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Liebe Freundinnen und Freunde von Attac, liebe Mitglieder,
herzlich willkommen zum neuen D-Info! Dieses Mal informieren wir über:
- Neues von den G20-Gipfelprotesten!
- Großer Erfolg der Mailaktion "Karten auf den Tisch"!
- EU-Reform: Nein heißt Nein!
- Über 50.000 Menschen auf Anti-Atom-Demo!
- Wahlkampfblase Tobin-Steuer?
- Steueroasenausstellung eröffnet!
- Aktionskonferenz zum Klimagipfel in Kopenhagen
- 3. Sozialforum in Deutschland
- Wechsel der Geschäftsführung im Attac Bundesbüro
- Neues Sand im Getriebe erschienen
- Termine
- Neu im Webshop
>> 1) Neues von den G20-Gipfelprotesten!
> Täglich aktualisierter Gipfelblog in vier Sprachen
Nach den G8 kommen die G20, doch besser wird es dadurch nicht. Die 20
mächtigsten Industrie- und Schwellenländer treffen sich am 24. und 25.
September in Pittsburgh, um die Krise zu bewältigen. Doch die nötigen
Maßnahmen werden eher verhindert als angepackt. Statt über eine neue
Finanzmarktarchitektur streiten die Regierungschefs über BoniBegrenzungen.
Die übrigen Staaten, die noch viel stärker unter der Krise
leiden, dürfen gar nicht erst mitreden. Ab dem 20. September wird daher
in Pittsburgh protestiert - und Attac ist mit einer Delegation vor Ort
dabei. In unserem G20-Internet-Tagebuch gibt es aktuelle Eindrücke vom
Gipfelgeschehen und den Protesten. Vier deutschsprachige AutorInnen
berichten täglich in Text und Bild, weitere, internationale Perspektiven
erscheinen demnächst in englischer, französischer und spanischer Sprache.
G20-Infoseite: www.attac.de/aktuell/krisen/g20-proteste
Gemeinsamer Weblog: www.attac.org/g20
(Sprache einstellen: oben rechts)
>> 2) Großer Erfolg der Mailaktion "Karten auf den Tisch"!
> Über 500.000 Mal Abgeordnetenpost: Was passiert nach der Wahl?
Unser Aufruf von vergangener Woche zeigte bombastische Resonanz:
Innerhalb kürzester Zeit nutzten Hunderte Attac-Mitglieder und
Interessierte unseren Mailservice, um die Abgeordneten verschiedener
Fraktionen aufzufordern, endlich die Karten auf den Tisch zu legen!
Großes Wahlkampfgetöse vernebelt derzeit die Frage: Wer wird nach der
Wahl für die Krise bezahlen müssen? Alle vermeintlich in Frage kommenden
künftigen Regierungsparteien hüllen sich darüber in wenig vornehmes
Schweigen. Daher fordern Attac-Gruppen bundesweit in den
Wahlkampfveranstaltungen, endlich die Pläne offenzulegen! Über unseren
Mailservice können auch Sie, kannst auch Du Druck machen! Gleich aufrufen
- und Freunde und Bekannte zum Mitmachen einladen!
Mailaktion: www.attac.de/wir-wollen-antworten
Weitersagen: www.attac.de/aktuell/ouvert/weitersagen
Allgemeine Aktionsseite: www.attac.de/karten-auf-den-tisch
>> 3) EU-Reform: Nein heißt Nein!
> Jetzt unterschreiben: Europäische Unterstützungsaktion!
Europaweit soll der höchst problematische EU-Reformvertrag von Lissabon
durchgesetzt werden, ohne die Bürgerinnen und Bürger an der Entscheidung
zu beteiligen. Nur Irland hatte die Chance, ihn in einer Volksabstimmung
abzulehnen - und hat sie auch genutzt. Nun sollen die Iren am 2. Oktober
ein zweites Mal abstimmen, ein offensichtlicher Missbrauch der
Demokratie. Wir sagen: Ja zu einem friedlichen, sozialen, ökologischen
und demokratischen Europa und daher Nein zum Vertrag von Lissabon! Jetzt
Irland unterstützen für einen demokratischen Neuanfang!
