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>> Das Attac Bankentribunal # weil die Krise System hat!
> 9.-11. April 2010 an der Volksbühne in Berlin
> Denn jemand muss es tun.
Jetzt schnell einen Platz sichern!
- beim großen Zivilgesellschaftsprozess zur Krise.
--> Der Vorverkauf hat begonnen! <--
(Bestellen: www.attac.de/bankentribunal -> Service)
Die größte Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1929 ist noch lange nicht
vorbei. Nach und nach ziehen die Folgen immer größere Kreise:
Verschuldungsspirale, Staatskrisen, Ausverkauf der öffentlichen
Infrastruktur. Doch bisher wurden weder die Ursachen angemessen
aufgearbeitet, noch eine wirkliche Kurskorrektur vorgenommen. Gewinne
werden weiterhin privatisiert und Verluste auf die Allgemeinheit
abgewälzt. Finanzakteure spekulieren exzessiver denn je und die
Regierungen schauen zu. Reguliert wird nur mit Worten, aber es folgen
keine Taten. Deshalb macht Attac ein Bankentribunal - denn jemand
muss es ja tun!
In drei großen "Beweisaufnahmen" werden prominente Ankläger,
Verteidiger, Richter, Zeugen und Gutachter die Hintergründe des Crashs
und der fragwürdigen Bankenrettungen ausleuchten und dabei die
Verantwortung von drei Bundesregierungen sowie von Bankern,
Wirtschaftsprüfern, Ratingagenturen und Meinungsmachern prüfen.
Damit soll zum einen über strukturelle Krisenursachen und persönliche
Verantwortung aufgeklärt, zum anderen auch die Voraussetzung
geschaffen werden, Alternativen zu entwickeln. Denn eines ist klar: Die
neoliberale Ideologie ist gescheitert. Die Zeit für ein ganz anderes
Wirtschafts- und Finanzsystem ist gekommen.
Wer an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Krise interessiert
ist, sollte sich diese Veranstaltung keinesfalls entgehen lassen!
Die Karten können ab sofort per Telefon, E-Mail oder direkt am Schalter
bestellt werden. Der Normalpreis beträgt für alle drei Tage 25 Euro,
der Soli-Preis 35 Euro und der ermäßigte Eintritt 12 Euro. Da diese
Eintrittsgelder sehr knapp kalkuliert sind, bitten wir darum, nach
Möglichkeit den Solidarpreis zu wählen. Dieser kommt den Menschen
zugute, die über wenig Geld verfügen, aber auch am Bankentribunal
teilnehmen möchten.
Ablauf des Tribunals
Das Tribunal findet vom 9. bis 11. April in der Volksbühne in Berlin
statt. Es ist kein Theaterstück, sondern ein fairer
zivilgesellschaftlicher Prozess. Fünf Richterinnen und Richter:
Sozialrichter Jürgen Borchert, Terre-des-Hommes-Geschäftsführerin
Danuta Sacher, Wirtschaftswissenschaftler Karl-Georg Zinn,
Wirtschaftsethiker Friedhelm Hengsbach und taz-Redakteurin Ulrike
Hermann, werden ein Urteil im Namen der Bürgerinnen und Bürger
sprechen. Den Angeklagten aus Politik und Wirtschaft wurden am 27.
Februar die Vorladungen zugestellt. Sie bekommen renommierte
Pflichtverteidiger wie den Wirtschaftsjournalisten Wolfgang Kaden zur
Seite gestellt, die an ihrer statt sprechen werden, falls sie nicht
erscheinen. Prominente Zeuginnen und Gutachter werden mit ihren Aussagen
die Praktiken von Politik und Wirtschaft erhellen.
In drei Beweisaufnahmen werden individuelle Schuld und systemische
Krisen aufgerollt. In Punkt eins lautet die Anklage auf Aushöhlung der
Demokratie. Verhandelt werden dabei beispielhaft die HRE-Rettung und das
SoFFin-Gesetz. Im zweiten Punkt geht es um die Zerstörung der
Lebensgrundlagen in Nord und Süd. Dafür wird es fünf Anhörungen zu
den Bereichen Staatshaushalte, soziale Sicherungssysteme, Arbeit,
Ökologie und globaler Süden geben, um die Schwere der Schuld
festzustellen. Im letzten Anklagepunkt wird die Vorbereitung der
nächsten Krise untersucht und die verpasste Chance auf Regulierung der
Finanzmärkte.
Den Auftakt macht eine kulturelle Veranstaltung am Freitagabend.
Verhandelt wird den ganzen Samstag. An das Urteil am Sonntagmorgen
schließt sich das Forum der Alternativen an, das Raum dafür bietet,
gemeinsam über eine andere Gestaltung des Bankenwesens nachzudenken.
Das Tribunal soll damit auch dazu motivieren, das eigene Unbehagen zum
Ausdruck zu bringen und sich aktiv für ein anderes Banken- und
Finanzsystem einzusetzen.
Mit herzlichen Grüßen aus Frankfurt
Kay Schulze
Attac Bundesbüro, Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M.
(069) 900 281-10, info ät attac.de
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