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Einkommensrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen dbb fordert 5
Prozent: Teilhabe sichern - Strukturwandel gestalten
Berlin (ots) - Der dbb beamtenbund und tarifunion geht mit einem
Forderungspaket im Gesamtvolumen von 5 Prozent in die Einkommensrunde
für die knapp zwei Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes
von Bund und Kommunen. Das beschlossen Bundestarifkommission und
Bundesvorstand heute in Berlin.
Neben einer spürbaren linearen Gehaltsverbesserung, die die
Teilhabe der Beschäftigten an der allgemeinen Einkommensentwicklung
sicherstellen soll, beinhaltet die dbb-Forderung verschiedene
qualitative Komponenten wie die Verbesserung von Aufstiegen,
Höhergruppierungen und Beförderungsmöglichkeiten, die Fortführung der
Altersteilzeitmodelle, die Übernahme der Auszubildenden und Anwärter
sowie strukturelle Verbesserungen in den Bereichen Nahverkehr,
Versorgung und Krankenhäuser.
"Wir sind angesichts der öffentlichen Haushaltslage realistisch,
aber nicht kleinmütig, sondern ob unserer Leistungen selbstbewusst",
betonte der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen. "Der öffentliche
Dienst steht als Eckpfeiler für Bildung, Sicherheit und
Daseinsvorsorge ebenso wie als Standortfaktor für die Wirtschaft vor
großen Herausforderungen. Seine Leistungsfähigkeit muss hierfür
erhalten und ausgebaut werden. Ohne qualifiziertes und motiviertes
Personal ist das nicht möglich - das gilt für Arbeitnehmer und Beamte
gleichermaßen." Der dbb erwarte daher schon heute die zeit- und
inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf den
Beamtenbereich des Bundes, stellte Heesen klar.
"Auf rund fünf Prozent beläuft sich der Einkommensrückstand des
öffentlichen Dienstes gegenüber der Privatwirtschaft mittlerweile",
erklärte Frank Stöhr, der den dbb als 1. Vorsitzender der dbb
tarifunion und Verhandlungsführer bei den am 13. Januar 2010 in
Potsdam beginnenden Tarifverhandlungen vertreten wird. "Eine spürbare
lineare Verbesserung ist notwendig. Einerseits, um die Motivation der
Beschäftigten zu stärken und den öffentlichen Dienst fit zu machen
für den Wettlauf mit der Privatwirtschaft um die besten Köpfe, denn
es kommt jetzt auch auf die Nachwuchsgewinnung an. Andererseits, um
in Zeiten schwachen Wirtschaftswachstums die Binnenkonjunktur zu
stärken", so Stöhr, "es geht hier nicht zuletzt auch um die Kaufkraft
von zwei Millionen Menschen."
Originaltext: DBB - Deutscher Beamtenbund
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