Aktions-Webseite: www.no-means-no.eu
Film zur Kampagne: www.attac.de/news/3285
>> 4) Über 50.000 Menschen auf Anti-Atom-Demo!
> Jetzt am Ball bleiben, damit der Ausstieg klappt!
Auf der größten Anti-Atom-Demo seit 1986 haben am 5. September in Berlin
Zehntausende für die Stilllegung der Atomkraftwerke demonstriert. Auch
Attac hatte zu der Demo mobilisiert und war mit einem ansehnlichen Block
vertreten. "Mal richtig abschalten" lautet nun auch das atompolitische
Motto für die nächste Bundesregierung. Das Anti-Atom-Bündnis hat sich für
die Zeit nach der Bundestagswahl schon Einiges vorgenommen.
Bericht mit Fotos: www.attac.de/news/3244
Demo-Webseite: www.ausgestrahlt.de
>> 5) Wahlkampfblase Tobin-Steuer?
> Merkel und Steinbrück mimen die Finanzmarkt-Macher
Die Besteuerung von Finanztransaktionen, erstmals formuliert von James
Tobin und eine Gründungsforderung von Attac, findet immer mehr
Befürworter bei Regierungen und Parlamenten in Europa und scheint endlich
auch in den Köpfen der deutschen Regierung angekommen zu sein. Gerade
eine Woche später, beim EU-Gipfel zur G20-Vorbereitung, war der Vorschlag
aber wieder vom Tisch. Merkel will dennoch öffentlich punkten und hat
verkündet, die Tobin-Steuer trotzdem beim G20-Treffen einzubringen.
Freilich mit der Hintertür, die Steuer könne es nur global und
einvernehmlich geben. Diese Position ist jedoch längst wiederlegt: 2002
wurde in einer Machbarkeitsstudie aufgezeigt, dass sie innerhalb eines
größeren Wirtschaftsraumes eingeführt bereits ihre globale Wirkung
entfaltet.
Pressemitteilung zum EU-Gipfel: www.attac.de/pm/3307
Kommentar zum Wahlkampfvorstoß: www.attac.de/news/3282
Pressemitteilung zur Diskussion um die Steuer: www.attac.de/pm/3211
>> 6) Steueroasenausstellung eröffnet!
> Noch bis 8. Oktober in Dortmund - schon 20 weitere Orte gebucht
Die Fotoausstellung zu Steueroasen und Offshore-Zentren in Europa ist
fertig und hat derzeit Vorpremiere im Reinoldinum in Dortmund. Die
Ausstellung setzt der Rhetorik der Steuerfluchtbranche und den
kollaborierenden PolitikerInnen Fotos von konkreten Orten entgegen. Wir
wollen das abstrakte Thema anschaulich vermitteln und den PolitikerInnen
klar machen, dass wir von ihnen weitere Schritte erwarten! Die G 20,
Steinbrück und andere kündigten zwar an, schärfer gegen Steuer- und
Regulierungsoasen vorgehen zu wollen. Die Resultate sind jedoch
ernüchternd. Unter anderem wurde auf Druck der Union und der Finanzlobby
das deutsche Gesetz gegen Steuerflucht so weit abgeschwächt, dass es fast
wirkungslos ist. Mehr Infos dazu in der Ausstellung und dem begleitenden
Katalog!
Weitere Informationen: www.attac.de/steueroasenausstellung
Ausstellung in Dortmund: www.attac.de/cal/3289
>> 7) Aktionskonferenz zum Klimagipfel in Kopenhagen
> 2.-4. Oktober in Berlin: Climate Justice Now!
