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Achtung! Gen-Milch bei Nestlé und Milupa / Greenpeace-Aktivisten
kennzeichnen bundesweit Babymilch-Produkte
Hamburg (ots) - Gegen Gen-Milch der Hersteller Nestlé und Milupa
protestieren Greenpeace-Aktivisten heute bundesweit in 39 Städten. In
über 100 Supermärkten und Drogerien wird Babymilchpulver zudem mit
Aufklebern gekennzeichnet. Die Aufkleber warnen: "Umweltgefahr - Für
dieses Produkt bekommen Milchkühe Gentechnik-Futter".
Greenpeace fordert Nestlé und Milupa auf, aus der
Gen-Milch-Produktion auszusteigen.
"Der Anbau von genmanipulierten Futterpflanzen gefährdet die
Artenvielfalt und erhöht den Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft",
sagt Alexander Hissting, Gentechnikexperte von Greenpeace. "Mit dem
Kauf von Gen-Milch unterstützen Verbraucher die Verbreitung der
riskanten Gentechnologie. Gentechnikfreie Milch trägt hingegen dazu
bei, Kindern eine intakte Umwelt zu hinterlassen."
Neuer Kinder- und Babymilch-Ratgeber von Greenpeace
Am vergangenen Donnerstag hatte die Umweltorganisation den neuen
Ratgeber "Milch für Kinder - Einkaufsratgeber für den Genuss ohne
Gentechnik" veröffentlicht. Der Ratgeber gibt eine aktuelle Übersicht
zum Einsatz von Gen-Pflanzen für Schulmilch und Babymilchprodukte.
Bioprodukte werden immer ohne Gentechnik im Tierfutter hergestellt.
Auch einige konventionelle Babymilchhersteller wie Hipp und Humana
verarbeiten bereits Milch ohne Gen-Futter-Einsatz.
Mit 65 Prozent Marktanteil haben Nestlé und Danone (Milupa) den
höchsten Absatz von Babymilchpulver in Deutschland. Gegenüber
Greenpeace erklärten die beiden Lebensmittelkonzerne, dass
Gen-Pflanzen in der Milchviehfütterung Standard sei. Eine Umstellung
sei nicht in Planung.
"Durch die fehlende Kennzeichnungs-Pflicht für Milch, Eier und
Fleisch, die mit Gen-Pflanzen erzeugt wurden, ist vielen Verbrauchern
nicht bewusst, dass sie mit Nestlé,- und Danone-Produkten Gen-Milch
kaufen", sagt Hissting. "Mit den Warn-Hinweisen unterstützen wir
heute den Wunsch der meisten deutschen Verbraucher nach einer
besseren Information über die Herkunft ihrer Lebensmittel."
Gen-Pflanzen bringen die Natur aus der Balance
Der Großteil der weltweit angebauten Gen-Pflanzen wie Gen-Mais und
Gen-Soja landet in den Futtertrögen von Schweinen, Kühen und Hühnern.
Greenpeace setzt sich gegen die ökologisch riskante Grüne Gentechnik
ein. Gen-Pflanzen gefährden die Umwelt und eine gentechnikfreie,
nachhaltige Landwirtschaft. Sie können sich unkontrolliert ausbreiten
und bedrohen die Artenvielfalt. Besonders in Südamerika werden
Urwälder für Gen-Soja gerodet und immer mehr gesundheitsgefährdende
Agrargifte eingesetzt. Im neuen Ratgeber weist Greenpeace auch darauf
hin, dass die Forschung derzeit in Gen-Milch kein gesundheitliches
Risiko für den Verbraucher erkennt.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Alexander Hissting, Tel.
0171-8781 185, oder Greenpeace-Pressesprecherin Simone Miller (auch
für Pressefotos), Tel. 0171-870 6647. Videomaterial unter Tel.
0175-5891 718 und als download vom ftp-server. Bilder von den
bundesweiten Protestaktionen finden Sie unter www.greenpeace.de/
genaktion, den Ratgeber unter
www.greenpeace.de/stoppt-gentechnik.
Originaltext: Greenpeace e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6343
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