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.ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung
24. Januar 2010 (weitgehend Wiederholung vom 23.1.)
"Wiederbelebung von AKW Stade in Neckarwestheim und Biblis?"
Atomkraftgegner: Zur vorläufigen Rettung der süddeutschen Pannen-Meiler
müssten sich Stromkonzerne gegenseitig unterstützen
Zu der "Spiegel"-Meldung, Bundesregierung und Stromkonzerne hätten sich
auf einen vorläufigen Weiterbetrieb aller 17 AKW geeinigt, erklärt Jochen
Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
"Ohne Beteiligung der Bundesregierung ist eine Verständigung der
AKW-Betreiber zur Übertragung von nicht genutzten Stromkontingenten auf
die Uralt-Reaktoren Neckarwestheim und Biblis ausschließlich möglich, wenn
Eon restliche Strommengen des im Jahr 2003 stillgelegten AKW Stade an die
Konkurrenten EnBW (Neckarwestheim) und RWE (Biblis) abgibt.
Es handelt sich um 4.785 Gigawattstunden. Dazu müsste sich der
Stromkonzern Eon bereiterklären, die Stade-Kontingente an die Konkurrenten
EnBW (Neckarwestheim) und RWE (Biblis) abzugeben. Neckarwestheim könnte so
acht Monate oder Biblis sechs Monate oder beide zusammen drei bis vier
Monate länger im Vollastbetrieb laufen.
Für alle anderen denkbaren Strommengen-Übertragungen braucht es eine
rechtsverbindliche Zustimmung der Bundesregierung.
Sollte Stade jetzt in den Schrottmeilern Neckarwestheim und Biblis
wiederkehren, wäre dies eine letzte Bestätigung der Kritik von
Atomkraftgegenern am windelweichen rot-grünen Atomgesetz, das zahlreiche
Ausnahmeregelungen für die Stromkonzerne zulässt.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung hatte angekündigt, nur dann
Atomkraftwerke am Netz zu lassen, wenn sie sicher sind. Der aktuelle
Vorgang zeigt, dass sich Union und FDP offenbar selbst bei den ältesten
und störanfälligsten Anlagen nicht gegen die Stromkonzerne durchsetzen
können.
Eine zentrale Rolle spielt dabei der ehemalige Eon-Manager Gerald
Hennenhöfer, der von Minister Röttgen ins Umweltministerium geholt wurde
und der nun versucht, die restlichen Stader Stromkontingente für Eon zu
versilbern."
.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.
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Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
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Stefan Diefenbach-Trommer
Telefon 040/2531 79 73, Fax 040/2531 89 44
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