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contratom
25.02.2010
Bahnaktionstag gegen Atom- und Militärtransporte
Am Mittwoch, 24.2. malten in Gießen rund um den Hauptbahnhof
Aktivist_innen mit Kreide und spannten Transparente. Sie machten darauf
aufmerksam, dass die Bahn an Militärtransporten verdient und gegen
Antimilitarist_innen sogar gerichtlich vorgeht.
Außerdem thematisierten sie auch die Verwicklung der Bahn in
Atomtransporte und die Repression gegen Anti-Atom Aktivist_innen, die
einen Castortransport mit einer spektakulären Ankettaktion gestoppt
hatten. http://bloxberg.blogsport.de_
- Flugblatttext
-
Die Bahn - spitzelnder Dienstleister für Atommafia, Militär und Reiche?
Mobilität ist viel wert, gerade in einer so vernetzten Gesellschaft wie
wir sie heute haben. Zugriff auf Mobilität ist eine Ressource von
besonderer Bedeutung. Ein funktionierendes, ausgebautes Schienennetz, für
alle Menschen verfügbar- das wollen wir. Doch die Realität sieht anders
aus - deswegen rufen wir auf zum Bahnhofsaktionstag am 11.3.2010
Ob mit Flugblättern, Transparenten, Theater, Blockaden, Kletteraktionen
oder auch ganz anders - beteiligt euch an eurem regionalen Bahnhof mit
einer eigenen Aktion!
Atomtransporte
Atomkraftwerke produzieren Atommüll, der eine Million Jahre lang sicher
lagern muss. Weltweit gibt es kein Endlager für den tödlichen Abfall. Um
das zu vertuschen wird der Müll immer wieder von einem Ort zum nächsten
verschoben- gegen den Widerstand vieler engagierter Menschen
durchgesetzt von Bahn und Polizei. Die Bahn ist sogar selbst
Miteigentümer eines Atomkraftwerkes. Atomausstieg sofort!
www.contratom.de .
Militärtransporte
Die Bahn fungiert als Dienstleister für die Bundeswehr und transportiert
Kriegsgerät. Sie ist damit mitverantwortlich für die Kriege des deutschen
Militärs. Gegen antimilitaristische Aktivist_innen geht die Bahn mit
Klagen vor. Kriege verhindern, Bundeswehr abschaffen!
www.militarismus-jetzt-stoppen.de.vu
Bespitzelung und Mobbing, Lohndumping
Mitarbeiter_innen der Bahn berichten immer wieder über politisch
motivierte Entlassungen und Mobbing bei der Bahn. Wer politisch nicht die
Linie der Bahn vertritt, oder als Bauernopfer in die Konzernpolitik
passt, wird entsorgt. Alle Arbeiten, die outgesourct werden können,
werden an Subunternehmen vergeben, die möglichst billig arbeiten.
Arbeitnehmer_innenrechte verteidigen, Organisierung stärken- Mobbing
entgegentreten!
(Buchempfehlung: Günter Wallraff "Aus der schönen neuen Welt")
Privatisierungspläne
Dank der Finanzkrise ist die Privatisierung der Bahn vorerst vom Tisch -
die Pläne liegen jedoch noch immer in der Schublade und zeigen worum es
der Bahnspitze geht: Gewinnmaximierung statt Bahn für alle. Die Folgen
einer Privatisierung zeigen sich in anderen Ländern: Das Schienennetz
verschwindet aus der Fläche, Orte werden abgeschnitten und die Zahl der
Unfälle steigt www.bahn-fuer-alle.de .
Einsparungen auf Kosten der Sicherheit
Nicht erst seit dem Berliner S-Bahn-Skandal ist klar: Solange es keinen
öffentlichen Druck gibt, wird die Bahn weiterhin an der Sicherheit
sparen. Devise ist: Was noch fährt, bringt Kohle.
Mobilität für Reiche
Die Schnellstrecken werden weiter ausgebaut und kleine Bahnhöfe
geschlossen. Es entstehen Wartebereiche für Privilegierte, während
normale Reisende frieren müssen. Fahrkarten sind unbezahlbar und
Mobilität wird zum Luxus. Wir fordern: Öffentlicher Nah- und Fernverkehr
- kostenlos für alle!
Vergangenheitsbewältigung
Die unrühmlichen Kapitel der Konzernvergangenheit werden nicht
behandelt, sondern totgeschwiegen und blockiert. So hatte beispielsweise
der an die Deportationen von Kindern im dritten Reich mahnende "Zug der
Erinnerung" immer wieder Probleme, überhaupt die Schienen nutzen zu
dürfen und an Bahnhöfen halten zu dürfen www.zug-der-erinnerung.eu .
Zeigen wir der Bahn, was wir von solch einer Politik halten!
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