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Opposition an der Steckdose: Atomkonzerne abwaehlen

Deutscher Naturschutzring (DNR)
Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände
Pressemitteilung

Opposition an der Steckdose: Atomkonzerne abwählen

Umweltverbände rufen atomkritische Wähler und Nichtwähler zum Stromwechsel auf

Berlin, 30. September 2009 - Nach dem Wahlsieg der atomfreundlichen Parteien CDU, CSU und FDP bei der Bundestagswahl droht ein längerer Betrieb der 17 Atomkraftwerke. Doch atomkritische Wählerinnen und Nichtwähler sollten ihre Hoffnungen auf den Atomausstieg nicht kampflos aufgeben. Deshalb rufen Umweltverbände im Rahmen der Kampagne "Atomausstieg selber machen" zur "Opposition an der Steckdose" auf. Schwarz-Gelb, so die Verbände, habe die Wahl nicht wegen, sondern trotz ihrer Atompolitik gewonnen.

"Verbraucherinnen und Verbraucher können ihren Stromanbieter frei wählen. Bei der 'Strom-Wahl' sollte man sich für einen Anbieter entscheiden, der komplett auf Atomkraft verzichtet", sagt Florian Noto, Sprecher von Atomausstieg selber machen. "Noch ist nicht entschieden, ob und wie lange die Atomkraftwerke weiter laufen dürfen. Alle Stromkundinnen und -kunden die jetzt zu einem unabhängigen Ökostromanbieter wechseln, schwächen die Verhandlungsmacht der großen Energiekonzerne und deren Interesse an der Atomkraft."

"Atomausstieg selber machen" ist eine Kampagne von 21 Umweltverbänden. Auf der Website www.atomausstieg-selber-machen.de informieren sie Verbraucherinnen und Verbraucher über ihre Wahlmöglichkeit bei der Stromversorgung.
Umweltfreundlichen Strom liefern die konzernunabhängigen Anbieter Naturstrom, LichtBlick, Greenpeace Energy und Elektrizitätswerke Schönau. Diese Unternehmen versorgen ihre Kunden ausschließlich mit Ökostrom und setzen sich mit allen Mitteln für eine Energiewende ein. So haben die EWS Schönau die Informationskampagne "100 gute Gründe gegen Atomkraft" gestartet. Greenpeace Energy bietet neben Ökostrom auch
Beteiligungsmöglichkeiten an Windrädern und Solaranlagen an. Lichtblick baut innovative Mini-Kraftwerke für Privathäuser und öffentliche Gebäude, die die schwankende Windenergie optimal ergänzen. Und Naturstrom hat für seine Kunden einen Sonderzug aus Nordrhein-Westfalen zur Anti-AtomDemonstration am 5.9. in Berlin organisiert.

Die Atomkraftwerks-Betreiber Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW beherrschen den deutschen Strommarkt. Über Tochterfirmen wie Yello, E wie einfach, eprimo, NaturEnergie oder Wemio und die Beteiligungen an hunderten Stadtwerken in ganz Deutschland sind viele Stromkunden direkt oder indirekt an einen der Konzerne gebunden.

Träger von Atomausstieg selber machen sind: Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, Naturschutzbund (NABU), .ausgestrahlt, Bund der Energieverbraucher, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), BI Lüchow-Dannenberg, Campact, Deutscher Naturschutzring (DNR), Forum Umwelt und Entwicklung, genanet, Grüne Liga, IPPNW, Jugendbündnis Zukunftsenergie, KLAR, Mütter gegen Atomkraft, NaturFreunde, Robin Wood, urgewald und WWF.

Kontakt
Florian Noto, Deutscher Naturschutzring, florian.noto ät dnr.de, 030-6781775-84

Weitere Informationen:
www.atomausstieg-selber-machen.de


Atomausstieg selber machen
Koordinator: Florian Noto
c/o Deutscher Naturschutzring e.V.
Marienstraße 19/20
10117 Berlin
Tel. 030 / 6781775-84, Fax -80
E-Mail: florian.noto ät dnr.de
www.atomausstieg-selber-machen.de
www.dnr.de

30.09.09    Absender/-in: Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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