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Israel: Oberstes Gericht hebt Gefängnisstrafe für Journalisten auf
Berlin (ots) - "Reporter ohne Grenzen" (ROG) begrüßt die heutige
Entscheidung des Obersten Gerichts in Israel, die Verurteilung zweier
Journalisten zu acht Monaten Gefängnis aufzuheben. Chader Schahin,
Korrespondent des iranischen arabischsprachigen TV-Senders "al-Alam",
und sein Assistent Mohammed Sarhan waren vor einem Jahr wegen der
"Preisgabe geheimer Informationen" und der "Übermittlung von
Informationen an den Feind in Kriegszeiten" angeklagt worden.
Nach dem Beginn der israelischen Militäroperation "Gegossenes
Blei" im Gazastreifen am 27. Dezember 2008, erhielt der in Jerusalem
lebende Schahin eine polizeiliche Vorladung. Am 5. Januar 2009
erschien der Journalist bei der Polizei, die ihm vorwarf, den Beginn
der Offensive bereits am Abend des 3. Januar bekannt gegeben zu
haben, noch vor der Aufhebung der Zensur. Mohammed Sarhan begleitete
Schahin zur Polizeistation in Petah Tikva nahe Tel Aviv, um Beweise
zu dessen Unterstützung zu liefern. Am Ende der Befragung jedoch
wurden beide Männer festgenommen.
Ihr Anwalt, David Derri, beantragte zwei Tage nach der
Anklageerhebung am 13. Januar 2009 erfolgreich ihre Freilassung auf
Kaution. Die beiden Journalisten wurden unter Hausarrest gestellt und
am 14. Juni 2009 verurteilt. Von den acht Monaten Haft wurden sechs
zur Bewährung ausgesetzt.
Die damalige Pressemitteilung von ROG lesen Sie unter folgendem
Link:
http://www.rsf.org/Palestinian-journalists-working.html
Originaltext: Reporter ohne Grenzen e.V.
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