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Gorleben, den 8.11.2008
Gegen Castor und Atomenergie
Umweltaktivistin weiter in Vorbeugehaft
Die Aktivistin der Umweltorganisation ROBIN WOOD, Cecile L. ist nach
einem Beschluss des Landgerichts Lüneburg vom gestrigen Abend weiterhin
in Vorbeugehaft. Sie ist inzwischen in die JVA nach Braunschweig gebracht
worden. Die Gewahrsamstelle ist unter 0531-4763048 erreichbar. Cecile L.
hatte sich am Donnerstag mit 14 weiteren AktivistInnen von ROBIN WOOD an
einer Kletter-Aktion als Protest gegen die Atommülltransporte nach
Gorleben und für die Stilllegung von Atomkraftwerken beteiligt. An drei
Stellen waren AktivistInnen von Brücken an Seilen über die Castorstrecke
geklettert und hatten Banner aufgespannt.
'Der Freiheitsentzug für bis zu vier Tage ist eine unverhältnismäßige und
in keiner Weise zu akzeptierenden Zwangsmaßnahme, mit der nicht nur
Cecile selbst, sondern auch der Widerstand gegen die unverantwortliche
Atomenergie diszipliniert werden soll', so Dirk Seifert, Sprecher von
ROBIN WOOD. Gegen die Entscheidung des Landgerichts ist Beschwerde vor
dem Oberlandgericht in Celle eingelegt worden. Offenbar hat die Polizei
die Umweltschützerin regelmäßig observiert. 'Mit der Vorbeugehaft gegen
eine entschlossene und radikale Umweltschützerin wird auch klar, wie dünn
das Eis ist, auf dem die Grundrechte stehen', so Seifert.
'Gemeinsam mit vielen tausend Menschen werden wir heute -- ganz im Sinne
von Cecile -- gegen den atomaren Wahnsinn und die Castortransporte nach
Gorleben demonstrieren. Täglich wird weiter Atommüll produziert, dessen
sichere Lagerung weltweit nicht gelöst ist. Dagegen werden wir auch in
Zukunft entschlossen und mit phantasievollen Aktionen protestieren.
Jahrelang haben Politiker und Experten versprochen, dass das
Atommülllager im Salzstock ASSE sicher sei. Gegen alle Warnungen aus der
Bevölkerung wurden jahrelang die Risiken von unkontrollierbaren
Wassereinbrüchen verharmlost. Jetzt ist klar, dass sich alle Politiker
und vermeintlichen Experten geirrt oder aber die Bevölkerung über die
Sicherheit in der ASSE getäuscht haben: Das Atommülllager ASSE droht voll
Wasser zu laufen und einzustürzen. Auch für den Salzstock Gorleben wird
jetzt Sicherheit versprochen, um endlich den hochradioaktiven Atommüll
aus den Augen zu bekommen. Warum sollten wir das jetzt glauben?', so Dirk
Seifert.
- Kontakt
- Dirk Seifert, ROBIN WOOD-Energiereferent, Tel. 040 / 380 892 21
(Weiterleitung), energie ät robinwood.de
ROBIN WOOD-Telefon Esso-Wiese in Dannenberg; 05861-986136
http://www.robinwood.de/german/presse/index-081108.htm
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