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5.3.: Berlin: Brisanter Vortrag zu Gentechnikseilschaften

Pressemitteilung/Terminankündigung

Brisanter Vortrag zum Thema Gentechnik

Enthüllungen über die Seilschaften zwischen Konzernen,
Behörden, Geldgebern (Politik), Forschung und
Lobbyverbänden der deutschen Agro-Gentechnik

Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird ein intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl nur sechs Prozent der Bevölkerung diese Gentechnik im Essen oder auf dem Acker wollen?

Diesen Fragen will der Referent Jörg Bergstedt an zwei Abenden in Berlin nachgehen. Seine Recherchen sind brisant und decken mafiose Strukturen und skandalöse Zustände bei Genehmigungen und Mittelvergabe für Genversuchsfelder auf. In den vergangenen Jahrzehnten sind alle relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden. Seilschaften von Kleinstunternehmen, Universitätsinstituten und seltsamen Biotechnologieparks names Biotechfarm oder Agrobiotechnikum entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der Beteiligten verliert. Bergstedt: "Es wird Zeit für einen Widerstand an den Orten der Seilschaften - von Behörden und Forschern ist nichts zu erwarten!"

In der Veranstaltung sollen minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen durchleuchtet werden, darunter genauere Blicke auf das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsichergheit und weitere an Genehmigungsverfahren beteiligte Bundesbehörden. Als prägnante Beispiele werden der Firmenverbund BioOK und der Lobbyverband InnoPlanta vorgestellt. Die Zuschauer erwartet ein atemberaubender Abend. Doch der Referent will nicht nur Wut, sondern auch Mut machen. Deshalb endet sein Vortrag mit einem Ausblick auf Möglichkeiten des Widerstandes: "Wer nach mehr Forschung ruft oder sich auf staatliche Stellen verlässt, ist verlassen. Gentechnikfreiheit gibt es nur dann, wenn die 80 Prozent Ablehnung sich auch zeigen - nicht zwar nicht nur per Stimmzettel, Protestmail oder am Supermarktregal, sondern dort, wo die
Gentechnikseilschaften arbeiten und die Felder angelegt werden!"

Brisant sind Bergstedts Recherchen auch, weil zwei der wichtigsten DrahtzieherInnen in der deutschen Agro-Gentechnik versuchen, das weitere Verbreiten der Informationen über Verflechtungen mit Konzernen, Behörden und Geldgebern per Gericht verbieten zu lassen. Das Verfahren läuft zur Zeit am Landgericht Saarbrücken. Seine Erkenntnisse hat der Referent in der Broschüre "Organisierte Unverantwortlichkeit" zusammengestellt, zudem sind sie im Internet unter www.biotech-seilschaften.de.vu zu finden.

Freitag, 5.3., 20 Uhr, Mehringhof, Gneisenaustr. 2a,

Berlin-Kreuzberg (U6 Mehringdamm)

Informationen und Links

Kontakt: Projektwerkstatt, Tel. 06401/903283,
saasen ät projektwerkstatt.de
(während der Veranstaltungstour: 01522-8728353).

Ein Pressegespräch mit dem Referenten in den Tagen zwischen den Terminen in Berlin ist möglich!

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NADESHDA Mailbox e.V._ / 0211-9053863 (X.75) / 0211-9345453 (V.34) http://www.nadeshda.org / Informationen aus Politik Umwelt Kultur


01.03.10    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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