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Pressemitteilung/Terminankündigung
Brisanter Vortrag zum Thema Gentechnik
Enthüllungen über die Seilschaften zwischen Konzernen,
Behörden, Geldgebern (Politik), Forschung und
Lobbyverbänden der deutschen Agro-Gentechnik
Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird ein
intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch
St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist
weit weg. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr
für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl nur sechs Prozent der
Bevölkerung diese Gentechnik im Essen oder auf dem Acker wollen?
Diesen Fragen will der Referent Jörg Bergstedt an zwei Abenden in Berlin
nachgehen. Seine Recherchen sind brisant und decken mafiose Strukturen
und skandalöse Zustände bei Genehmigungen und Mittelvergabe für
Genversuchsfelder auf. In den vergangenen Jahrzehnten sind alle
relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und
geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt
worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne
eingebunden. Seilschaften von Kleinstunternehmen, Universitätsinstituten
und seltsamen Biotechnologieparks names Biotechfarm oder Agrobiotechnikum
entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann
hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der
Beteiligten verliert. Bergstedt: "Es wird Zeit für einen Widerstand an
den Orten der Seilschaften - von Behörden und Forschern ist nichts zu
erwarten!"
In der Veranstaltung sollen minutiös die Seilschaften zwischen Behörden,
staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen
durchleuchtet werden, darunter genauere Blicke auf das Bundesamt für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsichergheit und weitere an
Genehmigungsverfahren beteiligte Bundesbehörden. Als prägnante Beispiele
werden der Firmenverbund BioOK und der Lobbyverband InnoPlanta
vorgestellt. Die Zuschauer erwartet ein atemberaubender Abend. Doch der
Referent will nicht nur Wut, sondern auch Mut machen. Deshalb endet sein
Vortrag mit einem Ausblick auf Möglichkeiten des Widerstandes: "Wer nach
mehr Forschung ruft oder sich auf staatliche Stellen verlässt, ist
verlassen. Gentechnikfreiheit gibt es nur dann, wenn die 80 Prozent
Ablehnung sich auch zeigen - nicht zwar nicht nur per Stimmzettel,
Protestmail oder am Supermarktregal, sondern dort, wo die
Gentechnikseilschaften arbeiten und die Felder angelegt werden!"
Brisant sind Bergstedts Recherchen auch, weil zwei der wichtigsten
DrahtzieherInnen in der deutschen Agro-Gentechnik versuchen, das weitere
Verbreiten der Informationen über Verflechtungen mit Konzernen, Behörden
und Geldgebern per Gericht verbieten zu lassen. Das Verfahren läuft zur
Zeit am Landgericht Saarbrücken. Seine Erkenntnisse hat der Referent in
der Broschüre "Organisierte Unverantwortlichkeit" zusammengestellt, zudem
sind sie im Internet unter www.biotech-seilschaften.de.vu zu finden.
Freitag, 5.3., 20 Uhr, Mehringhof, Gneisenaustr. 2a,
Berlin-Kreuzberg (U6 Mehringdamm)
Informationen und Links
Kontakt: Projektwerkstatt, Tel. 06401/903283,
saasen ät projektwerkstatt.de
(während der Veranstaltungstour: 01522-8728353).
Ein Pressegespräch mit dem Referenten in den Tagen zwischen den Terminen in
Berlin ist möglich!
NADESHDA Mailbox e.V._ / 0211-9053863 (X.75) / 0211-9345453 (V.34)
http://www.nadeshda.org / Informationen aus Politik Umwelt Kultur
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