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Hallo Allerseits,
wir wollen die Initiative, die vor einigen Wochen von
GewerkschafterInnen ergriffen wurde, aufgreifen und suchen zur
Unterstützung des Aufrufes von GewerkschafterInnen gegen den NATO Gipfel
noch bis 21. März Unterstützer. Wir bitte auch um die Verbreitung dieser
Mail und des angehängten Aufrufes.
Bitte mit dem zu veröffentlichenden Daten (Name, Ort, betriebliche /
gewerkschaftliche Funktion) melden bei Dirk Spöri (spoeri ät gmx.net) oder
Thomas Trueten (thomas ät trueten.de).
Protest beim NATO-Gipfel in Strasbourg/Baden-Baden
GewerkschafterInnen gegen Krieg und Militarisierung:
Wir zahlen nicht für Eure Kriege!
Am 3. und 4. April soll das 60-jährige Bestehen der NATO gefeiert
werden. Aus diesem Anlass treffen sich die Regierungschefs der
NATO-Staaten, darunter Barack Obama, Nicolas Sarkozy und
Bundes-kanzlerin Angela Merkel, in Baden-Baden, Kehl und Strasbourg. Der
Gipfel soll auch Anlass sein, eine neue NATO-Strategie zu entwickeln,
die den Einsatz von Atomwaffen, die Erweiterung in Osteuropa und die
Ausweitung des Einsatzes in Afghanistan vorsieht.
Was aber ist die NATO?
Nach ihren eigenen Worten dient die NATO in dieser unsicheren Welt der
Sicherung von "Demokratie und Freiheit". Im Kalten Krieg bildete sie
das Gegengewicht zum Warschauer Pakt und sollte die westliche Welt vor
dem Sozialismus bewahren. Dafür wurden die NATO-Staaten massiv
aufgerüstet. Die Angst vor dem Atom-Krieg infolge des Wettrüstens sitzt
noch immer vielen in den Knochen.
Inzwischen wurde die Strategie geändert: nicht mehr Verteidigung sondern
Präventionskriege. Gegen "islamistischen Terror" wird nach wie vor die
westliche Welt aufgehetzt, um Kriege wie den IRAK-Krieg zu unterstützen.
Dort und auch in Afghanistan wird deutlich, dass die Vorherrschaft in
bestimm-ten Regionen und Märkten und Zugang zu Ressourcen wie Öl u.a.
aufrecht erhalten oder hergestellt werden soll. Krieg führen, wo andere
Maßnahmen neoliberaler Politik nicht ausreichen. Mit den Worten von
Peter Struck: "Deutschlands Sicherheit wird auch am Hindukusch
verteidigt" - das ist die Rolle der NATO in Afghanistan.
Was aber haben wir damit zu tun?
Die SPD/GRÜNE Regierung hat 2004 mit der Agenda 2010 die Verbindung
zwischen Krieg und Sozial-abbau deutlich gemacht: Wirtschaftliche
Konkurrenzfähigkeit soll Hand in Hand mit außen-politischem,
militärischem Einfluss gehen. Die Mehrheit der Bevölkerung bezahlt mit
Rentenkürzungen und Mehrwertsteuererhöhung für die Kriegseinsätze in
Afghanistan und anderswo und für eine weitere Aufrüstung.
Der Krieg nach außen ist deshalb auch ein Krieg nach innen. In allen
NATO-Staaten werden soziale und demokratische Rechte beschnitten, wie
zuletzt mit den neuen Versammlungsgesetzen in Bayern und
Baden-Württemberg. Während hierzulande Erwerbslose kaum über die Runden
kommen, werden Milliarden für die Kriege der NATO ausgegeben. Eine
Billion Rüstungsausgaben weltweit, davon zwei Drittel nur aus
NATO-Ländern, während in Folge der weltweiten Krise immer mehr Menschen
vom Hungertod bedroht sind. Und wenn diese Menschen vor Hunger oder
Krieg fliehen, stranden sie an der "Festung Europa", wenn sie denn die
Flucht überleben. Aber mit der militärischen Sicherung der Außengrenzen
der EU durch Frontex, hat auch hier die NATO die Finger im Spiel.
Was aber tun GEGEN die NATO?
In der internationalistischen Tradition der Arbeiterbewegung stehen wir
für ein friedliches Leben der Völker miteinander - einem ureigenen
Interesse der arbeitenden Menschen. Deswegen stellen wir uns als
Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auch gegen die Kriegseinsätze der
NATO und nehmen Teil an den internationalen Protesten gegen den
NATO-Gipfel. Insbesondere in Zeiten der Krise sollten wir uns in
länderübergreifenden Aktionen gegen die Abwälzung der Krisenlast auf
die Beschäftigten stellen. Die Proteste gegen den NATO-Gipfel stehen am
Ende einer Aktionswoche, an deren Beginn am 28. März 2009 bundesweite
Demonstrationen unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise!" und
in deren Mitte Proteste beim G20-Finanzgipfel in London stehen. Wenn wir
also gemeinsam unsere Forderungen erheben, ist das ein Teil des Kampfs
gegen die NATO und ihre zerstörerische Politik!
Wir rufen auf:
Beteiligen wir uns an der Aktionswoche gegen Krise und Krieg von 28.
März bis 4. April 2009!
Beteiligen wir uns an den Protesten gegen den NATO-Gipfel!
... mit der Teilnahme an den Protest-Camps vom 1. bis 5. April.
... mit der Teilnahme am Gegengipfel von 3. bis 5. April in Strasbourg!
... mit der Teilnahme an der internationalen Demonstration am 4.4. April
in Strasbourg!
Für einen vielfältigen Widerstand gegen die Kriegspolitik der NATO!
Kontakt: Dirk Spöri, mail: spoeri ät gmx.net, Tel.: 0160/7942195 / Thomas
Trüten, mail: thomas ät trueten.de, Tel.: 0173/3117574
--
Bonan tagon,
Thomas Trueten http://www.trueten.de
PGP Key Id: 553B87AF9AAF67F6 available ät pgp KeyServers
Fingerprint = 72A3 7A20 C196 A1E3 4922 F512 553B 87AF 9AAF 67F6
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