- Kontakt
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AMNESTY INTERNATIONAL
Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Pressestelle . Postfach 28 01 08 . 10411 Berlin
T: +49 30 420248-306 . F: +49 30 420248-330
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