Die Attac-AG Energie-Klima-Umwelt (EKU) befindet sich in der heißen Phase
der Mobilisierung zu dem Klimagipfel im Dezember. Dazu sind wir auch in
dem Bündnis "Klima!Bewegungsnetzwerk" aktiv, das das Klimacamp 2008 in
Hamburg organisiert hat. Dieser Zusammenhang richtet nun die Konferenz
"Climate Justice Now!" aus (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen
internationalen Klimagerechtigkeitsbündnis), um die Protestvorbereitungen
voranzubringen. Auch einige EKU-Aktive werden in Berlin sein. Alle
interessierten Attacies sind herzlich eingeladen, mit uns und den anderen
Klima-AktivistInnen zu diskutieren, sich zu vernetzen und gemeinsam einen
starken Protest in Kopenhagen vorzubereiten.
Für ein ganz anderes Klima-Abkommen! Kontakt: E-Mail an eku ät attac.de
Mehr Informationen: www.attac.de/cal/3523
Attac-AG EKU: www.attac-netzwerk.de/ag-eku
Klimakonferenz-Flyer im Webshop:
http://shop.attac.de/product_info.php?products_id=716
>> 8) 3. Sozialforum in Deutschland
> 15.-18. Oktober in Hitzacker (Wendland): Global denken - lokal handeln
Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Bedrohungen für das
tägliche Leben, für Arbeitsplätze, Klima und Umwelt, aber auch für
Frieden und Sicherheit gewachsen. Jene, die gegen diese Entwicklung
protestieren und nach Alternativen zur herrschenden Politik suchen, haben
sich eingemischt -für Frieden, Demokratie, Solidarität, kulturellen
Reichtum und eine intakte Natur. Das Sozialforum versteht sich als Teil
eines weltweiten zivilgesellschaftlichen Prozesses für eine lebenswerte
Gesellschaft. 2009 wird das Sozialforum in Deutschland in Hitzacker im
Wendland stattfinden. Auch Attac ist mit vielen Workshop-Angeboten beim
Forum vertreten. Gleich anmelden!
Offizielle Webseite: www.sfid2009.de
Termin bei Attac: www.attac.de/cal/2431
>> 9) Wechsel der Geschäftsführung im Attac Bundesbüro
> Stephanie Handtmann und Andreas van Baaijen lösen Sabine Leidig ab
Seit 1. August ist die langjährige Attac-Kampagnenunterstützung Stephanie
Handtmann Teil des neuen geschäftsführenden Tandems im Bundesbüro von
Attac. Tandempartner Andreas van Baaijen ist am 1. September dazu
gestoßen. Gemeinsam lösen sie die bisherige Attac-Geschäftsführerin
Sabine Leidig ab, die sich als hessische Spitzenkandidatin der Partei Die
Linke um ein Bundestagsmandat bewirbt und bereits seit ihrer Nominierung
nicht mehr öffentlich für das überparteiliche Netzwerk Attac aufgetreten
ist.
Pressemitteilung: www.attac.de/pm/3206
>> 10) Neues Sand im Getriebe erschienen
> SiG 76: "Achtung - Rollback?"
Die Ereignisse in und um Afghanistan überschlagen sich und bestätigen den
diesmal etwas nachdenklich stimmenden Titel: "Achtung - Rollback ?". In
der aktuellen Ausgabe des Sand im Getriebe, der deutschsprachigen Ausgabe
des elektronischen Rundbriefs der internationalen Attac-Bewegung,
schreiben unter anderem: Noam Chomsky, Bernd Riexinger, Maurice Coppola
und weitere.
Ausgaben zum Download: www.attac.de/aktuell/attac-medien/sig
Einzelne Artikel: http://sandimgetriebe.attac.at
>> 11) Termine
> 26.9. Hannover: Treffen der Attac-AG EKU
Am 26.09. treffen sich Mitglieder und Interessierte der Attac AG Energie
-Klima - Umwelt zu einem eintägigen Miteinander. Ausführliche
Tagesordnung siehe Link.
Weitere Informationen: www.attac.de/cal/3520
> 2.-4.10. Berlin: Aktionskonferenz "Climate Justice Now!"
