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.ausgestrahlt Pressemitteilung
11.1.10
"Bundesregierung muss sich entscheiden zwischen Gewinn-Interessen der
Stromkonzerne und Sicherheit der Bevölkerung"
Atomkraftgegner sehen atompolitischen Streit in der Koalition als ersten
Erfolg ihrer Proteste
Zum Streit in der Regierungskoalition über die Atompolitik erklärt Jochen
Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
"Die Uneinigkeit in der Bundesregierung über die zukünftige Atompolitik
sehen wir als ersten Erfolg unserer Proteste der letzten Monate. Das
macht uns Mut für die Auseinandersetzungen im Jahr 2010.
Noch im Wahlkampf stritten FDP und Union gemeinsam für
Laufzeitverlängerungen. Doch seit der Bundestagswahl bröckelt das Lager
der Atomenergie-Befürworter in den Regierungsparteien gewaltig. Viele
Anhänger von Schwarz-Gelb sehen den Weiterbetrieb der in die Jahre
gekommenen Atommeiler äußerst kritisch. Der rasante Wandel in der
Energiestruktur des Landes, hin zu dezentralen und regenerativen
Energien, macht die großen und unflexiblen AKW überflüssig.
Da hilft auch kein Gerede von einer Brückentechnologie, da die
Atomenergie-Brücke in eine völlig falsche Richtung weist: Mehr
strahlender Müll, mehr Leukämie bei Kindern rund um die Kraftwerke, mehr
Störfälle und Risiken. Der Weiterbetrieb der Reaktoren blockiert den Weg
zu den Erneuerbaren Energien.
Jetzt machen die Stromkonzerne und ihrer Lobbyisten in den
Regierungsparteien Druck, damit nicht noch vor der Einigung über ein
neues Energiekonzept mit Biblis und Neckarwestheim erste Atomkraftwerke
abgeschaltet werden müssen. Dort gehen die im geltenden Atomgesetz
festgeschriebenen Produktionskontingente für Atomstrom zur Neige.
So werden diese beiden AKW zum Lackmustest für die energiepolitische
Lernfähigkeit der Bundesregierung: Versteht sie sich als
Erfüllungsgehilfe für die Gewinn-Interessen der Stromkonzerne oder steht
die Sicherheit der Bevölkerung und der klimapolitisch dringend notwendige
Umbau der Energieversorgung an erster Stelle?
Die Anti-AKW-Bewegung wird nicht abwarten, wie sich die Bundesregierung
entscheidet, sondern sich in den nächsten Monaten offensiv in die
Auseinandersetzung einmischen."
http://www.ausgestrahlt.de
.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.
- Quelle
- http://www.ausgestrahlt.de/presse/artikel/43566e70e7/bundesregierungmuss
-sich-entsche.html
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