Weitere Informationen siehe Punkt 7 in diesem Newsletter
>> 12) Neu im Webshop
Wie immer können alle Materialien online unter www.attac.de/material
bestellt werden, in besonderen Fällen auch telefonisch unter
069/900281-10 oder per E-Mail an info ät attac.de.
> Broschüre: Inkota-Dossier 2: Landwirtschaft global
Der Kampf um Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit. Aufgrund der enorm
steigenden Lebensmittelpreise und den damit verbundenen weltweiten
Protesten ist "Landwirtschaft" nicht nur in der Entwicklungspolitik
(wieder) zu einem Topthema geworden. Das Ziel, den weltweiten Hunger zu
besiegen, rückt in immer weitere Ferne. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Eine, zudem stetig an Bedeutung gewinnende Ursache ist der Boom von
Bioethanol und Biodiesel. Der Anbau von Energiepflanzen zur Gewinnung von
Agrokraftstoffen steht in direkter Konkurrenz zur Nahrungs- und
Futtermittelproduktion. Die Broschüre informiert über die Hintergründe
der weltweiten Ernährungskrise und die Probleme der industriellen
Landwirtschaft. Es schreiben unter anderem Bernhard Walter, Pia
Eberhardt, Timo Kaphengst, Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Uwe
Hoering, Helen Rupp und Hanns Wienold.
Broschüre, 28 Seiten, für 2,50 Euro erhältlich im Attac-Webshop.
> Broschüre: Inkota-Dossier 3: Solidarität
Auslaufmodell oder Zukunftshoffnung? Solidarität - kaum ein politischer
Begriff ist schillernder. Auch für die Nord-Süd-Bewegung war und ist
(internationale) Solidarität ein Schlüsselbegriff. Für viele derer, die
im entwicklungspolitischen Bereich arbeiten oder sich im Nord-Süd-Kontext
engagieren, ist Solidarität ein zentrales Handlungsmotiv. Doch sind wohl
wenige Begriffe so häufig missbraucht worden, nicht selten endete die
Solidarität in einer großen Enttäuschung. Solidarität darf weder blind
noch unkritisch sein, aber angesichts der globalen Krisen ist sie gerade
heute wieder höchst aktuell. Solidarität bleibt ein wichtiges Mittel für
die Schwachen und Marginalisierten. Wie kann eine zeitgemäße Solidarität
aussehen und welche Rolle kann sie heute noch haben? Darüber und über
vieles mehr schreiben unter anderem Henning Melber, Claudia Olejniczak,
Carl Ordnung, Willi Volks, Romin Khan, Jürgen Weber und Astrid
Messerschmidt.
Broschüre, 28 Seiten, für 2,50 Euro erhältlich im Attac-Webshop.
> Broschüre: Inkota-Dossier 4: Jahrhundertkrise Klimawandel
Das Versagen der Politik. Seit dem vierten Sachstandsbericht des
Weltklimarats (IPCC) im Jahr 2007 ist das Problem des globalen
Klimawandels endgültig in der breiten öffentlichen Wahrnehmung
angekommen. Die Prognosen haben sich seither noch verschlechtert, fast
wöchentlich werden neue Hiobsbotschaften über das Ausmaß des Klimawandels
und seiner verheerenden Konsequenzen bekannt. Die Erderwärmung auf zwei
Grad Celsius zu begrenzen, scheint inzwischen kaum noch erreichbar. Die
Perspektiven für Mensch und Umwelt sind beängstigend, doch die Politik
zeigt sich unfähig, angemessen auf die Herausforderung des Klimawandels
zu reagieren. Verfangen in nationalstaatlicher Interessenpolitik und der
Angst, sich mit der mächtigen Industrielobby anzulegen, bleibt der
dringend nötige Kurswechsel aus.
Broschüre, 28 Seiten, für 2,50 Euro erhältlich im Attac-Webshop.
Mit herzlichen Grüßen aus Frankfurt
Kay Schulze
Attac Bundesbüro, Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M.
(069) 900 281-10, info ät attac.de
Eine andere Welt braucht Unterstützung:
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